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Experten-Talk HR-Tech: Wie sieht das Personalmanagement von morgen aus?

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HR-Tech: Sage und Workday

Oliver Rozic – Vice President Product Management bei Sage

HR-Tech, insbesondere der Einsatz von KI, verändert das Personalmanagement grundlegend. Er ermöglicht es HR-Abteilungen, ihr Versprechen einzulösen und einen deutlich stärkeren strategischen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten. Denn bislang binden repetitive, administrative Aufgaben einen Großteil der Ressourcen – oft zulasten strategischer Initiativen. Dazu zählen etwa das Sichten von Lebensläufen, die Erstellung standardisierter Dokumente oder die Beantwortung wiederkehrender Anfragen.

Zeitgewinn für strategische Aufgaben: Mit KI-gestützter HR-Tech verschiebt sich dieses Verhältnis spürbar. Intelligente Systeme übernehmen die Vorqualifizierung von Kandidaten, analysieren Lebensläufe in kurzer Zeit und identifizieren relevante Qualifikationen präzise. Chatbots und automatisierte Antwortsysteme beantworten Anfragen von Bewerbern und Mitarbeitenden rund um die Uhr – schnell, konsistent und zuverlässig. Das reduziert die Kommunikationslast für HR-Teams und verbessert zugleich die Candidate Experience. Vor allem aber gewinnt HR seine wertvollste Ressource zurück: Zeit für strategische Aufgaben wie Talententwicklung, Kulturgestaltung und die Unterstützung des Geschäftswachstums.

Oliver Rozic, Vice President Product Management bei Sage.(Bild:  Sage)
Oliver Rozic, Vice President Product Management bei Sage.
(Bild: Sage)

Gleichzeitig erfordert diese Entwicklung ein neues Verständnis von Verantwortung. Der Einsatz von KI in HR-Prozessen zwingt Unternehmen, sich intensiv mit Fragen der Ethik, Fairness und des Datenschutzes auseinanderzusetzen. HR-Verantwortliche müssen kritisch prüfen, auf welchen Daten Systeme basieren und ob ihre Ergebnisse nachvollziehbar und vertrauenswürdig sind.

Richtig eingesetzt macht KI die Personalabteilung zu einem strategischen Kernbereich des Unternehmens, denn sie gestaltet und entwickelt das wichtigste Kapital: die Menschen.

Markus Kammermeier – Lead Strategic Advisor bei Workday

HR-Tech wandelt die Perspektive auf Personalmanagement fundamental: HR wird von einer oft administrativen Funktion zum strategischen Partner für Transformation, Führung und Wachstum. KI unterstützt Entscheidungsprozesse, automatisiert wiederholende Tätigkeiten und unterstützt die Orientierung.

So können HR-Spezialisten viel stärker inhaltlich arbeiten. Echter Mehrwert entsteht da, wo Unternehmen dank entsprechender Lösungen die Fähigkeiten und Potenziale ihrer Mitarbeitenden besser erkennen und nutzen.

Markus Kammermeier, Lead Strategic Advisor bei Workday.(Bild:  Workday/Mirella Frangella)
Markus Kammermeier, Lead Strategic Advisor bei Workday.
(Bild: Workday/Mirella Frangella)

Skill Management für den Geschäftserfolg: Mit Blick auf Fachkräftemangel und demografischen Wandel reicht externe Rekrutierung nicht mehr. Oft wird unterschätzt, dass viele künftig benötigte Kompetenzen in den Organisationen bereits vorhanden sind. Entscheidend ist, sie sichtbar zu machen, gezielt weiterzuentwickeln und Mitarbeitenden neue Perspektiven innerhalb des Unternehmens zu eröffnen. Dabei unterstützt HR-Tech, indem sie Skills erfasst, verknüpft und zur zentralen Währung eines zukunftsfähigen Talentmanagements macht. Skill Management wird so zum Impulsgeber für alle HR-Kernprozesse und leistet einen entscheidenden Beitrag zum Geschäftserfolg.

Klar ist: Der Erfolg von HR-Tech ist keine reine Technologiefrage. Der Umgang mit sensiblen Personendaten braucht Transparenz, klare Governance und nachvollziehbare Entscheidungen. KI kann HR wirksamer und vorausschauender machen – wenn sie Menschen stärkt. Genau darin liegt der eigentliche Wandel: Personalmanagement wird datenbasierter, strategischer und zugleich menschlicher.

Experten-Talk – HR-Tech – PersonalmanagementKonstantin Pfliegl
ist leitender Redakteur für das e-commerce magazin und das DIGITAL BUSINESS MAGAZIN. Er verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung als Journalist für verschiedene Print- und Online-Medien.

Bildquelle: Foto Marquart, Tutzing

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