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Dienstleister für IT-Sicherheit Cybersicherheit: Standort der Anbieter wird immer wichtiger

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Vertrauensfrage Cybersicherheit: Der jeweilige Standort des Anbieters ist für 71 Prozent der Unternehmen in Deutschland relevant. Die aktuelle Studie von G Data offenbart die zunehmende Bedeutung deutscher IT-Security-Dienstleister im Markt.

(Bild:  © Elnur/stock.adobe.com)
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Darum Geht'S

Standort wird zum Schlüssel-Kriterium: 71 Prozent der Unternehmen bewerten den Standort des IT-Sicherheitsanbieters als wichtig oder sehr wichtig – deutlich mehr als bei den Umfragen von 2023 und 2024 mit rund 60 Prozent. Treiber sind geopolitische Spannungen und die Vertrauensfrage bei kritischen Infrastrukturen.

Fokus auf Souveränität und Rechtsrahmen: Datenschutz, regulatorische Anforderungen, Datenkontrolle und digitale Souveränität rücken in den Mittelpunkt. Neutrale Bewertungen zum Standort sind rückläufig.
Präferenz für deutsche Anbieter: Die Befragten, für die der Standort wichtig ist, bevorzugen 74 Prozent deutsche IT-Security-Anbieter. Nicht-europäische Anbieter bleiben mit zwei bis vier Prozent nahezu irrelevant.

Der Standort von IT-Sicherheitsanbietern ist zunehmend das entscheidende Auswahlkriterium für Unternehmen in Deutschland. Das zeigt die aktuelle Studie „Cybersicherheit in Zahlen“ von G Data CyberDefense, Statista und brand eins. Demnach bewerten sieben von zehn Befragten den Standort des Dienstleisters als wichtig oder sehr wichtig. Die Relevanz zur höheren Wichtigkeit ist über die letzten Jahre deutlich angestiegen. Wenn politische Konflikte digitale Infrastrukturen betreffen, stehen Unternehmen vor einer zentralen Frage: Wem vertraue ich meine IT-Sicherheit an? Für Unternehmen in Deutschland gewinnt die Herkunft von IT-Sicherheits-Anbietern zunehmend an Bedeutung.

Cybersicherheit: Digitale Souveränität und Datenkontrolle im Fokus

Für 71 Prozent der Befragten ist der Standort von Anbietern von Sicherheitslösungen wichtig oder sehr wichtig.(Bild:  G Data CyberDefense)
Für 71 Prozent der Befragten ist der Standort von Anbietern von Sicherheitslösungen wichtig oder sehr wichtig.
(Bild: G Data CyberDefense)

Die repräsentative Umfrage „Cybersicherheit in Zahlen“ von G Data CyberDefense, Statista und brand eins verdeutlicht, ist für 71 Prozent der Unternehmen der Standort des IT-Security-Dienstleisters sehr wichtig oder wichtig. Dies unterstreicht die Relevanz von Datenschutz, regulatorischen Anforderungen und Vertrauen. In den Jahren 2023 und 2024 waren es noch drei von fünf Firmen. Während die Wichtigkeit des Standorts wächst, halbiert sich nahezu innerhalb eines Jahres der Anteil der neutralen Bewertungen. Ein Grund: Geopolitische und ökonomische Spannungen verändern die Anforderungen an IT-Sicherheit grundlegend. Digitale Souveränität, Datenkontrolle und die Abhängigkeit von globalen Infrastrukturen rücken damit zunehmend in den Fokus unternehmerischer Entscheidungen.

Andreas Lüning ist Mitgründer und Vorstand bei der G Data CyberDefense AG.(Bild:  G Data CyberDefense)
Andreas Lüning ist Mitgründer und Vorstand bei der G Data CyberDefense AG.
(Bild: G Data CyberDefense)

Andreas Lüning, Mitgründer und Vorstand bei der G Data CyberDefense AG, erklärt: „Der Anbieter-Standort ist für viele Unternehmen längst mehr als ein formales Kriterium – er steht für Vertrauen, Verlässlichkeit und klare rechtliche Rahmenbedingungen. Die Entwicklung zeigt, dass digitale Souveränität und Kontrolle über Daten zunehmend als strategische Grundlage verstanden werden. Entscheidend ist jetzt, diese Erwartungen konsequent in sichere, transparente Lösungen zu übersetzen und damit langfristig Vertrauen zu stärken.“

Der Anbieter-Standort ist für viele Unternehmen längst mehr als ein formales Kriterium – er steht für Vertrauen, Verlässlichkeit und klare rechtliche Rahmenbedingungen.

Cybersicherheit: Präferenz für deutsche Anbieter

74 Prozent der Befragten geben an, einen deutschen IT-Sicherheitsanbieter zu bevorzugen.(Bild:  G Data CyberDefense)
74 Prozent der Befragten geben an, einen deutschen IT-Sicherheitsanbieter zu bevorzugen.
(Bild: G Data CyberDefense)

Parallel zur gestiegenen Relevanz zeigt sich eine klare Präferenz bei der Anbieterwahl unter den Befragten, für die der Standort wichtig oder sehr wichtig ist: Mit 74 Prozent sind deutsche IT-Sicherheitsunternehmen 2025 führend, nach zwischenzeitlichen Verschiebungen 2024 zugunsten europäischer Anbieter. Nicht-europäische Anbieter spielen hingegen kaum eine Rolle. Ihr Anteil bleibt über alle Erhebungsjahre hinweg zwischen zwei und vier Prozent. Die Ergebnisse verdeutlichen: Unternehmen treffen ihre Entscheidungen nicht mehr ausschließlich auf Basis technischer Leistungsmerkmale, sondern zunehmend auch unter Berücksichtigung von Standort, Rechtsrahmen sowie Anforderungen an Datenhaltung und Datenhoheit. Für Anbieter bedeutet das: Der eigene Standort wird zum strategischen Differenzierungsmerkmal. Und das insbesondere im europäischen und deutschen Markt.

Zur Methodik der Umfrage: Die Studie „Cybersicherheit in Zahlen“ erschien zum fünften Mal und zeichnet sich durch eine hohe Informationsdichte und methodische Tiefe aus: Mehr als 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland wurden im Rahmen einer repräsentativen Online-Studie zur Cybersicherheit im beruflichen und privaten Kontext befragt. Die Fachleute von Statista haben die Befragung eng begleitet und können dank einer Stichprobengröße, die weit über dem branchenüblichen Standard liegt, belastbare und valide Marktforschungsergebnisse im Magazin „Cybersicherheit in Zahlen“ präsentieren. Darüber hinaus haben die Marktforscher Zahlen, Daten und Fakten aus mehr als 300 Statistiken zu einem umfassenden Nachschlagewerk der IT-Sicherheit zusammengeführt.

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