Trotz moderner Technologien fehlt es Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben oft an standardisierten Kommunikationslösungen für das ultramobile Arbeiten. Welche Funktionen eine Lösung mitbringen sollte.
(Quelle: jirsak - Stock Adobe)
Die konventionellen Kommunikationswege und die meist in sich geschlossenen IT-Infrastrukturen von Behörden und Organisationen im sicherheitsrelevanten Sektor (BOS) sind häufig nicht nur ineffizient. Sie können sich auch zu einem echten Problem entwickeln. Die Problematik zeigt sich besonders im Außeneinsatz von Mitarbeitern. So werden Unfallaufnahmen, Falldokumentationen oder Vorgangsbearbeitungen größtenteils noch analog durchgeführt. Oder mit digitalen Hilfsmitteln umgesetzt, die noch nicht vollständig im entsprechenden Backend-System integriert sind. Diese Praxis erzeugt nicht nur einen administrativen Mehraufwand. Sie kann auch schnell zu sicherheitskritischen Problemen wie dem Austausch von sensiblen Daten über nicht per VS-NfD (Verschlusssachen – Nur für den Dienstgebrauch) gesicherten Kommunikationswegen führen. Beziehungsweise über nicht zugelassene Kommunikationswege wie WhatsApp und Co.
So wichtig sind verschlüsselte Kommunikationswege
Lesen Sie nachfolgend, warum verschlüsselte Kommunikationswege in diesem kritischen Einsatzgebiet so wichtig sind und welche Anforderungen passende Lösungen erfüllen sollten.
Verbindung von Innen- und Außendienst ist entscheidend: Mitarbeiter müssen ihre Arbeit flexibel überall dort erledigen können, wo sie anfällt, und geräte- sowie plattformunabhängig arbeiten können. Ultramobiles Arbeiten im Außendienst sowie die sensible Informationsübermittlung zu zentralen Systemen wird immer wichtiger. Daher bedarf es einer einheitlichen und sicheren Lösung, die nicht nur den verschlüsselten Ende-zu-Ende-Transfer von vertraulichen Daten jederzeit und ortsunabhängig gewährleistet, sondern auch eine sofortige Synchronisierung der Vorgänge realisiert.
Organisationen müssen untereinander einfacher kommunizieren können: Für die unkomplizierte Kommunikation und nahtlose Kooperation zwischen Behörden und Organisationen ist der Einsatz von standardisierten, einheitlichen Tools unabdingbar. Diese müssen auch unabhängig von zeitlichen und örtlichen Gegebenheiten sein. Auf diese Weise lassen sich alle Beteiligten in einem laufenden Einsatz einfacher in die Kommunikation und gemeinsame Arbeit einbinden.
Kommunikationswege bei BOS unterliegen Sicherheitsstandards
Lösungen müssen mehr können als Kommunizieren: Das notwendige mobile Arbeiten der Mitarbeiter in den BOS verlangt in vielen Fällen das Übertragen von Daten. Dies geht meist über E-Mails, Textnachrichten oder Telefonanrufe hinaus. Sowohl die Übermittlung von Vorgängen und das Teilen sensibler Daten wie Berichte, Laborauswertungen, Bilder und Zeugenaussagen als auch die persönliche Organisation der im Außendienst tätigen Mitarbeiter sollte daher von einem umfassenden und hinreichend geschützten Tool abgedeckt werden. Dazu gehören neben der abgesicherten Kamera des mobilen Endgerätes und dem E-Mail-Client auch der Kalender und der Internetbrowser.
BOS-Kommunikation unterliegt Sicherheitsstandards: Einheitliche und ultramobile Kommunikations- und ultramobile Arbeitslösungen für den sicherheitskritischen Aufgabenbereich von Behörden und Organisationen der Inneren Sicherheit sollten generell dem Standard VS-NfD unterliegen. Auf dieser sicheren technologischen Grundlage können Mitarbeiter auch sensible Daten kommunizieren. Die Vereinheitlichung dieser Lösungen verhindert darüber hinaus das Aufkommen einer Schatten-IT. Und kann dazu beitragen, dass Mitarbeiter auf Grund fehlender Alternativen nicht auf private Geräte für dienstliche Zwecke zurückgreifen müssen.
Mobil arbeitende Einsatzkräfte benötigen smarte Lösungen
„Wir müssen den mobil arbeitenden Einsatzkräften die Mittel an die Hand geben, die sie jederzeit zur sicheren wie komfortablen Ausübung ihrer Tätigkeiten benötigen“, erklärt Dr. Markus Hellenthal. Er ist Senior Vice President Materna Information and Communications SE sowie Geschäftsführer der Infora GmbH. „Obwohl es technisch heute keine große Herausforderung mehr darstellt, fehlt der breite Einsatz von smarten Endgeräten mit sicheren Lösungen. Diese sind idealerweise vom Bundesamt für Informationssicherheit zugelassen.“
„Gerade im Bereich BOS wurde lange Zeit auf sehr fragmentierte Silo-Lösungen gesetzt, sodass unterschiedliche Technologien und Tools im Einsatz sind. Diese Praxis erschwert natürlich eine einheitliche Kommunikation und nahtlose Kooperation. Für eine ultramobile, einheitliche und sichere Kommunikationslösung braucht es daher zunächst einmal zertifizierte Standards. Darauf aufbauend können plattformunabhängige Technologien das mobile Arbeiten für die BOS-Branche deutlich vereinfachen und sicher machen“, bekräftigt Sascha Wellershoff, CEO bei Materna Virtual Solution.
Stand: 16.12.2025
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(Sascha Wellershoff ist CEO bei Materna Virtual Solution. (Bild: Materna Virtual Solution))
Materna Virtual Solution ist ein auf sichere mobile Anwendungen spezialisierter Softwarehersteller mit Sitz in München und Entwicklungsstandort in Berlin. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt die Applikationen SecurePIM, SecureCOM und die Sicherheitsarchitektur SERA für iOS und Android. SecurePIM ermöglicht verschlüsseltes und benutzerfreundliches mobiles Arbeiten. Behörden können mit Smartphones und Tablets auf Geheimhaltungsstufe „Verschlusssachen – Nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) und auf der Sicherheitsstufe „NATO Restricted“ kommunizieren. SecurePIM erfüllt die Anforderungen der DSGVO auf mobilen Geräten. Damit senkt die Lösung die Risiken strafbewährter DSGVO-Verstöße und des Verlustes von Unternehmensdaten. (sg)