Ziel der neu gegründeten Initiative Mission KI ist es, vergleichbare Marktbedingungen durch gemeinsame Prüfkriterien und -verfahren herzustellen. Hierfür hat die Initiative, der unter anderem CertifAI, Fraunhofer IAIS, PwC Deutschland, TÜV AI Lab und VDE angehören, ein freiwilliges Gütesiegel für künstliche Intelligenz entwickelt.
Bei der Vorstellung der Initiative Mission KI (v.l.n.r.): Peyman Khodabakhsh, Leiter bei Mission KI, Bundesminister Dr. Volker Wissing und Hendrik Reese, Partner bei PwC Deutschland.
(Quelle: Dirk Michael Deckbar)
Innovation fördern und das Vertrauen in künstliche Intelligenz (KI) stärken: Auf dem Weg hin zu einem flächendeckenden, verantwortungsvollen Einsatz von KI-Anwendungen setzt die Nationale Initiative zur KI-basierten Transformation in die Datenökonomie (NITD) auf eine besondere Zusammenarbeit. Bundesminister Volker Wissing kündigte auf der KI-Konferenz „Fueling European Innovation with AI“ in Mainz die Gründung der Initiative Mission KI an. Die Angebotspartnerschaft aus Anbietern im Bereich KI-Prüfung und -Zertifizierung wird Qualitäts- und Prüfstandards für künstliche Intelligenz entwickeln und erproben. Und darauf aufbauend ein freiwilliges KI-Gütesiegel etablieren.
„Ich möchte die Entwicklung von künstlicher Intelligenz in Deutschland stärken. Dafür brauchen wir in Europa eine vernünftige KI-Regulierung: Innovationsoffenheit statt Technologieverbote und Standards, die international anschlussfähig sind. Parallel dazu müssen wir auch in unserem Land bessere Rahmenbedingungen für digitale Innovationen schaffen. Dazu wollen wir mit dem Projekt Mission KI beitragen, indem wir die Entwicklung von qualitätsvollen KI-Produkten unterstützen. AI made in Germany kann ein internationaler Wettbewerbsvorteil werden, wenn wir es unseren heimischen KI-Unternehmen erleichtern, hochwertige, sichere und leistungsstarke Anwendungen für künstliche Intelligenz auf den Markt zu bringen“, erklärt Volker Wissing.
Volker Wissing ist Bundesminister für Digitales und Verkehr.
(Jesco Denzel)
Manfred Rauhmeier, Geschäftsführer der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, ergänzt: „Mission KI tritt an, Voraussetzungen und Wachstumschancen für ein KI-Ökosystem des Vertrauens und der Exzellenz in Deutschland und Europa zu schaffen. Das Ergebnis muss nutzbar, verhältnismäßig und anpassungsfähig sein. Führend zu sein (auch in der Regulierung) bedeutet, Chancen zu ermöglichen, Risiken einzugehen, zu lernen und sofort anzupassen. Es gilt also, ein faires Gleichgewicht zwischen Innovation und Regulierung zu finden. Dafür bringen wir mit dem AI Quality & Testing Hub, CertifAI, Fraunhofer IAIS, PwC Deutschland, dem TÜV AI Lab sowie dem VDE, die besten Partner zusammen. Gemeinsam bringen sie ihre umfassende Expertise ein.“
Standards als Antwort auf Sicherheitsfragen
Der große Innovationsschub für KI-basierte Anwendungen und Services trifft aktuell noch auf die Frage, wie sicher, nachhaltig und inklusiv KI-Systeme sind. Diese Lücke will Mission KI schließen. Hendrik Reese, Partner für Responsible AI und Projektverantwortlicher bei PwC Deutschland, erläutert: „Mit anspruchsvollen Qualitäts- und Prüfstandards setzen wir uns für einen bewussten Umgang mit KI ein. Zugleich sorgen wir für faire und vergleichbare Marktbedingungen und verkürzen im besten Falle die Time-to-Market für digitale Innovationen. So fördern wir den Wirtschafts- und Digitalstandort Deutschland.“
Die Mission KI bündelt die Kompetenzen aus Wissenschaft, Beratung, Normierung sowie Prüfung. Sie verstärkt damit auch den dringend erforderlichen Austausch zwischen den einzelnen Fachbereichen. „Wir freuen uns sehr hier mit CertifAI als eines der ersten europäischen Unternehmen für Künstliche-Intelligenz-Testing und Zertifizierung, unsere technische und regulatorische Expertise sowie unsere Praxiserfahrung einzubringen, um das Vertrauen in den Einsatz von KI-Systemen weiterhin maßgeblich zu fördern“, sagt Robert Kilian, CEO der CertifAI GmbH. Der Anbieter testet und zertifiziert KI-Systeme, um den globalen Marktzugang von Unternehmen zu gewährleisten. Zudem will CertifAI Sicherheitsrisiken minimieren und das Vertrauen der Verbraucher in KI-Anwendungen gewinnen.
Manfred Rauhmeier ist Geschäftsführer der acatech.
(acatech)
Hendrik Reese ist Partner bei PwC Deutschland.
(PwC)
Robert Kilian ist CEO der CertifAI.
(CertifAI)
Das geplante freiwillige KI-Gütesiegel soll zudem eine weitere Unsicherheit auflösen: Während Hochrisiko-KI-Anwendungen durch den EU AI Act sehr konkret reguliert werden, besteht für Nicht-Risiko-Anwendungen bislang nur eine Transparenzpflicht. Das Siegel kann auch hier die Sicherheit für private wie industrielle Anwender erhöhen sowie Mindestanforderungen und Marktstandards etablieren. (sg)
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.