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Incident-Response-Fälle Schwachstellen: Bekannte Angriffswege bleiben größtes Risiko

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der Security-Operations-Anbieter Arctic Wolf hat Incident-Response-Fälle bei seinen Kunden im Mai und Juni 2026 ausgewertet. Demnach nutzen erfolgreiche Ransomware-Gruppen immer wieder dieselben Schwachstellen. Durch diese Wiederholbarkeit lassen sich Angriffe früher erkennen und besser abwehren.

(Bild:  © Meenaxi/stock.adobe.com – generiert mit KI)
(Bild: © Meenaxi/stock.adobe.com – generiert mit KI)

Bei den initialen Zugriffswegen zeigt sich ein bekanntes Muster: Besonders häufig verschafften sich Angreifer über extern erreichbare Fernzugänge Zugriff auf Unternehmensnetzwerke. Dahinter folgen Phishing- beziehungsweise Social-Engineering-Angriffe und die Ausnutzung öffentlich erreichbarer Schwachstellen. Die Auswertung bestätigt damit erneut, dass vielfach bekannte Sicherheitslücken und unzureichend abgesicherte Remote-Zugänge weiterhin zu den größten Risikofaktoren gehören.

Hohe Forderungen und noch höhere Folgekosten durch Schwachstellen

Die durchschnittliche anfängliche Lösegeldforderung lag im untersuchten Zeitraum bei 1.642.412 der Median bei 450.000 US-Dollar. Die große Differenz zeigt, dass Täter ihre Forderungen gezielt an Größe, Bekanntheit und vermutete Zahlungsfähigkeit ihrer Opfer anpassen. Der finanzielle Schaden geht jedoch häufig deutlich über die geforderte Lösegeldsumme hinaus. Ausfallzeiten, Wiederherstellung der Systeme, forensische Untersuchungen, rechtliche Maßnahmen sowie Benachrichtigungspflichten verursachen in vielen Fällen wesentlich höhere Gesamtkosten.

Bekannte Schwachstellen: Besonders betroffene Branchen

Am häufigsten waren Unternehmen aus der Produktion, dem Gesundheitswesen und der Baubranche betroffen. Diese Industrien treffen Angriffe mit Ransomware besonders schwer, da längere Betriebsunterbrechungen erhebliche wirtschaftliche und operative Folgen nach sich ziehen können. Produktionsstillstände, die Versorgung von Patienten oder laufende Bauprojekte erzeugen einen hohen Zeitdruck, den Angreifer gezielt für ihre Erpressungsstrategie ausnutzen. Hier vier wichtige Erkenntnisse auf einen Blick:

  • Top 1: Zu den fünf am häufigsten beobachteten Ransomware-Gruppen gehören Akira, Qilin, Play, Inc und DragonForce.
  • Top 2: Die häufigsten Angriffsmethoden sind Social Engineering, Externer Remote-Zugriff und Ausnutzung öffentlicher Schwachstellen (External Exploit).
  • Top 3: Die am stärksten betroffenen Branchen sind Fertigungsindustrie, Gesundheitswesen und Baugewerbe.
  • Top 4: Die Lösegeldforderungen lagen durchschnittlich zu Anfang bei 1.642.412 US-Dollar. Der Durchschnittswert lag bei 450.000 US-Dollar.
Dr. Sebastian Schmerl ist Vice President Security Services EMEA bei Arctic Wolf.(Bild:  Arctic Wolf)
Dr. Sebastian Schmerl ist Vice President Security Services EMEA bei Arctic Wolf.
(Bild: Arctic Wolf)

Dr. Sebastian Schmerl, Vice President Security Services EMEA bei Arctic Wolf, kommentiert die Ergebnisse der Untersuchtung: „Die größte Gefahr besteht heute nicht in unbekannten Angriffsmethoden, sondern in bekannten Schwachstellen, die übersehen oder zu spät behoben werden. Die gute Nachricht ist: Weil viele Ransomware-Gruppen immer wieder dieselben Methoden nutzen, lassen sich verdächtige Muster frühzeitig erkennen. Unternehmen sollten deshalb ihre Angriffsfläche kontinuierlich überwachen und Sicherheitslücken zügig schließen.“

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