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Stromversorgung Edge Intelligence: So wichtig ist eine dezentrale KI im Stromnetz

Verantwortliche:r Redakteur:in: Frida Dumann 2 min Lesedauer

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Die lokale Stromversorgung steuern, E-Mobilität unterstützen und das Gesamtnetz stabilisieren: Edge Intelligence ist ein zentrales Instrument der Energiewende. Wie dieser Ansatz in dem zunehmend dezentralen und volatilen Stromnetz in Deutschland Rückhalt geben kann.

(Bild:  © Damian Sobczyk/stock.adobe.com)
(Bild: © Damian Sobczyk/stock.adobe.com)

Die Energiewende verändert unser Stromnetz tiefgreifend. Durch den zunehmenden Einsatz von Photovoltaik- und Windkraftanlagen wird es immer dezentraler und volatiler. Ohne Digitalisierung wäre dieses Stromnetz nicht mehr beherrschbar. Eine Schlüsselrolle spielt dabei „Edge Intelligence“: die Analyse von Messgeräte-, Steuergeräte- und Sensoren-Daten mithilfe Künstlicher Intelligenz direkt am Ort ihrer Entstehung. Fünf Gründe, warum Edge Intelligence die Energiewende unterstützt.

Dezentrale Steuerung in Echtzeit

Da Künstliche Intelligenz die Daten am Edge analysiert, müssen sie zu ihrer Verarbeitung nicht an ein zentrales Rechenzentrum oder eine Cloud übertragen werden. Das ermöglicht es, die lokale Stromversorgung durch Photovoltaik und Windkraft in Echtzeit zu steuern. Kommt es zu Schwankungen bei Angebot und Nachfrage, kann die KI ohne Verzögerung darauf reagieren: durch die Regelung der Einspeisung, die Speicherung von Strom oder die Verschiebung von Lasten.

Edge Intelligence: Unterstützung der E-Mobilität

Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge lässt sich ebenfalls in Echtzeit steuern. Künstliche Intelligenz analysiert dafür Daten direkt an Ladesäulen und im lokalen Netz und kann Ladebedarfe prognostizieren, unmittelbar auf äußere Bedingungen wie Netzlast, Strompreise oder Fahrzeugzustand reagieren und die Ladeleistung dynamisch optimieren. Diese schnellen und kontextbezogenen Entscheidungen sind insbesondere in größeren Ladeparks und bei bidirektionalem Laden essenziell.

Stabilisierung des Gesamtnetzes

Durch die Steuerung lokaler Netze und Ladeinfrastrukturen sorgt Edge Intelligence nicht nur für lokale Netzstabilität. Sie hält auch das übergeordnete Stromsystem stabiler, weil sie Belastungsspitzen dämpft und Frequenzschwankungen vermeidet. Ihre schnellen autonomen Reaktionen entlasten zentrale Netzleitstellen und verhindern, dass sich lokale Probleme zu großflächigen Instabilitäten ausweiten. Je mehr Edge Intelligence in lokalen Systemen aktiv ist, desto flexibler und robuster wird das Gesamtnetz.

Stärkung des Datenschutzes

Weiter wird auch der Datenschutz gestärkt. Sensible personenbezogene Informationen wie Verbrauchsdaten, Anwesenheitsmuster oder der Energieverbrauch einzelner Haushalte bleiben lokal und müssen nirgendwohin übertragen werden. Das Risiko für Datenlecks und unbefugte Zugriffe sinkt dadurch erheblich.

Edge Intelligence: Erhöhung der Resilienz

Nicht zuletzt wird das Stromnetz resilienter. Durch die Datenverarbeitung vor Ort ist sie nicht auf eine funktionierende Internetverbindung angewiesen. Das zahlt sich insbesondere in ländlichen Gebieten aus, wo es häufiger zu technischen Störungen oder Ausfällen des Internets kommt. Die Stromversorgung in Mikronetzen, Insellösungen oder Batteriesystemen wird durch solche Fälle nicht beeinträchtigt.

Chris Kramar ist Director & General Manager OEM DACH bei Dell Technologies.(Bild:  Dell Technologies)
Chris Kramar ist Director & General Manager OEM DACH bei Dell Technologies.
(Bild: Dell Technologies)

Chris Kramar, Director & General Manager OEM DACH bei Dell Technologies, erklärt: „Edge Intelligence ist ein zentrales Instrument der Energiewende, denn sie reagiert in Echtzeit auf lokale Schwankungen und gewährleistet dadurch einen stabilen und effizienten Netzbetrieb“, sagt „Unterstützt wird sie dabei von robusten und leistungsfähigen IT-Systemen vor Ort und zentralen Plattformen, die es erlauben, diese Systeme mit der nötigen Software zu versorgen und abzusichern.“

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