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Bitkom-Prognose Cyberabwehr auf Rekordkurs: IT-Sicherheit kostet 2027 erstmals mehr als 15 Milliarden Euro

Von Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Cyberangriffe verursachen Milliardenverluste – und Deutschlands Unternehmen rüsten auf: Die Ausgaben für IT-Sicherheit sollen 2027 erstmals die Marke von 15 Milliarden Euro knacken. Ein neuer Rekord.

(Bild:  Ultimate Studio/stock.adobe.com)
(Bild: Ultimate Studio/stock.adobe.com)

Deutschlands Unternehmen investieren kräftig in ihre digitale Verteidigung: Für das laufende Jahr werden Ausgaben für IT-Sicherheit von 14,3 Milliarden Euro erwartet – 11,7 Prozent mehr als 2025. Und 2027 soll der Markt nochmals um 10,7 Prozent wachsen und mit 15,8 Milliarden Euro erstmals die Marke von 15 Milliarden überschreiten.

Die Prognose veröffentlichte der Digitalverband Bitkom auf Grundlage von Berechnungen des Marktforschungsunternehmens IDC. Der Hintergrund ist laut Bitkom die wachsende Bedrohung durch Cyberangriffe. Sie verursachen einen erheblichen Teil der Schäden, die Datendiebstahl, Spionage und Sabotage der deutschen Wirtschaft zufügen: Laut der Bitkom-Studie „Wirtschaftsschutz 2026“ beläuft sich der jährliche Gesamtschaden auf mindestens 211 Milliarden Euro, 76 Prozent davon entfallen auf Cyberangriffe.

„Wer in IT-Sicherheit investiert, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch Kundinnen und Kunden, Lieferketten und die Infrastruktur, von der wir alle abhängen“, so Susanne Dehmel aus der Bitkom-Geschäftsleitung.

Software macht mehr als die Hälfte des Marktes aus

Den größten Posten bilden Sicherheits-Programme: 2026 sollen Unternehmen dafür 7,8 Milliarden Euro ausgeben, ein Plus von 14,5 Prozent. Damit entfallen laut IDC 55 Prozent des Marktes auf Software – etwa für den Schutz von Endgeräten und Cloud-Umgebungen, Identitäts- und Zugriffsmanagement sowie Angriffserkennung.

Für Sicherheitsdienstleistungen wie Beratung, Integration und Managed Security Services werden voraussichtlich 5,3 Milliarden Euro ausgegeben. Das entspricht einem Zuwachs von 7,3 Prozent. Hardware, darunter Firewalls und weitere Spezialgeräte, kommt auf 1,2 Milliarden Euro. Mit einem Plus von 14,6 Prozent verzeichnet dieser Bereich 2026 den stärksten Zuwachs im Jahresvergleich.

Auch 2027 dürfte Software der wichtigste Wachstumstreiber bleiben: Bitkom erwartet Ausgaben von 8,9 Milliarden Euro, 14,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ausgaben für Dienstleistungen sollen auf 5,7 Milliarden Euro steigen. Bei Hardware wird nach dem starken Beschaffungsjahr 2026 dagegen ein Rückgang um 4,2 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro erwartet.

Anteil am IT-Budget bleibt bei 18 Prozent

Trotz steigender Gesamtausgaben wächst der Anteil der IT-Sicherheit an den IT-Budgets nicht: Unternehmen investieren im Schnitt weiterhin 18 Prozent ihrer IT-Ausgaben in Sicherheitsmaßnahmen. Das liegt unter dem vom Bitkom und Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfohlenen Richtwert von 20 Prozent.

Zusätzlichen Schub für die Nachfrage könnten neue Vorgaben bringen. Mit dem Cyber Resilience Act und der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie steigen die Anforderungen an Unternehmen. Dehmel sieht darin zugleich eine Chance für Anbieter aus Deutschland und Europa: Gefragt seien leistungsfähige und vertrauenswürdige Sicherheitslösungen.

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