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KI-Strategie Datenqualität im KI-Einsatz entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit

Von Stefan Girschner 4 min Lesedauer

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Laut einer Umfrage von Workiva gibt jede vierte Führungskraft an, dass KI-Fehler externe Zielgruppen oder Vorstände erreicht haben. Obwohl 84 Prozent der Befragten den Ergebnissen der KI ohne menschliche Überprüfung vertrauen, glauben nur elf Prozent, dass ihre Datenqualität für den KI-Einsatz ausreichend ist.

(Bild:  © Hamid/stock.adobe.com – generiert mit KI)
(Bild: © Hamid/stock.adobe.com – generiert mit KI)

Darum Geht'S

Vertrauenslücke mit Risiko: 84 Prozent der von Workiva befragten Führungskräfte vertrauen KI-Ergebnissen ohne menschliche Prüfung, aber nur elf Prozent bewerten ihre Datenqualität als KI-tauglich.
 
Fehler sind bereits extern sichtbar: 26 Prozent der Befragten melden KI-Fehler, die Vorstände oder externe Zielgruppen erreicht haben – Reputations- und Haftungsrisiken steigen.
 
Wettbewerbsvorteil entsteht durch Governance: Eine skalierbare KI benötigt überprüfbare Daten, Audit-Trails, Systems of Record sowie spezialisierte Plattformen für Agenten und Automatisierung.

Workiva Inc. hat jetzt die Ergebnisse der „Midyear Executive Benchmark Survey 2026“ veröffentlicht. Demnach geben 84 Prozent der befragten Führungskräfte an, dass sie zumindest einigermaßen von der Genauigkeit der KI-Ergebnisse ohne menschliche Überprüfung überzeugt sind. 26 Prozent der Befragten berichten, dass bei internen Prüfungen KI-Fehler entdeckt wurden, die externe Zielgruppen oder Vorstandsmitglieder erreichten. Diese Daten deuten darauf hin, dass eine Diskrepanz zwischen den Überzeugungen der Führungskräfte und den tatsächlichen Fakten hinsichtlich der Datenqualität besteht. Da künstliche Intelligenz Unternehmen in beispiellosem Tempo umgestaltet, entsteht ein neues Risiko: Die Transformation könnte die Intuition der Führungskräfte, die mit ihrer Überwachung betraut sind, überholen.

KI-Einsatz erfordert Kontrolle der Datenqualität

Barbara Larson, Chief Financial Officer bei Workiva, kommentiert die Ergebnisse der Umfrage: „Vertrauen in KI ohne Kontrolle über die Datenqualität ist ein Risiko, keine Strategie. CFOs benötigen Plattformen, die KI mit vertrauenswürdigen, überprüfbaren Daten verknüpfen, damit sie jedes Ergebnis verifizieren und jede Offenlegung verteidigen können. Hier geht es um mehr als nur die Vermeidung von Fehlern. Führungskräfte können schneller handeln und KI tiefer in ihre Betriebsabläufe integrieren, wenn sie den Ergebnissen ihrer Systeme vertrauen. Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil.“

CFOs benötigen Plattformen, die KI mit vertrauenswürdigen, überprüfbaren Daten verknüpfen, damit sie jedes Ergebnis verifizieren und jede Offenlegung verteidigen können.

Barbara Larson, Workiva

Datenqualität gefährdet die Genauigkeit von KI

Führungskräfte sind sich weitgehend einig, dass eine schlechte Datenqualität den Einsatz von KI in ihren Unternehmen einschränkt. Dies deute darauf hin, dass KI in Unternehmen nur dann skaliert werden kann, wenn Vertrauen in die zugrunde liegenden Daten besteht und diese kontrolliert werden können. Institutionelle Anleger äußern ähnliche Bedenken hinsichtlich der Genauigkeit von KI-generierten Inhalten. Hier ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage:

  • 11 Prozent der Führungskräfte halten ihre Datenqualität für ausreichend für den Einsatz von KI.
  • 27 Prozent geben an, dass schlechte Datenqualität den Einsatz in wichtigen Arbeitsabläufen erheblich behindert hat.
  • 71 Prozent erklären, dass schlechte Datenqualität den Einsatz von KI in der Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung zumindest mäßig beeinträchtigt hat.
  • 89 Prozent der Investoren sind besorgt über die Genauigkeit der KI in internen Veröffentlichungen.

Im Laufe der Zeit können unzuverlässige oder nicht überprüfbare Daten die Glaubwürdigkeit gegenüber den Stakeholdern untergraben. Unternehmen, die sich nicht um die Datenqualität und die Bedenken der Investoren kümmern, laufen Gefahr, gegenüber proaktiveren Wettbewerbern an Boden zu verlieren.

KI-Einsatz erfordert unterstützende Infrastruktur

Für Mitarbeiter, die für die Finanzberichte verantwortlich sind, und für CFOs sind die Tools, die die KI-Ergebnisse steuern, ebenso entscheidend wie die KI selbst. Da die Agenten immer autonomer funktionieren, gehen Führungskräfte davon aus, dass der Bedarf an spezialisierter Infrastruktur steigen wird, und nennen dabei mehrere Prioritäten:

  • 49 Prozent geben an, dass sie weiterhin Systems of Record wie beispielsweise Hauptbücher benötigen werden.
  • 45 Prozent geben an, dass sie Software benötigen werden, die Rückverfolgbarkeit und Audits ermöglicht.
  • 55 Prozent geben an, dass sie Plattformen zur Verwaltung von Agenten und automatisierten Arbeitsabläufen benötigen werden.

„Allgemeine KI reicht für die Finanzberichterstattung nicht aus. Investoren, Aufsichtsbehörden und Vorstände erwarten Antworten, denen sie vertrauen können. Der eigentliche Vorteil liegt in spezialisierter KI, die auf kontrollierten, überprüfbaren Daten basiert und mit menschlichem Urteilsvermögen kombiniert wird. Dies gibt Unternehmen die Sicherheit, die Ergebnisse der KI zu überprüfen und hinter den daraus resultierenden Entscheidungen und Offenlegungen zu stehen“, erklärt Jason Darby, Finanzvorstand der Amalgamated Bank.

Zu Methodik der Umfrage: Für die „Midyear Executive Benchmark Survey 2026“ befragte Workiva 2.272 Fachleute aus den Bereichen Finanzen, Risiko und Nachhaltigkeit, darunter 847 C-Level-Führungskräfte, von Unternehmen in Nordamerika, Lateinamerika, Asien und Europa. Im Rahmen der Umfrage wurden außerdem 367 institutionelle Investoren von Unternehmen in Nordamerika und Großbritannien befragt. 
Workiva Inc. ist Anbieter eine Audit-ready-Plattform für Vertrauen, Transparenz und Accountability.

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