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SAP-Betriebsmodelle

Application Management Services: Unterschätzt, aber unverzichtbar

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Liefermodelle für Application Management Services

Hier zeigt die Studie ein differenziertes Bild, was die Botschaft für IT ist. Es gibt kein universell richtiges Modell, sondern ein Spektrum:

LiefermodellZustimmungWann sinnvoll?
Shared-Service-Teams (standardisiert)34 ProzentCloud-Strategien mit vorgegebenen Update-Zyklen, Skalierungsbedarf
24x7-Support33 ProzentSAP als geschäftskritische Always-on-Plattform, internationale Rollouts
Dedizierte Serviceteams (kundenspezifisch)27 ProzentRegulierte Branchen, spezialisierte Geschäftsmodelle
Rein lokale Leistungserbringung15 ProzentDatensouveränität oder kurze Entscheidungswege als Priorität
Shoring-Modell12 ProzentKostenoptimierung bei standardisierbaren Prozessen
Gefragt sind Dienstleister, die Kunden über den Betrieb hinaus bei der Weiterentwicklung ihrer Systemlandschaft proaktiv beraten – mit Fokus auf Zukunftsfähigkeit, Innovation und strategischen Roadmaps.

Ulrich Kreitz

SAP AMS als strategischer Baustein – nicht als Standardlösung

So entsteht das entscheidende Prinzip für moderne IT-Betriebsmodelle: AMS übernehmen die Aufgaben, für die sie am stärksten sind: 24/7-Verfügbarkeit, hybride Landschaftssteuerung, kontinuierliche Optimierung, Security-Governance. Sie fügen sich dabei in ein Gesamtmodell ein, das interne Teams, DevOps-Ansätze und spezialisierte Services einschließt.

Typische Vorbehalte gegenüber AMS bleiben real und sollten beim Setup mitgedacht werden: Abhängigkeit vom Anbieter, möglicher Kontrollverlust, der Aufwand der Umstellung und die Frage, welches Wissen intern bleiben muss, um strategisch steuerungsfähig zu bleiben. Moderne AMS-Modelle adressieren genau diese Punkte durch klare SLAs, definierte Governance-Strukturen und transparentes Reporting, wobei Ansatz und Tiefe je nach Anbieter deutlich variieren.

 IT-Dienstleister im SAP-Umfeld verfolgen dafür unterschiedliche Konzepte: Manche setzen auf globale Skalierung mit standardisierten Prozessen, andere auf lokale Nähe mit dedizierten Teams, wieder andere auf modulare Pakete, die sich eng am SAP-Produktstandard orientieren. NTT Data Business Solutions beispielsweise kombiniert proaktiven Applikationssupport, SAP Release Management und einen dedizierten Service Delivery Manager in einem End-to-end-Paket zu einem festen monatlichen Preis. Dass dieses Modell in der Praxis trägt, zeigt Mann+Hummel: Das Unternehmen rollte SAP S/4HANA Cloud in 24 Ländern innerhalb von sechs Monaten mithilfe von NTT Data Business Solutions aus.

Drei Fragen, die CIOs stellen sollten

Kein IT-Setup ist dauerhaft optimal. Die Umfrage liefert den Rahmen, um das eigene Modell kritisch zu überprüfen. Drei Leitfragen helfen dabei:

1. Stabilität: Welche Teile der SAP-Landschaft erfordern 24/7-Verfügbarkeit und wer gewährleistet diese heute zuverlässig?

2. Governance: Wie genau sind SLAs, Verantwortlichkeiten und Reporting gegenüber einem AMS-Partner definiert und reichen sie für hybride Architekturen aus?

3. Weiterentwicklung: Liefert der aktuelle Betriebspartner proaktive Impulse für neue Releases, KI-Use Cases und Innovationen oder beschränkt er sich auf Ticketbearbeitung?

Gefragt sind bei Application Management Services Verlässlichkeit, Governance-Kompetenz und partnerschaftliche Verantwortung – über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Application Management ServicesUlrich Kreitz 
verantwortet seit April 2022 als Teil der Geschäftsleitung den Bereich Managed Services der Business Unit Deutschland bei NTT Data Business Solutions. Bei der Weiterentwicklung des Bereichs legt er den Schwerpunkt auf Themen wie KI, Liefermodelle und Cloud-Technologien. 

Bildquelle: NTT Data Business Solutions

Was sind SAP Application Management Services?

SAP Application Management Services (AMS) umfassen Dienstleistungen für Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung von SAP-Anwendungen. Sie entlasten interne IT-Ressourcen und sichern Stabilität, Sicherheit und Verfügbarkeit der Systeme. Der Leistungsumfang reicht von Applikationssupport und Change-Management bis zur Betreuung hybrider und cloudbasierter SAP-Landschaften.

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