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Cyber Resilience Act: Wie KMUs Sicherheit, Kosten und Compliance vereinen

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Cyber Resilience Act: KMUs stecken in der Klemme

Warum scheitern KMUs häufig an der praktischen Umsetzung? Aus unserer Erfahrung gibt es drei Hauptbarrieren:

1. Dokumentation: es herrscht Chaos. Excel-FMEA oder -TARA hier, PDF-Risikoanalysen dort, CAD-Daten im dritten System. Es gibt keine durchgängige Traceability zwischen Anforderung und Testnachweisen. Bei Audits wird aber genau das gefordert.

2. Ressourcen: Sicherheits-Ingenieure – gerade mit Cybersecurity Expertise – sind Mangelware. Externe Berater kosten 1.500-2.000 Euro pro Tag. Die Kosten summieren sich für vollständige Projekte schnell in sechsstellige Höhen.

3. Prozesse: gerade in KMUs wird noch viel nach dem Trial-and-Error-Prinzip anstelle von systematischen und standardisierten Workflows gearbeitet. Dr. Christian Geiss von clockworkX: „Kunden ohne Governance auf Geschäftsführerebene scheitern – nicht an der Technik, sondern an der fehlenden Organisation.“

Die Crux: Viele verstehen das Risiko des Nichthandelns nicht. Risk of Inaction übersteigt den Return on Investment bei Weitem.

Das Befähigungskonzept wird zum Schlüssel

Das „Selber-Machen“ wird für KMUs den Erfolg bringen. Ein gutes Enablement orientiert sich an dem 3-Stufen-Modell:

  • Stufe 1 – Outsourcing: Zunächst übernehmen externe Berater alles. Das sichert die derzeitige Situation ab. Diese Lösung ist schnell, aber auch teuer und nicht nachhaltig. Es entstehen starke Abhängigkeiten.
  • Stufe 2 – Enablement: Hier entsteht ein Mix aus interner und externer Expertise. Über Training und Coaching fließt das Know-How ins Unternehmen. Tool-Integration und Prozessaufbau laufen parallel dazu. Die Basis wird geschaffen.
  • Stufe 3 – Unabhängigkeit: Der Wissenstransfer ist abgeschlossen. Das Team kann eigenständig TARAs durchführen, FMEAs aktualisieren und sich auf Audits vorbereiten. Das Unternehmen agiert unabhängig, hat aber bei Problemen immer noch starke Partner im Rücken.

Der Kern von Enablement ist „selber machen“. Beispiel: Eine TARA-Masterclass von clockworkX kombiniert mit der Medini-Tool-Schulung von CADFEM versetzt das Team in die Lage, selbstständig zu arbeiten. Der Vorteil der Partnerschaft: clockworkX baut die Governance-Struktur auf, CADFEM integriert das Tool in den Entwicklungsprozess. Denn ohne Prozess ist selbst das beste Tool nutzlos.

Was kostet das Ganze – und was kostet Nichtstun?

Die zentrale Frage ist nicht "Wie viel kostet Enablement?", sondern "Was kostet die Alternative?". Die gesetzliche Realität ist unmissverständlich: CRA ist ab 11.12.2027 bindend. Ein Cybersecurity Management System (CSMS) muss her.

Ein typisches KMU kann nicht unbegrenzt in Compliance investieren. Es wird vielleicht maximal eine Mann-Ressource sein, die sich um das Thema kümmert. Und die wird mit Excel scheitern. Nicht aus Unzulänglichkeit, sondern aus mathematischer Notwendigkeit heraus. Manuelle Analysen und kosten unverhältnismäßig viel Zeit.

Letztlich geht es daher um die Robustheit und Effizienz des CSMS. Das Risiko eines Audit-Durchfalls mag zunächst als größte Gefahr erscheinen, das CSMS ist aber Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses im Alltag. Da darf es keinen Bottleneck geben. Jede Verzögerung verursacht zusätzliche Kosten, die schlimmste Konsequenz wäre möglicherweise das Verlieren des Marktzuganges.

Nicht-Handeln ist also keine Option. Wie stellen KMUs also heute sicher, dass das Thema Cybersecurity morgen in einer minimalen Kostenstruktur getragen wird? Ein Enablement-Ansatz mit professionellem Tool und externem Coaching zur Einführung des CSMS reduziert hier die Risiken dramatisch – und schafft gleichzeitig die interne Expertise für die Zukunft. Das ist keine Investition in Compliance. Es ist eine Investition in Unabhängigkeit und dient der Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit des Unternehmens.

Enablement – Die Einzigartigkeit des Ansatzes

Was gibt es also jetzt für Möglichkeiten, in das Thema einzusteigen? Eine Unternehmensberatung kann Konzepte und Roadmaps bieten, scheitert allerdings an der Tool-Integration. Das KMU bleibt mit theoretischen Dokumenten allein. Tool-Anbieter verkaufen Software, bieten aber kein Prozess-Coaching. Das KMU kauft einen „Briefbeschwerer“, weil niemand das Tool richtig nutzt. Klassisches Outsourcing: Externe machen die Arbeit. Das ist schnell, aber das KMU lernt nichts. Die Abhängigkeit bleibt dauerhaft bestehen.

Die Partnerschaft zwischen clockworkX und CADFEM ist der Schlüssel. Sie sichert den Zugang zum Tool Ansys Medini und damit zu einer Technologie des weltweiten Marktführers für physikbasierte Simulation. Das Unternehmen investiert jährlich über 20 Prozent seines Umsatzes in F&E – mehr als jeder Wettbewerber. Damit ist jeder Prozess auf Grundlage dieses Tools zukunftssicher. clockworkX gehört zur TÜV Austria Gruppe und arbeitet täglich mit Auditoren zusammen. Die Prüfkriterien sind also bekannt und dieses Wissen fließt ein in die robuste Prozessimplementierung.

Die Enablement-Philosophie dieser Partnerschaft lautet: „Wir machen uns selbst überflüssig“. Der Kunde steht im Vordergrund und wird in seiner Not verstanden. Innerhalb von zwölf Monaten erhalten KMUs Zugriff auf Expertise, Tool und Prozesse und werden unabhängig. 

Cyber Resilience Act Dr. Christian T. Geiss 
ist Geschäftsführer der clockworkX GmbH, die zur TÜV Austria Gruppe gehört. Dr. Geiss hat im Bereich probabilistisches Risikomanagement an der TU München promoviert. Mit über 15 Jahren Erfahrung in ISO 21434, ISO 26262 und UN-ECE R155 begleitet er als TÜV-zertifizierter Auditor KMUs beim Aufbau von Cybersecurity Management Systemen (CSMS).

Bildquelle: clockworkX GmbH

Cyber Resilience Act Dr. Jan Seyfarth 
ist Business Development Manager Safe & Secure bei der CADFEM GmbH. Dort verantwortet er den Bereich Funktionale Sicherheit und Cybersecurity. Als Experte für Ansys Medini trainiert er Ingenieure in modellbasierter Sicherheits-Analysen und kümmert sich um die Prozess-Integration bei Kunden.

Bildquelle: Cadfem GmbH

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