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Multidimensionales Skalieren

Speichersysteme: Aufstieg der KI und die Realität der Infrastruktur

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MDS: neues Verständnis für skalierbare Speichersysteme

Multidimensionales Skalieren definiert die Skalierbarkeit der Speichersysteme neu. Es genügt nicht mehr, ausschließlich Kapazität und Durchsatz zu erhöhen. MDS verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Skalierung erfolgt entlang mehrerer, voneinander unabhängiger Achsen – darunter Applikationen, Rechenressourcen, Objektspeicher-Buckets, Metadatenverarbeitung, parallele Objektzugriffe, Gesamtdurchsatz sowie Managementfunktionen. Diese Architektur stellt sicher, dass Speichersysteme auch unter dynamischen, hochkomplexen KI-Workloads ihre Leistungsfähigkeit und Flexibilität behalten.

KI-Pipelines bestehen aus mehreren Phasen – vom initialen Training über Fine-Tuning und Validierung bis hin zur produktiven Inferenz. Jede dieser Phasen hat spezifische Anforderungen an Struktur, Zugriff und Integration der Speichersysteme. Besonders in Multi-Tenant-Umgebungen, wie sie bei Serviceprovidern für GPU- oder KI-Infrastrukturen auftreten, ist eine entkoppelte Skalierbarkeit unabdingbar. MDS ermöglicht es, Ressourcen selektiv und effizient zuzuweisen – ohne Überprovisionierung und ohne Performanceeinbußen. Ein zusätzlicher Vorteil besteht in der Entkopplung von Compute- und Speicherkomponenten. Diese Entkopplung erlaubt es, unabhängig voneinander zu skalieren, wodurch sowohl Kostenkontrolle als auch technologische Zukunftssicherheit gewährleistet werden.

Objekt-Storage als Fundament für MDS

Objektspeicher ist von Natur aus darauf ausgelegt, mit großen Mengen strukturierter und unstrukturierter Daten umzugehen – ein zentraler Vorteil bei KI-Workloads, die häufig auf eine Kombination aus Texten, Bildern, Videos, Sensordaten sowie Modellartefakten zugreifen. Im Gegensatz zu Datei- oder Blockspeicher bietet Objekt-Storage native Skalierbarkeit bis in den Exabyte-Bereich, optimierte Integration in Cloud-native Umgebungen sowie höchste Flexibilität im Datenhandling.

Durch seinen flachen Namensraum vereinfacht Objekt-Storage nicht nur die Datenorganisation, sondern ermöglicht auch eine effiziente horizontale Skalierung. Der API-basierte Zugriff – insbesondere über das S3-Protokoll – erlaubt nahtlose Integration in moderne ML- und DevOps-Frameworks. Gleichzeitig sorgt die offene Architektur für maximale Interoperabilität und schützt vor proprietären Abhängigkeiten.

Speichersysteme: Objekt-Storage als Enabler für MDS

Nur wenige Lösungen am Markt unterstützen echtes multidimensionales Skalieren. Moderne Objektspeicherlösungen, die MDS über bis zu zehn Dimensionen hinweg ermöglichen, bieten beispiellose Flexibilität. Sie erlauben horizontale Skalierung durch Hinzufügen von Nodes oder Storage-Kapazität – optimiert für unterschiedliche Workloads hinsichtlich Kostenstruktur, Performance-Profilen und Verfügbarkeitsanforderungen. Funktionen wie Replikation, Geo-Redundanz, automatischer Failover, sowie intelligente Latenz- und Durchsatzoptimierung sorgen für maximale Verfügbarkeit – ohne aufwändige Re-Architecture des Gesamtsystems. Speichersysteme passen sich der jeweiligen Anwendungssituation automatisch an.

MDS bietet praktische Vorteile für IT-Teams

Der Einsatz von MDS-Systemen reduziert manuelle Eingriffe durch ein hohes Maß an Automatisierung. Vereinheitlichte Zugriffsmethoden fördern die Interoperabilität und beseitigen Datensilos. Gleichzeitig ermöglichen die Systeme eine unterbrechungsfreie Skalierung: Forklift-Upgrades gehören der Vergangenheit an. Entwickler profitieren von einem Speicher-Backend ohne technische Limitierungen.

MDS verkürzt die Time-to-Production drastisch – vom Proof of Concept bis hin zur stabilen Produktivumgebung. Konsistente Data-Governance erleichtert die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Software-definierte Architekturen in Kombination mit Standard-Hardware führen zu einer signifikanten Reduktion der Total Cost of Ownership (TCO). Unternehmen, die heute in MDS investieren, schaffen eine skalierbare Basis für aktuelle und zukünftige Workloads – und fördern damit eine „AI-first“-Kultur, in der Daten und Modelle über Abteilungsgrenzen hinweg verfügbar sind.

Speichersysteme der nächsten Generation

Mit dem Siegeszug von Foundation Models und der Dezentralisierung von Inferenzprozessen bis hin zum Edge steigen auch die Anforderungen an Speichersysteme. GPU-as-a-Service, hybride Cloud-Topologien und standortübergreifende Datenarchitekturen verlangen nach flexiblen Storage-Infrastrukturen. Das Warten auf „ausgereifte“ KI-Märkte birgt strategische Risiken. Unternehmen, die bereits heute ihre Infrastruktur konsequent auf KI-Anforderungen ausrichten, sichern sich substanzielle Wettbewerbsvorteile in einem sich rasant wandelnden Marktumfeld.

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Multidimensionales Skalieren ist weit mehr als eine technische Designentscheidung – es handelt sich vielmehr um einen Enabler zum geschäftlichen Erfolg. Vorausschauende Unternehmen erkennen den infrastrukturellen Vorteil hinter KI und legen heute den Grundstein für die Innovationsführerschaft von morgen.

MDS – der stille Motor hinter der KI-Revolution

In einer Zeit, in der KI zunehmend über Marktdynamiken entscheidet, wird die technologische Infrastruktur zum kritischen Erfolgsfaktor. Multidimensionales Skalieren – umgesetzt durch moderne, objektbasierte Speichersysteme – bildet das Rückgrat zukunftsorientierter IT-Strategien. Es ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein essenzieller Baustein für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit im Zeitalter der KI.

SpeichersystemePaul Speciale
ist Chief Marketing Officer bei Scality, dem Softwareanbieter für Speichersysteme.

Bildquelle: Scality