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Resilienz trifft auf Rendite Wertschöpfung: Diese vier Strategien eröffnen neue Möglichkeiten

Von Stefan Girschner 4 min Lesedauer

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Volatile Märkte und steigender Kostendruck setzen Unternehmen derzeit wirtschaftlich zu. Wer in diesem Umfeld IT-Investitionen anstoßen will, muss sich zunehmend rechtfertigen. IT hilft aber nicht nur, Risiken zu reduzieren, sondern eröffnet auch neue Chancen bei der Wertschöpfung.

(Bild:  © Sandwish/stock.adobe.com)
(Bild: © Sandwish/stock.adobe.com)

Resilienz ist das Schlagwort der Stunde. Gemeint ist die Fähigkeit, trotz externer Widrigkeiten handlungsfähig zu bleiben, sich anzupassen und den Betrieb schnell zu stabilisieren. Doch in einer Welt permanenter Disruption reicht das allein nicht mehr aus. Gefragt ist eine weitergehende Fähigkeit – nämlich Unsicherheit in einen Impuls für Verbesserung und Innovation zu verwandeln. Antifragilität lautet der Fachbegriff dahinter. Antifragile Organisationen blühen in einem angespannten Umfeld auf und sehen in Risiken auch eine Chance zur Wertschöpfung in neuen Geschäftsfeldern.

Die IT-Infrastruktur ist dabei der zentrale Hebel. Sie liefert die Datenbasis, automatisiert Entscheidungen und vernetzt Prozesse über Silogrenzen hinweg. So entsteht ein digitales Nervensystem, das Risiken nicht nur sichtbar macht, sondern auch Handlungsoptionen ableitet. Folgende vier Technologiefelder sind dabei besonders relevant für eine zusätzliche der Wertschöpfung: Big Data Analytics, KI, Cloud-Architekturen und Cybersicherheit.

Fundierte Entscheidungen basieren auf Big Data Analytics

Daten gelten seit Jahren als strategische Ressource. Der entscheidende Unterschied liegt heute jedoch in ihrer Nutzung: Statt retrospektiver Berichte rücken Echtzeit-Analysen und kontinuierliche Überwachung in den Vordergrund. Moderne Datenplattformen integrieren strukturierte und unstrukturierte Informationen aus unterschiedlichsten Quellen – von ERP-Systemen über IoT-Sensoren bis hin zu externen Marktdaten. Auf dieser Basis entstehen digitale Abbildungen von Geschäftsprozessen, die eine durchgängige Transparenz ermöglichen.

Advanced-Analytics-Modelle fungieren dabei als Frühwarnsysteme. Sie erkennen Abweichungen in Lieferketten, identifizieren finanzielle Risiken oder machen Veränderungen im Kundenverhalten sichtbar. Entscheidungsprozesse werden dadurch nicht nur schneller, sondern auch belastbarer. Voraussetzung ist allerdings eine konsistente Datenstrategie: Datenqualität, Governance und Interoperabilität müssen sichergestellt sein. Nur so lässt sich vermeiden, dass fragmentierte  Informationssilos die Aussagekraft der Analysen einschränken.

KI wird zum Motor für zusätzliche Wertschöpfung

Der Einsatz von KI verschiebt sich zunehmend von reinen Auswertungen hin zu prädiktiven und präskriptiven Modellen. Moderne Systeme erkennen Muster in riesigen Datenmengen und leiten daraus konkrete Handlungsempfehlungen ab. Im operativen Geschäft bedeutet das: Nachfrageverläufe lassen sich granular prognostizieren, Preisentwicklungen simulieren und Produktionskapazitäten dynamisch anpassen.

KI-Agenten, die laut den Analysten von Gartner bis 2026 fast in 50 Prozent aller Geschäftsanwendungen integriert sein werden, übernehmen dabei zunehmend eigenständig Entscheidungen – etwa in der Disposition, im Bestandsmanagement oder in der Finanzplanung. Technisch basiert dies auf der Kombination aus Machine Learning, Echtzeit-Datenverarbeitung und skalierbaren Datenarchitekturen. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Technologie selbst, sondern die Einbettung der KI in Geschäftsprozesse. Erst wenn Modelle kontinuierlich mit aktuellen Daten versorgt, überwacht und nachtrainiert werden, entsteht ein belastbares System. Unternehmen gewinnen so die Fähigkeit, nicht nur auf Veränderungen zu reagieren, sondern Entwicklungen aktiv vorwegzunehmen.

Cloud-Infrastruktur als Basis für Agilität und Betriebsstabilität

Cloud Computing ist längst keine reine Infrastrukturentscheidung mehr, sondern eine Frage des Betriebsmodells. Verteilte, containerisierte Architekturen ermöglichen es, Anwendungen unabhängig voneinander zu betreiben, zu skalieren und bei Bedarf schnell anzupassen. Gerade in unsicheren Zeiten zahlt sich diese Flexibilität aus, denn neue Geschäftsanforderungen lassen sich kurzfristig abbilden. Gleichzeitig greifen Mechanismen für Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery. Automatisierte Failover-Prozesse, geografisch verteilte Rechenzentren und kontinuierliche Datensynchronisation sorgen dafür, dass selbst im Störfall kritische Systeme verfügbar bleiben. Ein wichtiges Thema ist zudem die Optimierung bestehender Cloud-Landschaften. Unternehmen sollten Plattformen konsolidieren, um die Komplexität zu reduzieren, und klare Governance-Strukturen etablieren. Ziel ist ein Gleichgewicht aus Kostenkontrolle, Performance und Sicherheit.

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Cybersicherheit als Voraussetzung für die Wertschöpfung

Mit der zunehmenden Digitalisierung steigt auch die Angriffsfläche für Bedrohungen. Sicherheitsvorfälle sind längst nicht mehr nur ein IT-Risiko, sondern haben unmittelbare Auswirkungen auf Umsatz, Reputation und regulatorische Compliance. Moderne Security-Architekturen setzen daher auf einen ganzheitlichen Ansatz. Zero-Trust-Modelle gehen davon aus, dass kein Nutzer und kein System per se vertrauenswürdig ist. Jede Anfrage wird kontextabhängig geprüft – basierend auf Identität, Gerät, Standort und Verhalten. Ergänzt wird dies durch kontinuierliches Monitoring, automatisierte Bedrohungserkennung und orchestrierte Reaktionsmechanismen. Technologisch spielen dabei Identitäts- und Zugriffsmanagement, Endpoint Detection sowie Security Information and Event Management eine zentrale Rolle. 

Gleichzeitig gewinnt die Fähigkeit zur schnellen Wiederherstellung an Bedeutung für die der Wertschöpfung: getestete Backup-Strategien, klar definierte Notfallprozesse und regelmäßige Simulationen sind entscheidend, um Ausfallzeiten zu minimieren. Sicherheit wird damit zu einem integralen Bestandteil der Wertschöpfung – das heißt, sie ist kein lästiger Kostenfaktor, sondern Voraussetzung für stabile Geschäftsprozesse.

Jana-Irina Luley ist Senior Director und General Manager DTS bei Dell Technologies.(Bild:  Dell Technologies)
Jana-Irina Luley ist Senior Director und General Manager DTS bei Dell Technologies.
(Bild: Dell Technologies)

Jana-Irina Luley, Senior Director und General Manager DTS bei Dell Technologies, kommentiert: „Investitionen in moderne Technologien sind gerade in unsicheren Zeiten kein Selbstzweck, sondern eine strategische Notwendigkeit. Unternehmen, die ihre Daten konsequent auswerten, Prozesse automatisieren und ihre Systeme flexibel gestalten, können schneller auf Veränderungen reagieren und Chancen gezielter nutzen. Entscheidend ist dabei ein ganzheitlicher Ansatz: Nur wenn alle Bereiche integriert betrachtet werden, wird die Grundlage für nachhaltige Wertschöpfung geschaffen. Deutschlands Unternehmen haben ihre Krisenfestigkeit vielfach unter Beweis gestellt. Nun gilt es, diese Stärke gezielt weiterzuentwickeln. Wer sinnvoll investiert und modernisiert, kommt mit neuen Erfolgskonzepten aus der Krise.“