Wie auch andere Wirtschaftszweige befindet sich die Maschinenbau-Branche derzeit im Wandel. Ziel ist es, sich gegen Wirtschaftskrisen und Rezession zu wappnen. Hierbei wird auf Digitalisierung und technische Innovationen als Schlüssel zum Erfolg gesetzt. Beides gehört – neben Industrie 4.0 oder Cloud-on-Demand-Engineering – zu den wichtigsten Schlagwörtern unserer Zeit. Sie bieten Vorteile für den Maschinenbau in Deutschland wie in Europa.
Gerade die Cloudifizierung bringt Leistungs- und Produktivitätssteigerungen mit sich, denn sie erleichtert Hochleistungs-Rechenprozesse, senkt Kosten und macht Verfahren hochgradig anpassbar. Diese Entwicklung ist eng verbunden mit der generellen Digitalisierung, die ebenso zügig voranschreitet. Unternehmen digitalisieren immer mehr Funktionen entlang ihrer Wertschöpfungskette. Dadurch werden auch die Produktportfolios erweitert: Neue innovative Dienstleistungen, die sich auf Daten stützen, werden angeboten.
Umsatzpotenzial kann besser ausgeschöpft werden
Durch die Industrie 4.0 müssen Unternehmen viel mehr Daten als bisher verarbeiten. Sie binden sie aus externen Quellen ein, die sich aus neu entstandenen Kooperationsmodellen ergeben. Und damit können sie letztendlich ihr Umsatzpotenzial besser ausschöpfen. Das kann allerdings wiederum nur dann funktionieren, wenn die gesamte Wertschöpfungskette im Fokus steht und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Unternehmen und Partnern reibungslos funktioniert. Hierfür sind strategische Allianzen und funktionsübergreifende Tools mittlerweile essentiell. Diese enge Kooperation führt aber nicht nur zum Erfolg, sondern lässt auch neue Arbeitsplätze entstehen, weil ergänzende Dienstleistungen und Technologien notwendig werden. Zum anderen müssen vernetzte Software-Lösungen konzipiert werden, um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen.
Digitalisierung: Cloud-on-Demand-Engineering auf dem Vormarsch
Eine Schlüsselposition nimmt dabei Cloud-on-Demand-Engineering ein. Darunter versteht man cloudbasierte Maschinenbau-Dienstleistungen wie CAD- oder CAE-Software (CAD = Computer Aided Design, CAE = Computer Aided Engineering). Solche Software-Lösungen waren bisher meist lokal installiert – diese Umstellung hin zu cloudbasierten Tools revolutioniert die Ingenieurbüros.
Essentiell dabei sind einmal mehr Daten. Denn sie halten die verschiedenen Komponenten zusammen. Die gesamte Industrie 4.0 stützt sich fast ausschließlich auf Daten. Denn Daten zu erheben, verarbeiten und analysieren ist für den Maschinenbau äußerst wichtig. Anhand dieser Daten und deren Analyse können Unternehmen ihre Prozesse optimieren. Und: Die Datenerhebung erfolgt über die gesamte Wertschöpfungskette – Marktchancen lassen sich also rascher ausfindig machen. Doch all das geht nur, wenn die Datenübertragung global und in Echtzeit erfolgen kann. Nur so können Betriebe große Datenmengen ohne Probleme generieren, verarbeiten und Konsequenzen ziehen.
Um solch große Datenmengen sinnvoll zu verarbeiten, ist Schnelligkeit gefragt. Darüber hinaus ist Datensicherheit ein wichtiges Thema. Spezielle Schutz-Programme und die richtige Hardware sind also Pflicht. Generell sind mittlerweile enorme IT-Ressourcen notwendig, um all das zu gewährleisten.
Die Folge: Die Effizienz erhöht sich und es ergeben sich viele neue Chancen. Aber auch das Arbeits-Setting selbst verändert sich durch die Digitalisierung und Vernetzung. Schon heute kommunizieren Maschinen und Roboter miteinander – und das automatisiert und datenbasiert. Menschen werden dann dafür eingesetzt, die Daten zu analysieren und zu bearbeiten.
Das Problem der Auslastung – Beispiel Verpackungsindustrie
Es gibt Herausforderungen, die dank der gegenwärtigen Entwicklung nun gelöst werden können, wie das folgende Beispiel aus der Verpackungsindustrie veranschaulicht: Viele Molkereien füllen ihre Produkte selbst ab. Die Verpackungsindustrie hat dafür Maschinen entwickelt, die im Bereich der Fast-Moving-Consumer-Goods überall mit den gleichen Verpackungen arbeiten – zum Beispiel mit Joghurtbechern. Diese unterscheiden sich nur im Aufdruck. In den meisten Molkereien sind die Verpackungsmaschinen nicht voll ausgelastet. Denn die produzierte Menge ist von weiteren Faktoren abhängig, wie dem Abverkauf oder der Menge an gelieferten Rohstoffen.
Die Folge: Die Molkereien können diese Anlagen mit der eigenen Produktion nicht optimal nutzen und es entstehen vielfach Kosten. In anderen Molkereien kann es wiederum zu Engpässen kommen, weil die produzierte Menge zu groß ist für die eigene Verpackungsanlage. Reduzieren diese Unternehmen dann die Produktionsmenge, so entstehen ihnen ebenfalls Kosten. Sie können ihr Umsatzpotenzial nicht voll ausnutzen.
Hierbei können digitale Plattformen mit einem intelligenten und vernetzten Verpackungssystem Abhilfe schaffen. Milchproduzenten können so ihre nicht genutzten Kapazitäten vermarkten und diese anderen Molkereien anbieten. Das ist über digitale Handelsplattformen schon heute möglich. Entsprechend ausgerüstete und vernetzte Maschinen tragen also in Summe dazu bei, dass die Unternehmen durch die Digitalisierung ihre Kapazitäten besser nutzen und ihr Umsatzpotenzial ausschöpfen können.
Stand: 16.12.2025
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