Ein neuer Bericht von Nexthink hat die Trends bei der Nachhaltigkeit von IT untersucht: Hierzu zählen Hardware-Upgrade statt Austausch, Verbesserung der Start-up-Zeit und Mitarbeiterschulungen für eine umweltschonende IT-Nutzung.
(Quelle: cienpies - Adobe Stock)
Nexthink hat jetzt den neuen Bericht „E-Müll vermeiden: Nachhaltige Arbeitsplatz-IT in Zahlen“ veröffentlicht. Demnach lassen sich schlechte IT-Gewohnheiten ablegen und der Zustand von Endgeräten besser überprüfen. Dies kann die Umweltbelastungen reduzieren und zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen. Auch viele Kunden von Nexthink, Anbieter von Lösungen für Digital Employee Experience Management, haben sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige IT einzuführen und ihren ökologisch-digitalen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. So nutzten sie die Möglichkeit, auf Basis der Daten aus der Zusammenarbeit mit Nexthink ihre CO2-Emissionen zu senken. Außerdem wollen sie die Abfallprodukte in der gesamten Organisation reduzieren.
Der vorliegende Bericht konzentriert sich auf die Daten, die in den ersten Wochen einer Implementierung von 3,5 Millionen anonymisierten Geräten gesammelt wurden. Es wurde untersucht, wie IT-Führungskräfte in unterschiedlichen Ländern neben Kosten auch den ökologischen Fußabdruck reduzieren und gleichzeitig das IT-Erlebnis der Mitarbeiter verbessern können. Hierbei wurden drei wichtige Praktiken für nachhaltige IT untersucht.
1. Nachhaltige IT: Nicht automatisch jedes Gerät austauschen
Der Bericht macht auf die in Unternehmen weit verbreitete Gewohnheit aufmerksam, Hardware alle paar Jahre auszutauschen, unabhängig von ihrem Zustand. Die Untersuchung von Nexthink ergab, dass 20 Prozent dieser Geräte immer noch leistungsfähig sind und nicht ersetzt werden müssen. Und von den 80 Prozent, die eine niedrige Leistung aufwiesen, waren nur zwei Prozent nicht mehr zu retten – die restlichen 98 Prozent konnten durch ein einfaches RAM-Upgrade oder eine Optimierung der Boot-Geschwindigkeit für den weiteren Betrieb erhalten werden. Unternehmen, die diese kleinen Reparaturen durchführen, sparen Millionen und tragen weniger zum weltweiten Problem mit Elektronikschrott bei.
2. Prüfung und Verbesserung der Gerätestartzeiten
34 Prozent der für den Nexthink-Report 3,5 Millionen anonym geprüften Endgeräte benötigten länger als fünf Minuten zum Hochfahren. Schockierend ist, dass sie damit mehr als 450 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr verursachen – das entspricht rund 190.000 Litern Benzin. Diese Verschwendung kann vermieden werden, wenn der Zustand der Geräte der Mitarbeiter besser geprüft wird, Benutzergewohnheiten besser verstanden werden und ein proaktiver Ansatz für allgemeine IT-Probleme gewählt wird.
3. Mitarbeiterschulung für umweltfreundliche Computergewohnheiten
Mangelndes Verständnis für die digitalen Angewohnheiten der Mitarbeiter führt zu einem höheren Emissionsausstoß und einer verminderten Geschwindigkeit der Computer. Die Untersuchung ergab, dass Spiele, persönliche Kommunikation und Streaming-Apps auf den untersuchten 3,5 Millionen Endgeräten zusammengenommen 33 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr verursachen. Um das in Relation zu setzen: Es bräuchte 300 Bäume, um diese Emissionen ein ganzes Jahr lang zu absorbieren. Bezogen auf die Stichprobe dieses Berichts haben IT-Führungskräfte die Chance, mindestens 695 Kilogramm CO2-Emissionen ihrer Unternehmen pro Woche zu reduzieren. Hierfür müssen sie ihre Mitarbeiter über bessere Computergewohnheiten aufklären und Anwendungen, die hohe Emissionen verursachen, abschaffen.
Nachhaltige IT: Arbeitsweise der Mitarbeiter verstehen
„Die Gestaltung eines nachhaltigeren Arbeitsumfelds hat für Unternehmen heute höchste Priorität. Aber während sich viele CSR-Initiativen auf die Reduzierung von Einwegplastik und die Beseitigung von Papierabfällen konzentrieren, übersehen sie den hohen Emissionsausstoß, den ihre IT-Hardware und digitalen Aktivitäten jeden Tag produzieren. IT-Führungskräfte haben die Verantwortung, die Auswirkungen des digitalen Fußabdrucks ihrer Mitarbeiter auf die Umwelt besser zu verstehen. Und so proaktiv digitale Probleme zu beheben, die zur Umweltbelastung beitragen“, erklärt erklärt Yassine Zaied, Chief Strategy Officer bei Nexthink.
„Einfache Maßnahmen, wie etwa sicherzustellen, dass Software auf dem neuesten Stand ist, Laptops auszuschalten, wenn sie nicht benutzt werden, nicht benötigte Anwendungen entfernt werden, können viel dazu beitragen, Emissionen zu reduzieren und Unternehmen Geld zu sparen. Obwohl die meisten Unternehmen diese Änderungen gerne vornehmen würden. Vielen fällt es schwer, dies ohne einen konkreten Ansatz effizient zu tun. CSR-Verbesserungen sind möglich, wenn Unternehmen in der Lage sind, die Arbeitsweise ihrer Mitarbeiter und die Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen, zu verstehen und entsprechend zu reagieren.“
Mehr darüber, wie sich die IT auf die Umwelt auswirkt und was IT-Führungskräfte für eine nachhaltige IT tun können, finden Sie in dem Bericht " E-Müll vermeiden: Nachhaltige Arbeitsplatz-IT in Zahlen“. Nexthink ist Softwareanbieter für das Management von Digital Employee Experience. Für die aktive Gestaltung zukunftsweisender Arbeitsumgebungen bietet Nexthink IT-Führungskräften einen Einblick in die IT-Erfahrung der Mitarbeiter auf Endgeräte-Ebene. Dadurch können IT-Teams von der reaktiven Problemlösung zu einem proaktiven IT-Service übergehen. (sg)
Stand: 16.12.2025
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