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Digitalisierung Digitaler Reifegrad: Neue Hürden bremsen die Transformation in DACH

Von Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Unternehmen im DACH-Raum treiben die Digitalisierung weiter voran. Gleichzeitig werden fehlende Systemvernetzung und steigende Anforderungen an Sicherheit und Compliance zunehmend zum Bremsfaktor für Innovation, zeigt der aktuelle Index zum digitalen Reifegrad von Hyland.

(Bild:  © WrightStudio/stock.adobe.com)
(Bild: © WrightStudio/stock.adobe.com)

Viele Unternehmen in der DACH-Region haben in den vergangenen Jahren konsequent in Cloud-Technologien, Automatisierung, Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz investiert. Die Ergebnisse der aktuellen Studie „Digital Maturity Index 2026“ von Hyland zeigen, dass der Reifegrad der digitalen Transformation zwar weiter voranschreitet, gleichzeitig jedoch eine neue Herausforderung in den Vordergrund rückt: Die Hürde liegt zunehmend nicht primär in der Einführung neuer Technologien, sondern darin, Informationen, Prozesse und Systeme miteinander zu verbinden. 

Besonders deutlich wird dies in Deutschland. Viele Unternehmen kämpfen weiterhin mit historisch gewachsenen IT-Landschaften, isolierten Informationsbeständen und komplexen Anforderungen an Governance, Datenschutz und Compliance. Dadurch bleiben Digitalisierungsvorhaben häufig aufwendiger als geplant, und die Einführung neuer Technologien verlangsamt sich. 

Digitaler Reifegrad: Investitionen in KI, Cloud und Automatisierung

Im europäischen Vergleich bewerten DACH-Unternehmen die Herausforderungen der digitalen Transformation kritischer.(Bild:  Hyland)
Im europäischen Vergleich bewerten DACH-Unternehmen die Herausforderungen der digitalen Transformation kritischer.
(Bild: Hyland)

Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass Unternehmen die Herausforderungen der digitalen Transformation heute differenzierter betrachten als noch vor wenigen Jahren. Während Investitionen in KI, Cloud und Automatisierung weiter zunehmen, rücken Themen wie Informationsmanagement, Systemintegration und kontrollierter Datenzugriff stärker in den Fokus. Gerade im regulierten europäischen Umfeld wird damit die Fähigkeit, Informationen sicher und konsistent über verschiedene Systeme hinweg bereitzustellen, zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für zukünftige Innovationen. Die Ergebnisse der Unternehmen in Dach im Überblick:

  • Digitaler Reifegrad: 74 von 100 Punkten (Europa: 69) 
  • Reifegrad KI und Automatisierung: 75 Punkte (Europa: 71)
  • Reifegrad Cloud-Services: 76 Punkte (Europa: 74)
  • Reifegrad Cybersicherheit: 81 Punkte (Europa: 76)
  • 64 Prozent der deutschen Unternehmen sehen unzureichend vernetzte Systeme als Innovationshemmnis (Europa: 50 Prozent)
  • 75 Prozent der deutschen Unternehmen geben an, dass Sicherheits- und Compliance-Anforderungen die Einführung neuer Technologien verlangsamen.

Systemübergreifende Bereitstellung von Informationen

Vergleich der Reifegrade in wichtigen Technologien in den Jahren 2025 und 2026.(Bild:  Hyland)
Vergleich der Reifegrade in wichtigen Technologien in den Jahren 2025 und 2026.
(Bild: Hyland)

„Viele Unternehmen haben die ersten großen Schritte ihrer digitalen Transformation bereits erfolgreich umgesetzt. Jetzt beginnt die Phase, in der sich entscheidet, ob Innovationen tatsächlich skalieren können. Dafür reicht es nicht aus, neue Technologien einzuführen. Informationen müssen systemübergreifend verfügbar, vertrauenswürdig und kontrollierbar sein. Nur auf dieser Grundlage lassen sich KI, Automatisierung und moderne Geschäftsprozesse nachhaltig erfolgreich einsetzen“, erklärt Arsalan Minhas, AVP Sales Engineering, EMEA & APAC bei Hyland.

Roadmap zur digitalen Transformation

Modernisierung der Legacy-Systeme: Moderne Technologien erzeugen neue Daten schneller, als bestehende Content-Infrastrukturen sie verwalten können. Dadurch entstehen Datensilos, die genau die Tools ausbremsen, die sie unterstützen sollen. Die Modernisierung veralteter Systemlandschaften muss zurPriorität werden. Andernfalls drohen stärkere Fragmentierung, Compliance-Risiken und weniger verlässliche KI-Ergebnisse.

Wechsel die Cloud: Der Umstieg auf Cloud Computing kann zunächst herausfordernd erscheinen, doch die Vorteile sind unbestreitbar. Die Migration in die Cloud ermöglicht es Unternehmen, sich stärker auf Innovation zu konzentrieren. Sie schafft auch die Grundlage dafür, künftige Technologien zuverlässig zu unterstützen.

Wachsam bleiben: Die Fortschritte beim Cybersicherheits-Reifegrad sind vielversprechend. Angesichts der aktuellen Bedrohungslage bleibt jedoch noch viel zu tun. Angreifer haben Zugriff auf dieselben innovativenTechnologien, weshalb Cyberangriffe immer ausgefeilter werden. Unternehmen müssen ihre Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich überprüfen und proaktiv weiterentwickeln, um Sicherheitsverletzungen zu verhindern.

Förderung der Unternehmenskultur: Technologie spielt eine wichtige Rolle, aber sie ist nur ein Teil der digitalen Transformation. Da Unternehmen Komplexität und Qualifikationslücken häufig als Hürden für innovativere Lösungen nennen, ist die Investition in Mitarbeiter ein ebenso wichtiger Bestandteil der digitalen Transformation. Eine Unternehmenskultur, die Mitarbeiter befähigt und gezielt weiterentwickelt, beschleunigt Innovationen.

Aufbau von Partnerschaften: Die digitale Transformation ist komplex, und kein Unternehmen kann in allen Bereichen Experte sein. Durch die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Partnern können Unternehmen auf externes Know-how zugreifen, um wirkungsvolle Lösungen zu entwickeln.

Zur Methodik der Studie: Für den „European Digital Maturity Index 2026“ beauftragte Hyland eine Benchmark-Umfrage von rund 3.000 IT-Entscheidungsträgern in Europa. Die Befragten bewerteten den Reifegrad ihrer Infrastruktur anhand definierter Kriterien. Auf dieser Grundlage ermittelte Hyland den digitalen Reifegrad der einzelnen Regionen.
Hyland bietet mit der Content Innovation Cloud umfassende Enterprise Intelligence durch Lösungen, mit der Unternehmen handlungsrelevante Erkenntnisse erschließen und Automatisierung vorantreiben können.

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