Immer mehr Unternehmen nutzen die Vorteile von Cloud-Computing – insbesondere Kosteneffizienz, Skalierbarkeit und Flexibilität. Ziel ist es, Prozesse zu rationalisieren, Daten zu sichern, die Wiederherstellung zu unterstützen, und vieles mehr. Doch was ist „die Cloud“ eigentlich und worin liegen eigentlich die entscheidenden Vorteile?
Die Public Cloud unter der Lupe: Laut Gartner werden bis zum Jahr 2025 rund 85 Prozent der Unternehmen eine „Cloud first“-Strategie verfolgen und ihre digitalen Prozesse nur mit echten Cloud-Technologien effizient umsetzen können. Der Begriff „Cloud“ ist jedoch eher abstrakt und setzt etwas Hintergrundwissen voraus. Die Cloud besteht im Wesentlichen aus einer Kombination aus Servern, Software, Anwendungen und Dienstangeboten, die nicht lokal auf den IT-Ressourcen des Unternehmens laufen. Die Anwender greifen über das Internet auf diese Cloud-Dienste zu.
Drei Arten der Cloud-Umgebung
Dabei sind im Wesentlichen drei Arten von Cloud-Umgebungen zu unterscheiden: Public Cloud, also öffentlich bereitgestellte Cloud-Services, ein lukrativer Markt, beherrscht von den großen Anbietern Microsoft Azure, Amazon Web Services (AWS) und Google Cloud. Private Cloud, also Cloud-ähnliche Services in unternehmenseigenen Umgebungen; und die Hybrid-Cloud als eine Mischung aus beiden Modellen. Zusätzlich ist von Multi-Cloud die Rede, die Nutzung von Diensten mehrerer Cloud-Provider.
Was ist eine Public Cloud?
In einer Public Cloud stellt der Betreiber Speicher- und Rechenressourcen auf Abruf zur Verfügung. Mehrere Cloud-Kunden teilen sich dabei Ressourcen wie Speicher und Rechenleistung, was kosteneffizient ist. Die Daten der einzelnen Unternehmen sind jedoch aus Gründen der Datensicherheit und des Datenschutzes vollständig voneinander isoliert. Die Kunden zahlen nur für das, was sie auch tatsächlich nutzen. Dadurch können Unternehmen die Ressourcen je nach aktuellem Bedarf aufstocken oder reduzieren. Eine Schlüsseltechnologie, die es Cloud-Anbietern ermöglicht, Dienste über das Internet bereitzustellen, besteht in der Virtualisierung der Daten. Diese macht die Vorteile der Cloud – wie höhere Geschwindigkeit, Skalierbarkeit, Fernzugriff und vieles mehr – noch besser nutzbar.
Verschiedene Arten von Cloud-Services
Cloud-Services beziehen sich auf Infrastruktur, Plattformen und Software, die Unternehmen je nach Bedarf über das Internet zur Verfügung gestellt werden. Es gibt drei Hauptarten von Cloud-Services: IaaS (Infrastructure as a Service), PaaS (Platform as a Service) und SaaS (Software as a Service).
IaaS: Bei IaaS stellt ein Drittanbieter von Cloud-Diensten Ressourcen wie Netzwerke, virtuelle private Server und Speicherplatz über das Internet bereit. Diese Dienste eignen sich für alle Arten von Unternehmen, je nach ihren Infrastrukturanforderungen. Zu den gängigen IaaS-Plattformen zählen beispielsweise DigitalOcean, Linode oder Apache CloudStack.
PaaS: PaaS basiert auf einem Cloud-Computing-Dienstmodell, bei dem ein Cloud-Anbieter Software- und Hardware-Tools wie zum Beispiel Compiler, Debugger und Quellcode-Editoren bereitstellt. Die Anwender können über das Internet auf diese Tools zugreifen. Entwickler nutzen dieses Cloud-Service-Modell meist zur Erstellung, Ausführung und Verwaltung ihrer Anwendungen. Einige Beispiele für PaaS-Cloud-Lösungen sind Heroku, OpenShift und DoubleCloud. DoubleCloud bietet zuverlässige und effiziente PaaS-Lösungen für den Aufbau verschiedener Analysen auf der Grundlage von verwalteten Datenbanken wie ClickHouse, Apache Kafka und anderen Datenquellen.
SaaS: SaaS ist das am häufigsten verwendete Servicemodell für Cloud-Computing. Bei SaaS stellt ein Cloud-Anbieter gebrauchsfertige cloudbasierte Anwendungen über das Internet bereit. Die Anwendung wird vom Provider gehostet, verwaltet und gewartet. Das bedeutet, dass der Serviceprovider auch für Software-Updates zuständig ist. Einige Beispiele für SaaS-Lösungen sind Salesforce, Dropbox und Cisco WebEx.
Vorteile der Public Cloud
Public Clouds bieten eine ganze Reihe von Vorteilen. Unternehmen müssen keine teure Hardware mehr kaufen und sich auch nicht mehr um Upgrades und Wartung der Hardware kümmern. Da mehrere Unternehmen die Ressourcen gemeinsam nutzen und Kunden nur für die tatsächlich verwendeten Ressourcen bezahlen müssen, ist die Public Cloud kosteneffizient.
Cloud-Provider stellen ihre Dienste über das Internet bereit, was bedeutet, dass Nutzer darauf von überall her mit jedem Gerät über einen Internetanschluss zugreifen können. Die Dienste sind skalierbar, so dass Unternehmen je nach Bedarf Speicherplatz und andere Ressourcen hinzufügen können, wenn das Geschäft wächst, oder auch wieder entfernen können, wenn der Bedarf geringer ist. Die Public Cloud erleichtert auch die Zusammenarbeit zwischen Teams und Unternehmen. Wenn ein Team von einem anderen Ort aus an einem Projekt mitarbeitet, kann das Unternehmen ihm Zugriff auf dieselben Dateien geben, so dass beide Gruppen in Echtzeit daran arbeiten können.
Anwendungsfälle der Public Cloud
Public Clouds sind für eine Vielzahl von Zwecken nutzbar, etwa in der Medienbranche, um OTT-Mediendienste (Over-the-Top) anzubieten. In ähnlicher Weise lassen sie sich für die Preis- und Bestandsverwaltung im Einzelhandel nutzen. Ebenso greifen Unternehmen inzwischen auch häufig für Datenanalysen auf die Public Cloud zurück. Hierbei geht es vor allem um die Untersuchung von Rohdaten, um weiter verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen. Sie sind für jedes Unternehmen unverzichtbar, um rechtzeitig neue Geschäftsmöglichkeiten zu erkennen, effektive Entscheidungen zu treffen und Kosten zu senken. Mit Cloud Analytics können Unternehmen Analysen auf Cloud-basierten Systemen durchführen, also auf effiziente Weise große Datenmengen handhaben. Darüber hinaus bieten Lösungen für Cloud Analytics eine einheitliche Sicht auf die Informationen von Unternehmen, indem sie Daten aus verschiedenen Quellen konsolidieren. Die Cloud wird auch weiterhin den Geschäftsalltag vieler Unternehmen bestimmen. Umso wichtiger ist es, über den abstrakten Allgemeinbegriff hinaus die einzelnen Cloud-Modelle zu verstehen. Die generelle Effizienz des Cloud-Ansatzes ist unbestritten, doch jedes Unternehmen muss das Beste für sich herausholen, ja nach Anwendungsfällen und Geschäftszielen.
Stand: 16.12.2025
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(Bild: DoubleCloud)
Der Autor Stefan Käser ist Solution Architect bei DoubleCloud.