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Schutz vor Cyberangriffen Ransomware-Angriff: 64 Prozent der KMU können Daten nicht wiederherstellen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Die Zahlung von Lösegeld ist keine Lösung: Wie ein neuer Report von Hiscox zeigt, können 64 Prozent der befragten kleinen und mittleren Unternehmen ihre Daten nach einem Ransomware-Angriff trotz Zahlung nicht oder nur teilweise wiederherstellen.

(Bild:  © GreenOptix/stock.adobe.com)
(Bild: © GreenOptix/stock.adobe.com)

Ein Ransomware-Angriff ist längst kein Problem mehr nur für Konzerne: In Deutschland richten sich inzwischen laut polizeilicher Kriminalstatistik rund 80 Prozent aller bekannten Ransomware-Angriffe gegen kleine und mittlere Unternehmen. KMU sind auch entsprechend sensibilisiert. Aus ihrer Sicht stellen der externe Zugriff auf Kunden- oder interne Daten (37 Prozent) und jegliche Gefährdung von Unternehmensdaten (36 Prozent) die größten Risiken bei Cyberangriffen dar. Dies zeigt der aktuelle „Cyber Readiness Report“ des Spezialversicherers Hiscox.

Die häufigsten Gründe für die Entscheidung, Lösegeld nach einem Ransomware-Angriff zu zahlen, sind fehlende oder unvollständige Backups, akuter Zeitdruck durch komplette Betriebsstillstände oder Angst vor der Veröffentlichung sensibler Daten. Die Zahlung von Lösegeld ist jedoch hoch riskant und führt häufig nicht zum Ziel: Von denjenigen KMU in Deutschland, die Lösegeld gezahlt haben, konnten 37 Prozent ihre Daten nur teilweise und 27 Prozent gar nicht wiederherstellen.

Ransomware-Angriff: Cyberversicherung schützt vor finanziellen Folgen

Klemens Lemke ist Underwriting Manager Cyber bei Hiscox Deutschland.(Bild:)
Klemens Lemke ist Underwriting Manager Cyber bei Hiscox Deutschland.
(Bild:)

Klemens Lemke, Underwriting Manager Cyber bei Hiscox Deutschland, kommentiert die Ergebnisse des Reports: „Wir raten entschieden davon ab, bei einem Ransomware-Angriff Lösegeld zu zahlen. Die Erfahrung zeigt: Selbst nach einer Zahlung bleiben Daten sehr häufig verloren, Systeme müssen neu aufgebaut werden und das Risiko weiterer Angriffe steigt. Unser Ansatz ist daher ein anderer – starke Prävention, schnelle Incident Response und professionelle technische Hilfe im Ernstfall. 

Eine Cyberversicherung ist dabei ein zentraler Baustein für Unternehmen: Sie schützt nicht nur vor finanziellen Folgen wie Schadenersatz-Forderungen oder Betriebsunterbrechungen, sondern bietet vor allem umfassende Service- und Assistance-Leistungen. Über eine Krisenhotline erhalten betroffene Unternehmen im Schadenfall sofort Zugang zu spezialisierten IT-Experten und Forensikern, die bei der Analyse des Angriffs, der Wiederherstellung von Daten und den nächsten notwendigen Schritten unterstützen. So sorgt eine Cyberversicherung vor allem für schnelle, professionelle Hilfe in einer akuten Krisensituation.“

Die Erfahrung nach einem Ransomware-Angriff zeigt: Selbst nach einer Zahlung bleiben Daten sehr häufig verloren, Systeme müssen neu aufgebaut werden und das Risiko weiterer Angriffe steigt.

Klemens Lemke, Hiscox

Zur Methodik des Cyber Readiness Reports

Der „Cyber Readiness Report“ von Hiscox liefert jährlich seit 2016 ein aktuelles Bild der Cybersecurity-Bereitschaft von Organisationen und bietet eine Blaupause für Best Practices im Kampf gegen eine sich ständig weiterentwickelnde Bedrohung. Der Report von 2025, der vom Marktforschungsinstitut Wakefield Research im Auftrag von Hiscox durchgeführt wurde, basiert auf einer internationalen Befragung von 5.750 Experten, die für die Cyber-Sicherheitsstrategie ihres Unternehmens verantwortlich sind. Befragt wurden im Zeitraum vom 29. Juli bis 8. August 2025 Führungskräfte wie Geschäftsführer, Abteilungsleiter, IT-Manager und andere wichtige Fachleute, aber auch Selbstständige.

In der aktuellen Ausgabe wurde der Fokus erstmals auf kleine und mittlere Unternehmen gelegt und eine repräsentative Auswahl von Unternehmen bis 250 Mitarbeitern aus verschiedenen Branchen befragt. Die Befragten tammen aus den folgenden Ländern: Deutschland, den USA, dem Vereinigten Königreich, der Republik Irland, Frankreich, Spanien und Portugal, was den Report zu einem der umfassendsten seiner Art macht.

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