DB Podcast

Security im Wandel

Zero Trust am Limit: Warum legitime Zugangsdaten zur größten Gefahr werden

< zurück

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Tooling für Zero Trust Plus: Die richtigen Bausteine für mehr Sichtbarkeit und Resilienz

Zero Trust Plus erweitert den klassischen Zero-Trust-Ansatz um kontinuierliche Überwachung, Bedrohungserkennung und schnelle Reaktionsfähigkeit. Dafür benötigen Unternehmen mehr als Identitätsmanagement und Zugriffskontrollen. Entscheidend ist das Zusammenspiel verschiedener Sicherheitskomponenten.

  • Identity & Access Management (IAM) und Identity Threat Detection & Response (ITDR) bilden die Grundlage moderner Sicherheitsarchitekturen. Während IAM-Lösungen wie Microsoft Entra ID, Okta oder Keycloak Identitäten verwalten und Zugriffe steuern, erkennen ITDR-Lösungen kompromittierte Konten, ungewöhnliche Anmeldungen oder den Missbrauch privilegierter Berechtigungen. Gerade weil Identitäten zunehmend zum bevorzugten Angriffsziel werden, gewinnt dieser Bereich an Bedeutung.
  • Endpoint Detection & Response (EDR), Extended Detection & Response (XDR) und Managed Detection & Response (MDR) schließen die Lücke zwischen Prävention und Reaktion. Sie analysieren Aktivitäten auf Endgeräten, erkennen verdächtiges Verhalten und unterstützen Sicherheitsteams bei der Untersuchung und Eindämmung von Angriffen. Unternehmen ohne eigenes Security Operations Center können diese Aufgaben über MDR-Services an externe Experten auslagern.
  • SIEM (Security Information and Event Management) und SOAR (Security Orchestration, Automation and Response) sorgen für die notwendige Transparenz über die gesamte IT-Landschaft. Security Information and Event Management sammelt und korreliert Sicherheitsereignisse aus unterschiedlichen Quellen. Security Orchestration, Automation and Response automatisiert wiederkehrende Abläufe und beschleunigt die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle. Lösungen wie Splunk, Microsoft Sentinel, Elastic Security oder Wazuh gehören zu den etablierten Vertretern.
  • Cloud Security Posture Management (CSPM) und Cloud Security gewinnen mit der zunehmenden Verlagerung von Anwendungen und Daten in die Cloud an Bedeutung. CSPM-Lösungen identifizieren Fehlkonfigurationen, riskante Berechtigungen oder Verstöße gegen Sicherheitsrichtlinien und helfen dabei, Sicherheitslücken in Cloud-Umgebungen frühzeitig zu erkennen.
  • Threat Intelligence liefert den notwendigen Kontext für fundierte Sicherheitsentscheidungen. Informationen über aktuelle Angriffskampagnen, bekannte Angreifergruppen, Taktiken und Kompromittierungsindikatoren helfen dabei, Bedrohungen schneller einzuordnen und Risiken gezielter zu priorisieren.
  • Plattformbasierte Sicherheitsansätze führen Informationen aus Identitäten, Endpunkten, Cloud-Diensten und Netzwerken zusammen. Ziel ist ein einheitliches Lagebild, das Zusammenhänge sichtbar macht und schnellere Reaktionen ermöglicht. Dabei steht nicht zwangsläufig ein einzelner Hersteller im Mittelpunkt. Entscheidend ist die Fähigkeit, Daten über unterschiedliche Systeme hinweg zu korrelieren und auszuwerten.

Das Ziel von Zero Trust Plus besteht nicht darin, möglichst viele Sicherheitswerkzeuge einzusetzen. Entscheidend ist vielmehr, Transparenz über die gesamte IT-Umgebung zu schaffen und Angriffe frühzeitig erkennen sowie wirksam eindämmen zu können.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung