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Verhandlung mit Lieferanten

Einkauf: Sechs Best Practices für Verhandlungen mit KI

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Hebel 5 im Einkauf: Rechtsdokumente prüfen und Angebote vergleichen

Verträge und Angebote sind die unspektakulärsten, aber teuersten Felder im Einkauf. Ein übersehenes Auto-Renewal, eine Preisanpassungsklausel ohne Cap, eine Haftungsbegrenzung zu Gunsten des Anbieters – jeder dieser Punkte kann das Verhandlungsergebnis rückwirkend zunichtemachen.

KI prüft AGBs, Rahmenverträge und Lieferbedingungen in Sekunden statt Stunden. Sie identifiziert kritische Klauseln, vergleicht sie mit Marktstandards und schlägt Verhandlungspunkte vor: Auto-Renewal, Preisanpassungen, Haftungsausschlüsse, SLA. Keine Rechtsberatung – das bleibt Sache der Juristen – aber eine Vorprüfung, die der Einkauf für die kommerzielle Verhandlung benötigt.

Bei Angebotsvergleichen von Lieferanten leistet KI ähnliches. Mehrere Anbieter werden in eine vergleichbare Struktur überführt, Abweichungen sichtbar gemacht, versteckte Kostentreiber identifiziert. Wer drei Angebote nebeneinanderlegt und fragt, wo der günstigste Anbieter seine Marge versteckt, bekommt eine Antwort, die im Termin den Unterschied macht.

Hebel 6: Lieferantensuche jenseits der bekannten Anbieter

Wer in einem Markt nur zwei oder drei mögliche Lieferanten kennt, verhandelt strukturell schwach. Jede Verhandlungsstrategie ist nur so stark wie die beste Alternative. KI-gestützte Lieferantensuche verändert diese Ausgangslage – wenn sie über klassische Datenbank-Recherchen hinausgeht.

In einem konkreten Fall stand der Einkauf vor zwei etablierten Anbietern mit ähnlichen Konditionen, beide selbstbewusst in der Verhandlung. Ein strukturierte Lieferantensuche identifizierte in wenigen Tagen acht weitere, bisher unbekannte Anbieter mit passendem Profil. Aus einem De-facto-Duopol wurde ein kompetitives Umfeld.

Der methodische Hebel ist nicht die Datenmenge, sondern die Art, wie Profile angelegt, abgeglichen und priorisiert werden. Wer mit acht statt zwei Optionen am Tisch sitzt, verhandelt aus einer anderen Position.

KI-unterstützte Lieferantensuche

Ausgangslage: Etablierter Markt, nur zwei bis drei bekannte Anbieter, abgestimmt wirkende Konditionen. 

Vorgehen: Strukturierte Lieferantensuche auf Basis technischer und kommerzieller Anforderungen, ergänzt um Markt- und Branchensignale, die klassische Datenbank-Suchen übersehen. 

Ergebnis in einem Praxisfall: Aus zwei bekannten Lieferanten wurden acht zusätzliche, bisher unbekannte Optionen mit passendem Profil. 

Verhandlungseffekt: Aus monopol- oder duopolnaher Lage wird ein kompetitives Umfeld. Die beste Alternative (BATNA) – Machbalance – gegenüber den Lieferanten verbessert sich messbar.

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