Das Metaversum ist in aller Munde. Aber wie viel steckt in dem Hype wirklich? Wie eine neue Studie von Endava zeigt, stufen 65 Prozent der deutschen Entscheider die Technologie als relevant für ihr Unternehmen ein. Dennoch stellt sich hier die Frage: Investieren oder nicht investieren?
(Quelle: athitat - Adobe Stock)
Ist das Metaversum ein echter technologischer Fortschritt oder nur ein Hype? Diese Frage lässt sich mit Blick auf das Metaverse wohl erst in einigen Jahren abschließend beantworten. Für Unternehmen macht das die Entscheidung, ob sie in neue virtuelle Welten und Erfahrungen investieren sollen oder nicht, oft schwierig. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten müssen Ausgaben gut durchdacht sein und sich rentieren. Genau das ist bei den Technologien, die dem Metaversum zugrunde liegen, der Fall, erläutert Gastautor Thomas Bedenk von Endava.
Metaversum als Teil der fortschreitenden Digitalisierung
So ganz mag sich manchen Verbrauchern und Unternehmen noch nicht erschließen, welchen Mehrwert das Metaversum ihnen bringen soll. Schließlich bietet uns die wirkliche Welt – auch durch die fortschreitende Digitalisierung – doch alles, was wir brauchen. Im Job helfen Kollaborations- und Videokonferenztools dabei, unabhängig von Standorten zusammenzuarbeiten, Einkäufe lassen sich mit wenigen Klicks in Apps erledigen. Zudem sind Treffen mit Freunden in echt sowieso viel schöner.
Zudem sollte man meinen, dass andere Baustellen – sei es der Fachkräftemangel, Klimawandel oder auch die Digitalisierung der Verwaltung, des Gesundheitswesens oder der Schulen – derzeit eine höhere Priorität haben (sollten). Zur Skepsis trägt außerdem sicherlich bei, dass das Unternehmen Meta, vormals Facebook, das Konzept bekannt gemacht hat und massiv vorantreibt.
Was spricht für das Metaversum?
Tatsächlich scheinen sich mehr Unternehmen bereits mit dem Metaversum zu beschäftigen, als man vielleicht vermuten würde. So konnten alle Unternehmensentscheider aus Deutschland, die für den Emerging-Technologies-Report von Endava befragt wurden, etwas mit dem Begriff anfangen. Darüber hinaus stuften 65 Prozent der Teilnehmer das Metaverse als relevant oder sogar sehr relevant für ihr Unternehmen ein. Lediglich für jedes zehnte Unternehmen spielt das Metaversum aktuell gar keine Rolle. Diejenigen, die ihm eine hohe Relevanz zuschreiben, wollen dadurch vor allem folgende Ziele erreichen: Die Zuverlässigkeit ihrer IT-Systeme erhöhen (24 Prozent), mehr Kunden gewinnen (19 Prozent) und ihr Endprodukt verbessern (19 Prozent)
Die letzten beiden Merkmale zeigen, dass Unternehmen aktuell das Potenzial des Metaverse weniger in der Verbesserung der internen Zusammenarbeit sehen. Sondern sich vielmehr auf neue Lösungen für Kunden konzentrieren wollen. Doch wenn sie anfangen, das Metaverse – einschließlich der zugrundeliegenden Technologien wie Augmented und Virtual Reality, KI und Cloud – ganzheitlich zu begreifen und zu nutzen, können sie in vielen Bereichen profitieren. Schließlich beschreibt das Metaverse eine Zukunftsvision, in der das Internet immersiver, kollaborativer und dreidimensional wird. Entscheidend sollte es also sein, zu identifizieren, in welchen Unternehmensbereichen diese grundsätzliche Tendenz die größten Chancen, aber auch die wahrscheinlichsten Veränderungen mit sich bringt.
Vorteile für Kunden und Unternehmen
Dafür müssen die Verantwortlichen zunächst verstehen, wie sich der Medienkonsum in den kommenden Jahren verändern wird. Und welche Folgen dieser Wandel für ihre Tools, Produkte und Services mit sich bringen wird. Darauf aufbauend können sie eine Strategie entwickeln, die diese Veränderungen berücksichtigt und potenzielle Metaverse-Projekte in verschiedenen Abteilungen identifizieren. Solche Projekte können einen direkten Bezug zum Metaversum haben oder aber dessen Grundlagentechnologien betreffen und so auch zur strategischen Entwicklung beitragen. Zwar muss nicht unbedingt die Finanzabteilung künftig im Metaversum an Tabellenkalkulationen arbeiten, aber für Meetings oder gerade auch Trainings und Schulungen bietet es sich durchaus an, zumindest einen Teil als virtuelle Erfahrung zu gestalten.
Sind echtzeitfähige 3D-Daten im Unternehmen vorhanden?
Wichtig ist es dabei, flexibel zu bleiben. Denn gerade bei einer sich im Aufbau befindlichen Technologie wie dem Metaversum können sich nahezu täglich neue Entwicklungen ergeben. Um auch in Zukunft flexibel agieren zu können, ist es entscheidend, sich mit diesen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Ein erster Schritt könnte zum Beispiel sein, zu prüfen, inwiefern echtzeitfähige 3D-Daten im Unternehmen bereits vorhanden sind, oder wie ein abteilungsübergreifender Wissens- und Datenaustausch funktionieren kann. Diese Veränderungen stellen einen kontinuierlichen Prozess dar und keine einmalige Transformation. Wer nicht stur an seinem Plan festhält, sondern agil reagiert und seine Lösungen iterativ anpasst, wird bessere Erlebnisse schaffen – ob für Kunden oder Mitarbeiter – und kontinuierlich neue Potenziale entdecken. Dabei sollten sich Unternehmen nicht auf rein virtuelle Projekte versteifen. Augmented Reality bietet etwa die Möglichkeit, die virtuelle und reale Welt eng miteinander zu verknüpfen.
Stand: 16.12.2025
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Apropos Mitarbeiter: Diese werden für den Erfolg von Metaverum-Projekten entscheidend sein. Sie werden diese nicht nur umsetzen oder den Kunden verkaufen – und da hilft es, wenn das Team selbst vom Ziel überzeugt ist –, sondern auch selbst nutzen. Dementsprechend müssen die Unternehmensverantwortlichen auch Wege finden, das Team von dieser Reise zu überzeugen, und es möglichst frühzeitig einbinden.
(Thomas Bedenk ist Vice President Extended Reality bei Endava. (Bild: Endava))
Über den Autor: Thomas Bedenk ist Vice President Extended Reality bei Endava. Das Unternehmen bietet eine Kombination von Produkt- und Technologiestrategien, intelligenter User Experience und Engineering, damit dessen Kunden noch attraktiver, reaktionsfähiger und effizienter zu werden.