Mit der Übernahme von Radar Cyber Security will Materna den Markt für Cybersecurity im DACH-Raum erschließen. Radar bietet Unternehmen und MSPs den Aufbau eines Security Operations Center (SOC) an.
(Quelle: Daniel Auer/Materna)
Die Materna-Gruppe setzt ihre Strategie „Mission 2025“ weiter fort und verstärkt sich im Bereich Cybersecurity. Mit Wirkung zum 23. September 2022 hat das österreichische Unternehmen Radar Cyber Security vollständig übernommen. Mit dem Kauf des in Wien ansässigen Anbieters komplettiert Materna das Lösungsportfolio im Bereich Cybersecurity und erweitert nachhaltig seine Kapazitäten und Lieferfähigkeit in diesem wichtigen Marktsegment. Gemeinsam mit Radar will Materna zu einem der führenden Cybersecurity-Anbieter im DACH-Raum aufsteigen.
Radar bietet auf Basis einer Cybersecurity-Plattform den Aufbau eines Security Operations Center (SOC) für Unternehmen und Managed Security Service Provider (MSSP) an und erbringt selbst seit mehr als zehn Jahren sehr erfolgreich ein SOC as a Service „Made in Europe“. Damit agiert Radar als Ende-zu-Ende-Anbieter sowohl für die Ausstattung von SOCs als auch für die Erbringung von SOC Services. Materna wird die SOC-Plattform von Radar weiterentwickeln und damit das eigene Cybersecurity-Portfolio komplettieren. Radar beschäftigt derzeit rund 110 Mitarbeitende und wurde 2011 gegründet.
Weiterentwickung des Portfolios für Cybersecurity
Mit Dr. Christian Polster bleibt einer der Gründer von Radar Cyber Security an Bord und übernimmt gemeinsam mit Eugenio Carlon die Geschäftsführung des Unternehmens. Eugenio Carlon leitet bislang bei Materna den Bereich Cybersecurity. Dr. Christian Polster verantwortete bisher als Chief Portfolio Officer die Weiterentwicklung des Portfolios. Auch Gründer Sebastian Michels bleibt im Unternehmen in verantwortlicher Position.
„Mit dem Zukauf stärken wir unsere Lieferfähigkeit in einem langfristigen Wachstumsmarkt, komplettieren unser Portfolio und werden zum End-to-End-Anbieter für Cybersecurity Services und Beratung. Gleichzeitig erweitern wir für diese Angebote unseren Auftritt im DACH-Raum. Radar passt zudem sehr gut in unsere Strategie, Beratung und Services zunehmend auch mit eigenen Software-Assets anzubieten, mit denen wir uns differenzieren. Ebenso ist es unser Ziel, den Umsatzanteil der Managed Security Services deutlich zu steigern“, erläutert Martin Wibbe, CEO der Materna-Gruppe.
(Martin Wibbe ist CEO von Information & Communications SE. (Bild: www.henning-photographie.de / Materna))
Positionierung als Ende-zu-Ende-Anbieter von SOC
„Im Bereich Cybersecurity sind wir bereits heute ein Komplettanbieter und ganzheitlicher Experte für kritische Geschäftsmodelle und Infrastrukturen mit einer 360-Grad-Betrachtung. Mit der Zusammenführung beider Portfolios bauen wir unsere Position als Ende-zu-Ende-Anbieter in Bezug auf das Thema SOC weiter aus. Damit können wir unseren Kunden alle Leistungen aus einer Hand liefern, die sie für die Etablierung einer Cyber-Resilience-Strategie benötigen. Nämlich Beratung, Analyse, Lösungen und Services“, erläutert Eugenio Carlon von Materna.
„Wir freuen uns, ein Teil der erfolgreichen Materna-Gruppe zu sein und unseren Weg als SOC-Technologie-Entwickler und Anbieter von Managed Security Services weiter intensiv fortzusetzen. Das sich sehr homogen ergänzende Produktportfolio der beiden Unternehmen ist für den Cyber Security Markt sehr attraktiv und eröffnet ganz neue Chancen. Gemeinsam werden wir zu einem führenden Ende-zu-Ende-Security-Anbieter im DACH-Raum“, sagt Dr. Christian Polster von Radar Cyber Security.
(Bei der Vertragsunterzeichnung: Eugenio Carlon (Materna), Uwe Scariot (Materna, Vorstand Cross Market Services) und Dr. Christian Polster (Radar) bei der Vertragsunterzeichnung in Wien (v. l. n. r.). Bild: Daniel Auer/Materna)
Bedrohungen für Cybersecurity nehmen zuz
Weltweit nehmen Cyber-Bedrohungen zu und Cyber-Angriffe werden immer komplexer. Entsprechend hoch sind der Bedarf und die Nachfrage nach Lösungen für Cybersecurity und dem Ausbau einer starken Cyber Resilience. Darüber hinaus steigt auch der Bedarf nach Experten für Cybersecurity weiter stark an. Diese Situation erfordert branchenübergreifend den Einsatz eines SOC, einer IT-Sicherheitsleitstelle für die schnelle Erkennung, Analyse und Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen.
Verschiedene Regularien fordern ausdrücklich die Einrichtung eines SOC bzw. die Nutzung von SOC Services. Darunter sind das IT-Sicherheitsgesetz, die Mindeststandards an Protokollierung des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), die Versicherungsaufsichtlichen und Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), kurz VAIT und BAIT, das UNECE World Forum for Harmonization of Vehicle Regulations und weitere IT-Sicherheitsanforderungen des regulierten Marktes. Entsprechend wird auch die Nachfrage nach Managed Security Services (SOC as a Service) in Deutschland überproportional zunehmen.
Stand: 16.12.2025
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Schnittstelle zwischen Service-Management und SOC bedienen
Ein wichtiger Hebel für das Erkennen von Cyber-Angriffen ist die Integration eines SOC und die daraus erkannten Vorfälle (Incidents) in das Service-Management. „Die Kombination des Lösungsangebots aus Cybersecurity und Service-Management ist ein Alleinstellungsmerkmal der Firmen Radar und Materna. Materna gehört seit Jahrzehnten zu den führenden Anbietern von Beratung, Lösungen und Technologien für das Service-Management“, erklärt Uwe Scariot, verantwortlich im Vorstand für Enterprise Service Management und das marktübergreifende Angebot von Materna (Cross Market Services).
Die unternehmensübergreifende Bearbeitung von Incidents wird vor allem im Security Bereich immer wichtiger und auch von den Regulativen gefordert. Die schnelle und präzise nachvollziehbare Analyse, Reaktion und Behebung von Security Incidents zwischen (externen) Security Spezialisten, Unternehmensvertretern und IT-Providern ist essenziell für eine Reduzierung des Risikos. Die Verbindung aus Service-Management-Lösungen und SOCs bringt hier eine zentrale Vereinfachung. Und auch die Möglichkeit hin zur Etablierung einer zentralen Security Orchestration & Automated Response (SOAR)-Lösung für diesen Bereich des Case Managements inklusive aller notwendigen KPIs und Reports. (sg)