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SAP-Betriebsmodelle Application Management Services: Unterschätzt, aber unverzichtbar

Ein Gastbeitrag von Ulrich Kreitz 4 min Lesedauer

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Nur acht Prozent der IT-Entscheider wollen künftig auf Application Management Services im SAP-Betrieb (SAP AMS) verzichten. Warum das klassische Modell trotzdem neu gedacht werden muss und wie das gelingen kann.

SAP Application Management Services entlasten interne IT-Ressourcen und sichern die Verfügbarkeit der Systeme.(Bild:  NTT Data Business Solutions)
SAP Application Management Services entlasten interne IT-Ressourcen und sichern die Verfügbarkeit der Systeme.
(Bild: NTT Data Business Solutions)

IT-Abteilungen balancieren auf einem schmalen Grat: S/4HANA-Migrationen laufen, Cloud-Rollouts kommen hinzu, KI-Use Cases stehen in der Planung und gleichzeitig muss der laufende SAP-Betrieb stabil bleiben. In dieser Gleichzeitigkeit entscheidet sich, welche Aufgaben intern zu lösen sind und welche besser ein externer Partner übernimmt. Entweder alles im Rahmen von AMS auszulagern oder alles intern zu behalten war lange die Antwort, die viele für eindeutig hielten.

Dieser Ansatz greift heute zu kurz. Die Trendumfrage 2026 von SAP, bei der mehr als 200 Unternehmen aller Größen zu ihren aktuellen und künftigen SAP-Betriebsmodellen befragt wurden, liefert dafür eine klare Datengrundlage. Sie zeigt: Application Management Services bleiben gesetzt. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen planen AMS fest in ihre SAP-Strategie ein – aber mit grundlegend veränderten Erwartungen.

Warum Application Management Services auch im Cloud-Zeitalter relevant bleiben

Lediglich acht Prozent der Befragten geben an, künftig auf SAP AMS verzichten zu wollen. Das ist ein deutliches Signal, aber kein Freifahrtschein für das klassische Betriebsmodell. Denn parallel dazu verschieben sich die Anforderungen massiv.

Hybride SAP-Architekturen sind der Normalfall, nicht die Ausnahme. Laut Trendumfrage fürchten 43 Prozent der Befragten Kontrollverluste durch die Cloud, 35 Prozent nennen Datenschutz- und Compliance-Bedenken als Grund, On-Premise-Systeme zu behalten, und 33 Prozent schreckt der technische und organisatorische Aufwand einer vollständigen Migration ab. Solange diese hybride Realität anhält, bleibt der Bedarf an AMS, die genau diese Spannungsfelder professionell managen, hoch.

Was von einem Partner für Application Management Services erwartet wird

Die Erwartungen haben sich verschoben: weg vom reaktiven Ticket-Abarbeiten, hin zu echter Mitverantwortung. Rund die Hälfte der Befragten haben folgende Erwartungen:

  • Nachhaltige Absicherung von SAP-Security und Compliance
  • Transparente Service-Level-Agreements und planbare Kosten
  • Wunsch nach spürbarer Entlastung ihrer internen IT-Ressourcen
  • Kontinuierliche Betreuung und Optimierung als Standard moderner AMS
  • Unterstützung beim Management hybrider Landschaften

„AMS sind die Co-Piloten für eine sichere und erfolgreiche Reise in die Zukunft. Sie entlasten interne Ressourcen und sichern Stabilität, sodass die Systeme trotz Turbulenzen ruhig und sicher laufen“, erklärt Yvonne Kern, Teamleitung Vertrieb Managed Services bei NTT Data Business Solutions. Auf dieser Grundlage verändert sich auch die Auswahl der Anbieter: Branchenexpertise und Prozess-Know-how nennen 64 Prozent als wichtigstes Kriterium. Persönliche Ansprechpartner und lokale Präsenz folgen mit 51 Prozent: Ein klares Signal, dass Unternehmen bei der AMS-Wahl auf Nähe und inhaltliche Tiefe setzen, nicht auf globale Skalierung um jeden Preis.

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