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IT-Sicherheit: Unternehmen wollen bis 2024 aufrüsten

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 3 min Lesedauer

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Vielen Unternehmen sind die betrieblichen Gefahren durch IT-Vorfälle bewusst. Sie planen Investitionen in Technik und Know-how und nähern sich auch Sicherheitsansätzen wie Zero Trust. Was technischen Entscheider aus Handel, Industrie oder Dienstleitung von Sicherheitslösungen erwarten, zeigt eine Umfrage von techconsult und Sophos.

(Quelle:  U. J. Alexander-Adobe Stock)
(Quelle: U. J. Alexander-Adobe Stock)

Mehr als die Hälfte aller Befragten (52 Prozent) hatten in den letzten zwölf Monaten unter einem (26 Prozent) oder mehreren Sicherheitsangriffen auf ihr Unternehmen zu leiden. Phishing (42 Prozent) und Ransomware (36 Prozent) belegen dabei die ersten Plätze. Bronze (31 Prozent) erhält der Angriffstyp „Insider Bedrohung“, Untertyp „fahrlässig“ (es gibt auch „kriminell“, aber dieser macht nur 15 Prozent aus). Darunter fallen salopp gesagt Schusseligkeit sowie Unwissen von Mitarbeiter:innen, externen Dienstleister:innen, Partnerunternehmer:innen oder Ex-Kolleginnen und -Kollegen. 

Diese drei Probleme sehen die Befragten für die nächsten Jahre auch als Sicherheitsbedrohungen für ihre Branchen: Phishing (51 Prozent), fahrlässige Insider Bedrohung (34 Prozent) und Ransomware (28 Prozent). 32 Prozent der Befragten beklagte Störungen und Ausfälle im Geschäftsablauf. 26 Prozent erlitten finanzielle Einbußen ebenso wie den Verlust sensibler Daten.

Immerhin setzen viele Unternehmen das Thema IT-Sicherheit auf Vorstandsebene an (43 Prozent) und haben eine abgestimmte Sicherheits- und Netzwerkstrategie (42 Prozent). So verfügen 49 Prozent über Antiviren-Lösungen und Malware-Erkennung, 41 Prozent über eine Paketfilter-/Proxy-Firewall und 38 Prozent haben Datensicherungs-, Backup- sowie Wiederherstellungs-Lösungen in der Schublade.

Wie wollen sich die Unternehmen gegen zukünftige Gefahren wappnen?

Für mehr IT-Sicherheit im Unternehmen setzen 48 Prozent auf den Einsatz neuer Technologien. Aktuell verfügen nur 16 Prozent über einen ZTNA (Zero Trust Network Access). Aber 61 Prozent planen die Einführung einer Zero Trust-Architektur. Entweder innerhalb von 12 Monaten (26 Prozent), 24 Monaten (20 Prozent) oder langfristig (15 Prozent). Für nur sechs Prozent ist dieser Sicherheitsansatz kein Thema. Die Komplexität der Implementierung (36 Prozent), Know-how-Mangel im Unternehmen (33 Prozent), zu hohe Investitionskosten (26 Prozent), aber auch intransparente (jeweils 22 Prozent) und zu wenig erprobte Angebote der Anbieter stehen oder standen der Einführung von Zero Trust bisher jedoch entgegen.

IT-Sicherheit im Unternehmen: 87 Prozent wollen mehr ausgeben für Tools und Schulungen

Die sichere Anbindung und Vernetzung ihrer Filialen ist für 58 Prozent der Befragten eine Motivation, Zero Trust im Unternehmen stärker zu fördern. Auch mehr Datensicherheit und der Erhalt der Home-Office-Infrastruktur (beides 56 Prozent) würden Zero Trust ankurbeln. Schutz vor Insider-Bedrohungen (55 Prozent) könnte die zukünftigen Befürchtungen (siehe oben) abschwächen.

Zwei Drittel (60 Prozent) rechnen bei einer Zero-Trust-Architektur mit geringeren Sicherheitsvorfällen. Auch höhere Zugriffssicherheit auf Applikationen in der Cloud und verbesserte Netzwerksicherheit (beides 57 Prozent) versprechen sich die Unternehmen. Onboarding von Beschäftigten im Rahmen von New Work hat für mehr als jeden Zweiten einen sehr hohen Stellenwert (56 Prozent). Auch geringere Kosten und Komplexität sowie weniger Ausfallzeiten (beides 51 Prozent) sprechen für Zero Trust. 

Angesichts dieses attestierten Nutzens planen Unternehmen konkrete technische Maßnahmen in den nächsten Jahren. Darunter fallen die Verschlüsselung von Daten und Transportwegen (34 Prozent), Nutzerprofile und entsprechende Richtlinien (33 Prozent). 30 Prozent planen Data Loss Prevention und 23 Prozent die Einrichtung von VPN . Neben den technischen Lösungen beschäftigen sich die Unternehmen auch mit organisatorischen Maßnahmen innerhalb ihrer Zero Trust-Architektur. Dazu gehören Notfall- und Reaktionspläne (35 Prozent), Bedarfsanalysen und Zertifizierungen (je 32 Prozent). Netzwerk-Segmentierung (mit 17 Prozent vorletzter Platz) sowie Etablierung einer Risikoanalyse mit Risikomanagement (15 Prozent) wird offenbar nur wenig Bedeutung beigemessen.  Um das alles zu realisieren, planen 86 Prozent in den nächsten zwei Jahren eine Erhöhung ihres Sicherheitsbudgets. 36 Prozent der Befragten peilt ein Plus von elf bis 20 Prozent an.

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Zur Methodik der Umfrage: Im Rahmen eines Multi-Client-Projekts, an dem auch Sophos beteiligt war, wurden im Dezember 2021 204 Unternehmen befragt. Diese gehörten zu den Branchen Handel, IT, Logistik, Dienstleitung und Industrie. Neben Vorständen gaben insbesondere CIO, CSO und IT-Informationssicherheitsbeauftragte Auskunft.

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