Kein Softwareprojekt gleicht dem anderen. Das war schon immer so und gilt natürlich auch im Zeitalter von Cloud- und Container-Technologie. Daher gibt es keine Standardformel für die Optimierung des Container-Management.
(Quelle: Consol)
Als die Container-Technologie Docker im März 2013 veröffentlicht wurde, waren Container in der Linux-Community schon mehr als zehn Jahre im Einsatz. Dennoch hat die Nutzerfreundlichkeit und Funktionsvielfalt von Docker Container erst in den Mainstream gebracht. Eine Erfolgsgeschichte, die nun – wiederum zehn Jahre später – so einige Best Practices hervorgebracht hat. Mit folgenden fünf Schritten können Entwickler und Administratoren Container-Management optimieren.
1. Mandanten- und Verantwortungsmodell sorgfältig planen
Die Frage nach der Menge der eingesetzten logischen Cluster wird bei der Orchestrierung der Container-Technologie oft zur Gretchenfrage: Während manche Administratoren meinen, ein großer Cluster für alle Projekte reiche aus, sind andere der Auffassung, dass pro Projekt ein Cluster genüge. Eine einheitliche Antwort auf die Frage gibt es nicht, da die Lösung von individuellen Bedürfnissen oder Vorlieben abhängig ist – und von den eingesetzten Tools und deren Eigenschaften. Wichtig ist eine frühzeitige und sorgfältige Planung des Verantwortungsmodells. IT-Abteilungen müssen festlegen, für welchen Bestandteil der Infrastruktur und welche Aufgaben die jeweiligen Projektteams zuständig sind und ob diese Domäne sich überhaupt eindeutig isolieren lässt. Falls sich Zuständigkeiten überschneiden, müssen die Verantwortlichen sie zu Projektbeginn klar an alle möglichen Stakeholder kommunizieren, um Missverständnissen vorzubeugen.
Container-Orchestrierungstools wie Kubernetes trennen streng zwischen der zu betreibenden Software und der Hardware, auf der sie läuft. Sie nehmen Instruktionen zum Scheduling von Workloads daher erst einmal pauschal an – egal ob die notwendigen Hardwareressourcen für die Prozesse zur Verfügung stehen. Das erschwert die Kapazitätsplanung seitens der Administratoren. Es ist daher unbedingt notwendig, dass die jeweiligen Workloads die für sie benötigten Ressourcen explizit deklarieren. Nur auf diese Weise können Orchestrierungstools die Ressourcen optimal verteilen. Das ist vor allem für den Schutz regulär laufender Container wichtig. Container ohne deklarierten Ressourcenbedarf sind potenziell gefährlich für alle anderen Workloads, die auf derselben Hardware laufen.
3. Automatisierung bei der Container-Technologie nutzen
Die Orchestrierung der Container-Technologie hat viele Vorteile, zum Beispiel einen sehr flexiblen und zuverlässigen Betrieb. Ein wichtiger Aspekt ist allerdings auch, dass die Entwickler von Kubernetes und anderen Tools besonders die Automatisierung im Blick hatten. Daher sind heute unter anderem die Infrastrukturverwaltung über Infrastructure as Code, containerisierte Continuous-Integration-Pipelines sowie Deployments über GitOps möglich. Die verschiedenen Automatisierungsmöglichkeiten reduzieren nicht nur den manuellen Aufwand, sondern verbessern auch die Zuverlässigkeit – auf lange Sicht sogar die Nachvollziehbarkeit von Konfigurationen und deren Änderungen im Betrieb. Daher ist die klare Empfehlung, soviel zu automatisieren, wie sinnvoll möglich ist.
4. Sicherheit stets im Auge behalten
Container-Images enthalten nicht nur die auszuführende Software, sondern auch diverse Komponenten für deren Funktionalität wie beispielsweise Bibliotheken. Das ist ein großer Vorteil und erleichtert vieles, allerdings geht damit auch eine Verantwortung einher: Administratoren müssen diese Komponenten, wie die Software selbst, auf dem aktuellen Stand halten – nicht nur in deren Basis- oder Muster-Images, sondern auch in den aktiven Images, die sich gerade in Produktion befinden. Nur so können sie möglicherweise existierende Sicherheitslücken schließen und Bugs ausmerzen. Es ist daher unabdingbar, dass IT-Teams Prozesse definieren, die sie über notwendige Updates informieren, und festlegen, wie der Rollout von Updates vonstatten geht.
5. Öffentliche Image-Registries mit Vorsicht genießen
Registries wie der Docker Hub sind beliebte Quellen für alle möglichen Container-Images – dort wurden und werden viele bahnbrechende Ideen getestet und entwickelt. Allerdings sollten gerade Unternehmen diese öffentlich zugänglichen Sammlungen mit Open-Source-Software mit Vorsicht verwenden, denn das Qualitätsspektrum ist breit. Neben hochprofessionellen Images von Softwareherstellern gibt es auch fragwürdige Pakete, die besser unbeachtet bleiben. Eine private Image-Registry, die Mitarbeiter mit Expertenwissen auf dem Gebiet kuratieren, ist eine bessere Alternative zur Verwendung von Images aus öffentlichen Quellen.
(Oliver Weise ist Principal Software Engineer bei Consol Consulting & Solutions Software GmbH. (Bild: Consol))
„Das Management der Container-Technologie stellt Administratoren oft vor neue Herausforderungen“, betont Oliver Weise, Principal Software Engineer bei Consol. „Sie ergeben sich überwiegend aus den speziellen Eigenarten des Betriebs der Container-Technologie. Beim Aufbau von Container-Plattformen und ihrer Verwaltung sollten Unternehmen sich daher an etablierten Best Practices orientieren. So können sie von den Praxiserfahrungen anderer Plattform-Teams profitieren.“
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Die Consol Consulting & Solutions Software GmbH mit Hauptsitz in München unterstützt Unternehmen mit passgenauen IT-Lösungen durch den gesamten Software-Lifecyle. High-End-IT-Beratung, agile Software-Entwicklung sowie Betrieb und Support sind die Eckpfeiler des Portfolios. Dazu zählen Open Source-Projekte wie Quarkus, OpenShift oder Tekton. Zudem bietet das Unternehme mit Consol CM eine Softwareplattform zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen. (sg)