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Rolle der Enterprise-Architekten

KI-Agenten: Erhebliche Lücken bei deren Steuerung und Management

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EA-Expertise unterstützt Management von KI-Agenten

Wenn es um die Verwaltung und Steuerung von KI-Agenten geht, dann bleiben Enterprise-Architekten oft außen vor: Nur in 34 Prozent der befragten Organisationen sind Enterprise-Architekten zumindest involviert. Gibt es eine klar zuständige Abteilung, so ist dies am häufigsten die IT-Abteilung – und nur in fünf Prozent der Fälle das EA-Team. Und auch bei unklaren Zuständigkeiten mit diversen involvierten Abteilungen ist die Expertise von Enterprise-Architekten seltener gefragt als die anderer IT-Kollegen. 

Bei 34 Prozent ist das EA-Team in das Management von Agentic AI involviert.(Bild:  SAP LeanIX)
Bei 34 Prozent ist das EA-Team in das Management von Agentic AI involviert.
(Bild: SAP LeanIX)

Offensichtlich klafft eine große Lücke zwischen der aktuellen Unternehmensrealität und der vorhandenen Ambition von Enterprise-Architekten. Denn 63 Prozent der Befragten stimmen zu, dass ihre Disziplin dafür verantwortlich sein sollte, die strategische Einführung und die Regulierung von KI-Agenten voranzutreiben. Eine mögliche Erklärung für dieses Missverhältnis liefert der Blick auf die notwendigen Daten und Informationen, die für das Management von Agenten als wichtig erachtet werden – und welche davon nach Meinung der befragten Enterprise-Architekten von ihrer eigenen Disziplin gepflegt werden sollten.

Verantwortung für das Inventar der KI-Agenten

(Bild:  SAP LeanIX)
(Bild: SAP LeanIX)

Die Enterprise-Architekten betonen vor allem ihre Verantwortung für das Inventar der KI-Agenten und für Informationen über den Zusammenhang zwischen Agenten und Business Capabilities – also vertraute Aufgaben, die mit der Pflege des Applikationsportfolios vergleichbar sind. Ohne Zweifel sind diese Daten wichtig als Grundlage, um KI-Agenten steuern zu können. Doch wenn es um weiterführenden Daten entlang des Lebenszyklus eines Agenten geht, sehen sich die Enterprise-Architekten nicht in der Pflicht. 

Während die meisten überzeugt sind, dass Enterprise-Architekten dafür verantwortlich sein sollten, verfügbare und zugelassene KI-Features der Applikationen im Portfolio nachzuverfolgen, denken schon deutlich weniger, dass Informationen zum Status von KI-Agenten innerhalb des Genehmigungsprozesses in den EA-Zuständigkeitsbereich fallen – was seltsam anmutet, bedenkt man die traditionelle EA-Rolle für Technologie-Governance. 

Diese Daten benötigen Unternehmen für das Management von Agentic AI.(Bild:  SAP LeanIX)
Diese Daten benötigen Unternehmen für das Management von Agentic AI.
(Bild: SAP LeanIX)

Die größte Diskrepanz zwischen Relevanz und Zuständigkeit findet sich bei der Frage nach Leistungsdaten von KI-Agenten: Nur 27 Prozent denken, dass die EA-Funktion hier übernehmen sollte. Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass Enterprise-Architekten aktuell nicht so stark in das Management von Agenten involviert sind, wie es dem eigenen Anspruch entspricht. Business as usual? Das scheint in Bezug auf agentenbasierte AI für Enterprise-Architekten nicht länger auszureichen. Das nehmen auch die Befragten wahr: 70 Prozent glauben, dass die EA-Praxis vor besonderen Herausforderungen steht – und dass neue Tools und Methoden erforderlich sind, um diese zu meistern.

Die Komfortzone verlassen – und Enterprise-Architektur neu denken

(Bild:  SAP LeanIX)
(Bild: SAP LeanIX)

Die vorliegenden Studienergebnisse zeigen deutlich: Der Umgang mit agentenbasierter AI stellt Unternehmen vor Herausforderungen. Fakt ist, dass künstliche Intelligenz im Alltag der Unternehmen angekommen ist – und dass auch KI-Agenten längst eingesetzt werden oder zumindest mit ihnen geplant wird. Überwältigende 98 Prozent befassen sich damit. Es herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass KI-Agenten besondere Richtlinien und ein spezifisches Governance-Rahmenwerk benötigen. 

Doch gleichzeitig fehlt es an Klarheit, wer für das Management von KI-Agenten im Unternehmen verantwortlich ist. In den meisten Firmen sind diverse Teams involviert, ohne dass die Zuständigkeiten wirklich definiert sind. Enterprise-Architekten könnten mit ihrer Expertise genau diese Lücke füllen – und 63 Prozent der Befragten würden ihre Disziplin auch gern am Steuer sehen. Doch aktuell verzichten die meisten auf dieses Know-how: Nur in einem Drittel der untersuchten Unternehmen sind die Enterprise- Architekten beim Management von KI-Agenten gefragt.

Woran das liegt? Ein Grund könnte sein, dass EA-Teams das vertraute Terrain offenbar nicht verlassen möchten. Die meisten sehen sich zwar in der Verantwortung, wenn es um das Inventar und die mit den KI-Agenten verknüpften Business Capabilities geht. Das allein wird für ein erfolgreiches Management jedoch nicht reichen. Wer als Enterprise-Architekt aber die Komfortzone verlässt, die Idee der Disziplin weiterentwickelt und den gesamten Lebenszyklus von Agenten mitdenkt, der kann in der Ära agentenbasierter AI eine strategische Schlüsselrolle im Unternehmen spielen.

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Zur Methodik der Studie: Für den „SAP LeanIX Agentic AI Survey 2026“ wurden in 228 Unternehmen Verantwortliche für Enterprise- Architektur im März 2026 online befragt. 70 Prozent von ihnen sind in europäischen Firmen tätig, weitere 18 Prozent in Unternehmen in den USA oder Kanada. Unabhängig von der Region verteilen sich die Befragten gleichmäßig auf Firmen unterschiedlicher Größe, wobei 37 Prozent in Organisationen mit über 10.000 Mitarbeitenden beschäftigt sind.