Der Aufbau einer modernen Cloud-Plattform ebnet Anbietern von Telekommunikationsdiensten den Weg zu mehr Agilität und Innovationen – und trägt damit letztendlich zum Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit bei. Welche Herausforderungen TK-Anbieter auf dem Weg in die Cloud meistern müssen.
(Bild: mahat/Adobe Stock)
Anbieter von Telekommunikationsdiensten stehen unter großem Transformationsdruck. Die Zeiten, in denen es genügte, grundlegende Konnektivitäts-Services anzubieten, sind vorbei. Ihre Kunden erwarten heute personalisierte digitale Dienstleistungen und innovative Lösungen, die auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind die TK-Anbieter gezwungen, auf neue Technologien zu setzen. Sie müssen die schwerfälligen Silos, die durch die klassischen proprietären Systeme entstanden sind, auflösen – und das geht am besten, indem sie als Basis eines offenen TK-Ökosystems eine ganzheitliche Multi-Cloud-Plattform schaffen. Solche Plattformen ermöglichen es ihnen, agil auf neue Anforderungen zu reagieren, schnell Innovationen zu entwickeln und diese flexibel zu skalieren. Der Weg in die Cloud hält für TK-Anbieter allerdings vier große Herausforderungen bereit.
Cloud-Plattform: Migration von Altanwendungen
Viele vorhandene Softwareapplikationen von Telekommunikationsanbietern sind nicht für einen Betrieb in der Cloud entwickelt worden. Deshalb müssen sie umgestaltet oder teilweise sogar ganz neu erstellt werden, bevor sie in die Cloud-Umgebung migriert werden können. Zudem müssen davor auch ihre Bereitstellungsmethoden und ihr Lifecycle-Management an die Cloud-Architektur angepasst werden.
Sicherheit von CNFs gewährleisten
Auf einer Cloud-Plattform kommen Cloud-native Netzwerkfunktionen (Cloud-native Network Functions, CNFs) zum Einsatz. Dabei handelt es sich um plattformunabhängige Software, die Funktionen oder Anwendungen übernimmt, welche klassischerweise von proprietären physischen Geräten ausgeführt wurden. Die Sicherheitseinstellungen dieser CNFs sind in ihren Standardkonfigurationen oft nicht ausreichend und müssen deshalb ergänzt werden, um privilegierte Zugriffe oder Zugriffe auf Clusterknotenebene zu schützen.
Cloud-Plattform: Bereitstellung und Orchestrierung automatisieren
Eine Telekommunikations-Cloud muss automatisiert bereitgestellt und orchestriert werden. Anders können TK-Anbieter die komplexe Integration der verschiedenen Systeme und die Einhaltung ihrer Governance-Richtlinien nicht bewerkstelligen. Sie benötigen robuste Frameworks für die Bereitstellung, Skalierung und das Management der Cloud-Ressourcen, um betriebliche Effizienz, Agilität und Innovationsfähigkeit zu gewährleisten.
Implementierung von DevOps und Lifecycle-Management für CNFs
Ebenso wichtig für betriebliche Effizienz und Innovationsfähigkeit, aber auch bedeutsam für die Service-Kontinuität, ist eine schnelle Bereitstellung neuer CNFs. Dazu können TK-Anbieter DevOps-Methoden einsetzen und ein entsprechendes Lifecycle-Management aufsetzen. Damit stellen sie sicher, dass neue Anwendungen nahtlos integriert sowie reibungslos aktualisiert werden können und die Zertifikate der CNF-Lieferanten streng getestet werden.
Dell Technologies empfiehlt TK-Anbietern für ihre Cloud-Transformation eine Top-Down-Strategie. Dabei wird zuerst ein ausgewähltes Netzwerksegment umfassend modernisiert und sein Betrieb automatisiert. Ein ganzheitlicher Ansatz stellt dabei von Anfang an sicher, dass Entscheidungen, die in frühen Phasen getroffen werden, dem langfristigen Erfolg dienen. Eine funktionsübergreifende Abstimmung mit allen relevanten Stakeholdern ist dafür entscheidend. So kann ein maßgeschneiderter Fahrplan für die Cloud-Transformation entstehen, der sowohl die Machbarkeit als auch die Finanzierung gewährleistet.
Chris Kramar ist Director und General Manager OEM Solutions DACH bei Dell Technologies.
(Bild: Dell Technologies)
Chris Kramar, Director und General Manager OEM Solutions DACH bei Dell Technologies, erklärt: „Ein kompetenter IT-Partner kann Anbieter von Telekommunikationsdiensten bei einem reibungslosen Übergang zu einer Telco-Cloud-Plattform tatkräftig unterstützen. Dazu sollte er einen kollaborativen Ansatz verfolgen und umfassendes Fachwissen für Telekommunikationsinfrastrukturen und Cloud-Transformation mitbringen. Dann kann er gemeinsam mit den TK-Anbietern maßgeschneiderte Lösungen für ihre individuellen Herausforderungen entwickeln.“
Stand: 16.12.2025
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