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Digitale Transformation Digital X 2026: So steht es um Deutschlands KI-Infrastruktur

Von Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Tim Höttges, CEO der Deutschen Telekom, hat auf der Digital X in Köln weitere Investitionen in die KI-Infrastruktur und den Ausbau der Industrial AI Cloud angekündigt. Der Bestsellerautor Yuval Noah Harari warnte bei dem Event vor einem Kontrollverlust durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Die diesjährige Digital X am Rheinauhafen in Köln stand unter dem Motto „Navigate What’s Next“.(Bild:  Deutsche Telekom)
Die diesjährige Digital X am Rheinauhafen in Köln stand unter dem Motto „Navigate What’s Next“.
(Bild: Deutsche Telekom)

Mehr als 6.000 Besucherinnen und Besucher haben den Kölner Rheinauhafen am 8. September in ein Zukunftslabor für Digitalisierung und künstliche Intelligenz verwandelt. Gäste aus Politik, Gesellschaft, Tech- und Digitalwirtschaft erlebten die diesjährige Digital X mit einer Vielzahl von Debatten, Innovationen und Begegnungen. Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, warnte vor einer „Skepsisblase“ bei künstlicher Intelligenz. Hendrik Wüst, Ministerpräsident von NRW, rief dazu auf: „Kopf hoch Deutschland, bange machen gilt nicht.“ Und Bundeskanzlerin a. D. Angela Merkel machte Mut, die Chancen von KI für Medizin, Bildung und den Alltag zu nutzen.

Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, warnt vor einer „Skepsisblase“ bei künstlicher Intelligenz. (Bild:  Deutsche Telekom/Robert Dieth)
Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, warnt vor einer „Skepsisblase“ bei künstlicher Intelligenz.
(Bild: Deutsche Telekom/Robert Dieth)

Für Klaus Werner, Schirmherr der Digital X und Geschäftsführer Telekom Deutschland, hat die Veranstaltung sämtliche Erwartungen übertroffen: „Mehr als 6.000 Menschen, volle Bühnen, intensive Gespräche und eine großartige Energie im gesamten Rheinauhafen – das ist ein beeindruckender Erfolg. Besonders freut mich, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Inspiration und konkreten Ideen nach Hause gehen und schon heute beginnen, KI und Digitalisierung für sich zu nutzen. Genau daran messen wir den Erfolg der Digital X.“

Harari warnt bei Digital X vor Kontrollverlust durch KI

Der Historiker und Bestsellerautor Yuval Noah Harari hat vor den weitreichenden Folgen der rasanten Entwicklung künstlicher Intelligenz gewarnt. KI sei nicht länger nur ein Werkzeug, sondern entwickle sich zu einem eigenständigen Akteur, sagte Harari am Dienstagabend auf der Digital X in Köln. „Millionen von KIs und Millionen von KI-Bürokraten werden zunehmend Entscheidungen über unser Leben treffen“, so Harari bei seinem Vortrag.

330-Milliarden-Chance braucht digitale Souveränität

Hendrik Wüst, Ministerpräsident von NRW, betont: „300 Milliarden Euro neue Brutto-Wertschöpfung in einem Land, das jetzt im siebten Jahr kein Wachstum hat. Wenn das keine Zukunftsverheißung ist. Wenn das nicht eine Chance ist, dann weiß ich nicht.“ (Bild:  Deutsche Telekom)
Hendrik Wüst, Ministerpräsident von NRW, betont: „300 Milliarden Euro neue Brutto-Wertschöpfung in einem Land, das jetzt im siebten Jahr kein Wachstum hat. Wenn das keine Zukunftsverheißung ist. Wenn das nicht eine Chance ist, dann weiß ich nicht.“
(Bild: Deutsche Telekom)

Bis zu 330 Milliarden Euro zusätzliche Bruttowertschöpfung könnte generative KI laut dem Institut der deutschen Wirtschaft für Deutschlands Industrie erschließen. Auf der Digital X wurde deutlich: Damit Europa dieses Potenzial nutzt, benötigen Unternehmen und Organisationen Kontrolle über Daten, Prozesse und Technologien. „Digitale Souveränität heißt nicht Deutschtum, sondern: Kontrolle über Daten, Prozesse und die Nutzung von Technologien. Das müssen wir wieder in die Hand bekommen“, erklärt Tim Höttges.

Digital X: Die Zeit zum Reagieren auf Cyberangriffe schrumpft

Cyberangriffe werden automatisierter, geopolitische Konflikte längst auch digital ausgetragen. Künstliche Intelligenz erleichtert nach Einschätzung von Sicherheitsexperten Cyberangriffe auf Unternehmen erheblich. Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, MdEP, brachte es auf der Digital X auf den Punkt: „Bei aller Begeisterung über KI hilft es, die eigene Intelligenz zu bemühen. Deswegen ist es wichtig, Cybersicherheit ernst zu nehmen. Denn auch auf dieser Ebene wird versucht, unsere Gesellschaft auseinanderzutreiben.“

KI-Agenten: iPhone-Moment binnen drei Jahren

KI verlässt den Bildschirm, handelt selbstständig und wandert in die Netze. Rodrigo Diehl, Vorstand der Telekom, prognostizierte auf der Digital X: „Wir werden in den nächsten drei Jahren einen iPhone-Moment erleben, der die nächsten 20 Jahre definieren wird.“ Deutschlands Chance liege in eigenen Daten, Prozesswissen und Kundenverständnis. Der große KI-Hebel entstehe erst, wenn aus einzelnen Tools automatisierte Abläufe und völlig neue Geschäftsmodelle werden.

Telekom verkündet auf Digital X den Ausbau der KI-Cloud in München

Ferri Abolhassan, CEO T-Systems, erklärt: „Unsere KI-Fabrik ist Ausgangspunkt für viele Themen, mit denen wir Deutschland zurück ins Rennen um die Industrie 4.0 bringen wollen.“(Bild:  Deutsche Telekom)
Ferri Abolhassan, CEO T-Systems, erklärt: „Unsere KI-Fabrik ist Ausgangspunkt für viele Themen, mit denen wir Deutschland zurück ins Rennen um die Industrie 4.0 bringen wollen.“
(Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom wird ihre Industrial AI Cloud in München weiter ausbauen. „Es gibt richtig Nachfrage. Deswegen bauen wir natürlich jetzt weiter“, erklärte T-Digital-Chef Maximilian Ahrens in Köln. Darüber hinaus sollen die verschiedenen Cloud-Angebote der Deutschen Telekom künftig noch stärker auf die Anforderungen mittelständischer Unternehmen zugeschnitten werden.

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