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KI-Tools B2B-Marketing: Fünf wichtige Prognosen für 2025

Ein Gastbeitrag von Isabella Fröhlich 5 min Lesedauer

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Es ist schwer, den Hype rund um künstliche Intelligenzformen zu ignorieren. Von Chatbots, E-Mail-Assistenten über B2B-Marketing bis hin zu neuen Lösungen in der Fertigung, Cybersicherheit oder Datenanalyse: KI-Tools und Large Language Models haben sich auf nahezu alle Branchen ausgeweitet.

(Bild: Parradee/Adobe Stock)
(Bild: Parradee/Adobe Stock)

Und das ist erst der Anfang: Prognosen gehen davon aus, dass das weltweite Marktvolumen für KI-Tools bis 2030 auf gigantische 1,339 Milliarden Dollar anwachsen wird. Gleichzeitig scheint sich aber auch die Einstellung der Menschen zur Künstlichen Intelligenz zu verändern. Die ständige Berichterstattung in den Medien hat zu einer gewissen KI-Müdigkeit geführt. Darüber hinaus sind viele Unternehmen skeptisch, ob ihnen KI in Bereichen wie B2B-Marketing wirklich einen Mehrwert bringt.

Diese Ambivalenz kann es Marken erschweren, ihren Kurs für das kommende Jahr festzulegen. Einerseits stehen Unternehmen unter dem Druck, sich auf die KI-Revolution einzulassen und die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz auszuschöpfen. Andererseits müssen sie sich klar vom Wettbewerb abheben. Wie also das Branding, die Entwicklung und Darstellung der Unternehmensmarke, für das kommende Jahr ausrichten? Wir haben uns die Business-Trends für 2025 und die wichtigsten Herausforderungen für Entscheidungsträger angeschaut, die bei der Planung einer fundierten B2B-Marketing-Strategie für die nächsten zwölf Monate berücksichtigt werden sollten.

B2B-Marketing: In Zukunft konsistentes Storytelling

Generative KI-Tools haben die Content-Erstellung exponentiell beschleunigt und zu einem enormen Anstieg der zur Verfügung stehenden Inhalte geführt. Das Publikum wird täglich mit immer mehr Informationen überschüttet - bei der Auswahl von Inhalten wird es also immer wählerischer werden (müssen).

Wenn sich Marken aus dieser Informationsflut hervorheben und von ihren Zielgruppen wahrgenommen werden wollen, ist es wichtig, dass Unternehmen nicht nur relevante Informationen liefern, sondern auch die Konsistenz ihrer Botschaft sicherstellen. Eine widerspruchsfreie Markendarstellung trägt zum Aufbau von Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei. Damit sorgen Sie dafür, dass jede Interaktion die Kernwerte Ihrer Marke stärkt und dazu beiträgt, dass sie im Gedächtnis bleibt.

Immerhin empfinden auch 83 Prozent der Entscheidungsträger inkonsistente Botschaften als sehr störend. Eine kohärente Brand Story ist also unbedingt notwendig. Auch Simon Kahn, Vice President of Marketing bei Google APAC, stellt in seinen Marketingprognosen für das kommende Jahrzehnt fest, dass „Marketer eine größere Rolle dabei spielen [werden], Unternehmen dabei zu unterstützen, überall und jederzeit eine konsistente Geschichte zu erzählen.“

Ausgewogenheit zwischen Automatisierung und Authentizität

B2B Brands waren in den letzten Jahren schnell dabei, ihre Errungenschaften im Bereich der künstlichen Intelligenz anzupreisen. Fraglich ist jedoch, ob sie mehr Schaden als Nutzen damit anrichten, wenn sie 2025 so weitermachen, denn die Wahrnehmung von KI in der Gesellschaft ist ambivalent. Artikel über KI-generierte Deepfakes können das Vertrauen in die Technologie untergraben und ein sich entwickelnder Trend zu KI-Müdigkeit deutet darauf hin, dass die Menschen von der schieren Menge an Medienberichterstattung dieses Themas überdrüssig sind. Folglich ist es für Unternehmen, die über KI sprechen, extrem wichtig, die richtige Kommunikation zu wählen, um vor diesem Hintergrund einerseits positiv aufzufallen und sich gleichzeitig vom Wettbewerb abzuheben.

Der B2B Branding Landscape Report der Branding-Agentur branded by berkeley zeigt, dass nur 49 Prozent der B2B-Marken als wirklich einzigartig wahrgenommen werden. Unternehmen haben durch KI zwar zweifellos neue Möglichkeiten, müssen jedoch darauf achten, ihre Markenidentität zu bewahren. Wichtig wird sein, KI-Technologien einzusetzen und gleichzeitig die einzigartige Identität und die persönliche Note des Unternehmens zu erhalten.

B2B-Marketing: Das Comeback der langen Videos

Kurze, schnelle Videos sind zwar nach wie vor ein wirkungsvolles Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen, doch B2B Brands investieren zunehmend in längere Videoinhalte, um ein höheres Nutzer-Engagement zu erreichen. Auf Plattformen wie YouTube ist die Zahl der hochgeladenen längerformatigen Videos von 1,3 Millionen im Juli 2022 auf 8,5 Millionen im Juni 2024 gestiegen, was auf eine wachsende Nachfrage nach Inhalten mit mehr Informationstiefe hindeutet.

Entscheidend ist die Qualität. Mit der Länge der Videos steigt auch die Erwartung des Publikums. Studien zeigen, dass 92 Prozent der Zuschauenden glauben, dass sich schwache Videoinhalte negativ auf das Image einer Marke auswirken können. Wenn B2B-Vermarkter also darüber nachdenken, langformatige Videos zu produzieren, sollten sie neben der Qualität unbedingt auch auf wertvolle Einblicke für ihr Publikum achten. Denn dieses will informiert werden. So lässt sich eine Thought-Leadership-Position auf- und aufbauen. Eine erfolgreiche Videostrategie speist sich aus einer Kombination von kurzen Inhalten, um die Reichweite auszubauen und langen Videos, um Kundenbeziehungen zu intensivieren, Expertise zu belegen sowie Thought Leadership zu etablieren.

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Personalisierung nimmt im B2B-Marketing Schlüsselfunktion ein

Im B2C-Marketing ist die persönliche Ansprache schon lange selbstverständlich. Für B2B Brands bislang eher nicht. Das, davon gehen wir aus, wird sich im Jahr 2025 ändern wird, denn mit geschickter Nutzung vorliegender Daten, kluger Automatisierung und KI-Unterstützung werden B2B-Marken auf individuelle Personen maßgeschneiderte Kundenerlebnisse bieten können.

Diese Verlagerung von der breiten Segmentierung hin zu granularen, individuellen Interaktionen wird für den Aufbau stärkerer Kundenbeziehungen und die Förderung der Markentreue entscheidend sein. Darüber hinaus können B2B-Unternehmen, die sich auf einen stärker personalisierten Ansatz verlegen, ihre Botschaft an mehrere Interessengruppen richten und eine breitere Käuferschicht beeinflussen, die mit der B2B-Marketing-Welt verbunden ist.

Stärkung der Konsumenten als Geschichtenerzähler der Marke

Als Nebenprodukt der Personalisierung im B2B-Branding werden nutzergenerierte Inhalte (User Generated Content, UGC) und Community-getriebene Initiativen einen größeren Einfluss auf die Gestaltung von Markengeschichten haben. Unternehmen, die ihre Kunden ermutigen, ihre Erfahrungen zu teilen und zur Markengeschichte beizutragen, bauen damit Vertrauen, Authentizität und ein Gefühl der gemeinsamen Zielsetzung auf.

So hat beispielsweise Unilever sein Programm Partner to Win weiterentwickelt. Hier werden Geschichten und Fallstudien mit Lieferanten geteilt, die bemerkenswerte Fortschritte in den Bereichen nachhaltige Beschaffung, Abfallreduzierung oder erneuerbare Energien gemacht haben. Indem Unilever seinen Lieferanten die Möglichkeit gibt, über ihre Aktivitäten zu berichten, stärkt das Unternehmen deren Loyalität und demonstriert gleichzeitig sein markenweites Engagement für Nachhaltigkeit. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Themen Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility dürfte sich die Tendenz, die Kunden in die Markenerzählung einzubeziehen und so die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in das Unternehmen auszubauen, auch in den kommenden Monaten weiter verstärken.

B2B-Marketing: Ein Blick ins Jahr 2025

Das B2B-Marketing ist in ständigem Wandel. Das macht es schwierig, genau vorherzusagen, worauf Sie Ihre Markenstrategie ausrichten sollen. Hier ist es immer wichtig, die sich verändernden Einstellungen Ihres Publikums in die Prognosen einzubeziehen. Auch aus den sich abzeichnenden Wirtschaftstrends können wir wertvolle Erkenntnisse gewinnen, die Ihnen letztlich bei Ihren Entscheidungen helfen. 2025 wird es auf eine ausgewogene Strategie ankommen – eine kluge Kombination aus technologischem Fortschritt und klarer Ausrichtung auf den Menschen.

Während die Möglichkeiten von KI weiter voranschreitet, müssen Marken Authentizität, Personalisierung und konsistentes Storytelling in den Vordergrund stellen, um sich vom Wettbewerb abzuheben, Vertrauen aufzubauen und eine echte Verbindung zu ihrem Publikum herzustellen. Wenn B2B Brands diese Trends aufgreifen und ihre Strategien entsprechend anpassen, können sie sich für den Erfolg im schnelllebigen digitalen Zeitalter positionieren.

B2B-MarketingIsabella Fröhlich
ist Chief Storyteller Germany bei branded by berkeley.

Bildquelle: Berkeley