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KI-Strategie KI-Systeme: Komplexität drückt auf die Motivation der IT-Teams

Ein Gastbeitrag von Simon Hayward 2 min Lesedauer

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Während sich Politik und Wirtschaftsvertreter in Deutschland weiterhin darauf konzentrieren, die Effizienz zu steigern und Bürokratie abzubauen, zeigt eine neue Studie von Freshworks, dass viele Unternehmen vielmehr eine neue Ebene interner Bürokratie durch komplexe KI-Systeme schaffen.

(Bild:  © Nirusmee/stock.adobe.com)
(Bild: © Nirusmee/stock.adobe.com)

Die Ergebnisse der neuen Studie „Global Cost of Complexity“ von Freshworks, zeigen, dass komplexe KI-Systeme IT-Teams zunehmend unter Druck setzen. So gehen 85 Prozent der deutschen IT-Entscheidungsträger an, dass sich durch die KI-Komplexität die Arbeitsbelastung ihrer Teams erhöht hat. Eine ähnlich hohe Zahl (82 Prozent) berichtet zudem, dass ihre Teams zwischen zehn und 39 Prozent der für KI aufgewendeten Arbeitszeit auf Komplexitätsbewältigung entfällt, anstatt auf strategische Aufgaben.

Operativer Aufwand reduziert Produktivitätsgewinne

Die Studie legt nahe, dass der operative Aufwand rund um KI einen erheblichen Teil der Produktivitätsgewinne schmälert, die sich Unternehmen von ihrem Einsatz erhofft haben. Deutsche IT-Teams verbringen inzwischen 27 Prozent ihrer KI-bezogenen Arbeitszeit mit der Verwaltung von Integrationen, der Fehlerbehebung und der Bewältigung von Komplexität, anstatt sich auf strategische KI-Initiativen zu konzentrieren.

Gleichzeitig schätzen Unternehmen, dass 26 Prozent ihrer Budgets für KI-Systeme nicht in die Technologie fließen, sondern durch die von der Studie als „Komplexitätssteuer“ bezeichneten Zusatzkosten verloren gehen. Dazu zählen ungeplante Aufwendungen für Systemintegration, Governance und Datenaufbereitung. Hinzu kommen durch Redundanz verursachte Mehrarbeit sowie der laufende Support.

Herausforderung durch die Komplexität der KI-Systeme

Wie groß die Herausforderung inzwischen ist, zeigt auch: 37 Prozent der deutschen IT-Entscheidungsträger bezeichnet die Komplexität der KI-Systeme als „ein sehr gravierendes Problem“ für ihr Unternehmen – der höchste Wert unter den sechs untersuchten Märkten. Von deutschen Unternehmen wird erwartet, Bürokratie abzubauen. Gleichzeitig wächst sie ausgerechnet dort am schnellsten, wo kaum jemand hinschaut: in der eigenen KI-Landschaft.

Der aktuelle Report zeigt, dass IT-Teams nicht deshalb ein Viertel ihres KI-Budgets und ihrer Arbeitszeit verlieren, weil die Technologie nicht funktioniert. Sie verlieren diese Ressourcen, weil niemand den Aufwand für Integration, Governance und die notwendige Bereinigung nach der Einführung eingeplant hat. Wenn Deutschland das Produktivitätspotenzial von KI tatsächlich ausschöpfen will, darf die Debatte nicht darum gehen, wie viele KI-Systeme angeschafft werden, sondern wie gut die einzelnen Lösungen zusammenarbeiten.

Für die Studie „The Global Cost of Complexity“ von Freshworks wurden 12.021 IT-Entscheidungsträgern (ab Management-Ebene) in sechs Märkten befragt. Darunter waren 2.003 Teilnehmer in Deutschland.

KI Systeme Simon HaywardSimon Hayward
ist General Manager und VP of Sales International bei Freshworks.

Bildquelle: Freshworks

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