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Frauen stärken Frauen Empowerment für Frauen: Strategien zur Stärkung von Karriere und Netzwerken

Ein Gastbeitrag von Barbara Liebermeister 4 min Lesedauer

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Die IT-Welt wird noch immer von Männern dominiert. Frauen sehen sich insbesondere in männerdominierten Branchen oft noch mit zahlreichen Karriere-Hindernissen konfrontiert. Empowerment hilft, die Hürden zu überwinden.

(Bild:  © Andrey Popov/stock.adobe.com)
(Bild: © Andrey Popov/stock.adobe.com)

DARUM GEHT'S

Empowerment: Erfahrene Expertinnen und Führungskräfte stärken andere Frauen, benennen Hürden, fördern Selbstvertrauen und öffnen Chancen – für mehr Sichtbarkeit, Aufstieg und Gleichstellung.

Mentoring: Gezielte Begleitung durch erfahrene Kolleginnen. Sie teilen Wissen, ordnen Rückschläge ein und öffnen Netzwerke – wechselseitiges Lernen für Mentees und Mentorinnen.

Digitalisierung: Online-Communities, virtuelles Mentoring und E-Learning vernetzen, machen Expertise sichtbar und beschleunigen Entwicklung – besonders in dezentralen, internationalen Umfeldern.

Unternehmenskultur: Frauen in Führung treiben Wandel via Diversity-Programmen, transparenten Prozessen, inklusiver Führung und männlichen Verbündeten – Gleichstellung als Businessfaktor.

In den zurückliegenden Jahren hat sich aus Frauensicht im Gros der Unternehmen vieles zum Positiven gewandelt. Dessen ungeachtet erleben Frauen es im Berufsleben noch oft, dass sie sich – insbesondere in männerdominierten Branchen und Berufen – stärker behaupten müssen als ihre männlichen Kollegen, um die gleiche Anerkennung zu erfahren und dieselben Aufstiegschancen zu haben.

Frauen, die es bereits geschafft haben und in ihren Unternehmen eine exponierte Position als Spezialistin oder Führungskraft innehaben, spielen beim Verändern dieser Situation eine zentrale Rolle, denn: Sie können andere Frauen bei ihrer Entwicklung unterstützen – fachlich, persönlich und strategisch.

Frauen, die in Unternehmen eine exponierte Position und folglich auch Einfluss haben, tragen – nicht selten unbewusst und teils auch ungewollt – eine doppelte Verantwortung, und zwar für den eigenen Erfolg und den anderer Frauen in ihrer Organisation.

Barbara Liebermeister leitet das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ)

Die Herausforderungen erkennen und benennen

Frauen sehen sich in der Arbeitswelt oft mit folgenden strukturellen und kulturellen Barrieren konfrontiert:

  • Unbewusste Vorurteile (Unconscious Bias): Frauen werden häufig als weniger durchsetzungsstark sowie risiko- und technikaffin wahrgenommen (selbst, wenn sie einen Abschluss an einer technischen Universität erworben haben). Das wirkt sich negativ auf ihre Gestaltungsmöglichkeiten, ihren Karriereverlauf und so weiter aus.
  • Fehlende Rollen-Vorbilder: In vielen Unternehmen fehlen Frauen in Top-Positionen, die zum Beispiel jüngeren Kolleginnen als Vorbilder dienen können und ihre Zuversicht stärken „Auch ich schaffe es, wenn …“.
  • Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben: In nicht wenigen Betrieben existieren zwar flexible Arbeitsmodelle und Work-Life-Balance-Konzepte auf dem Papier, ihre Wahrnehmung wird kulturell aber kaum unterstützt – insbesondere bei Personen, die in der Organisation Schlüsselpositionen innehaben.
  • Netzwerkstrukturen: Viele informelle Netzwerke im Business-Bereich sind weiterhin männlich geprägt. Frauen haben deshalb oft nur einen eingeschränkten Zugang zu wichtigen Kontakten und Informationen.

Diese Hürden sollten Frauen in exponierten Positionen offen ansprechen, um in ihrem Umfeld ein Bewusstsein hierfür zu schaffen – auch damit ihre Kolleginnen die negativen Folgen hiervon nicht als eine Konsequenz persönlicher Defizite erfahren. Dies ist der erste Schritt in Richtung Veränderung.

Mentoring – eine gezielte individuelle Unterstützung

Ein wirksames Instrument zum Empowern von Frauen ist das Mentoring – also die unterstützende Begleitung von nachrückenden Fach- und Führungskräften durch erfahrene (Kollegen und) Kolleginnen. Gute Mentorinnen

  • teilen Wissen und Erfahrungen: Sie geben Einblicke in Unternehmensstrukturen, Entscheidungsprozesse und mögliche Karrierepfade.
  • stärken das Selbstvertrauen: Gerade in herausfordernden Situationen hilft die Perspektive einer erfahrenen Mentorin oft, Rückschläge und Widerstände einzuordnen und sich neu zu fokussieren.
  • öffnen Türen: Mentorinnen können Kontakte vermitteln, Empfehlungen aussprechen und Netzwerke zugänglich machen.

Außerdem stimulieren Mentoring-Beziehungen oft wechselseitige Lernprozesse, von denen auch die Mentorinnen profitieren – unter anderem, weil sich ihnen neue Perspektiven eröffnen, die ihren Horizont erweitern.

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