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Infrastruktur für Daten Datenspeicherung: CGI modernisiert System im Columbus-Modul der ISS

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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CGI modernisiert im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA die Datenspeicherung im Columbus-Modul der ISS. Das Projekt schafft eine skalierbare Plattform, die eine verlässliche Übertragung von Daten sowie die Fernwartung vom Boden aus ermöglicht.

(Bild:  © Framestock/stock.adobe.com)
(Bild: © Framestock/stock.adobe.com)

Das von CGI entwickelte System „Columbus Data Management Infrastructure (CDMI)“ wurde am 11. April 2026 an die Internationale Raumstation ISS ausgeliefert, an Bord einer NG-24-Rakete ins All gebracht, auf der ISS installiert und in Betrieb genommen. Eine neue Servereinheit wurde speziell für die Anforderungen an den Einsatz im Weltraum konzipiert und ersetzt das seit vielen Jahren genutzte Vorgängersystem. Die Lösung wird direkt in das Columbus-Modul integriert und unterstützt Payloads sowie Experimente durch sichere Datenspeicherung und Datenübertragung. Die modulare Softwarestruktur von CDMI trägt dazu bei, Ausfälle zu reduzieren und verringert das Risiko von Störungen des wissenschaftlichen Betriebs.

Datenspeicherung erfüllt Anforderungen des Columbus-Moduls

Aufbauend auf der Expertise von CGIs in der Raumfahrtindustrie fungiert das Unternehmen als Hauptauftragnehmer im Konsortium mit Space Applications Services für die Bereitstellung der CDMI-Softwarekomponenten. Die Softwareplattform basiert auf kommerzieller Standardsoftware (COTS), die für den Weltraumeinsatz angepasst wurde, und ermöglicht den Einsatz bewährter und wartungsfreundlicher Technologien in einer hochspezialisierten Umgebung.

Die Hardwarekomponenten werden parallel vom Partner Space Applications Services bereitgestellt, sodass aus Software und Hardware eine voll funktionsfähige, modulare Lösung entsteht. Diese wird nicht nur den hohen Anforderungen des Columbus-Moduls gerecht, sondern ist auch so bedienungsfreundlich, dass Astronauten nur geringe Zeit für die Wartung aufwenden müssen.

Han Wessels, Operations Systems Engineer bei der ESA, erklärt: „CDMI stellt einen entscheidenden Fortschritt für die wissenschaftliche Nutzung des Columbus-Moduls dar. CGI und Space Applications Services haben für uns ein robustes System entwickelt. Es bietet moderne Netzwerkschnittstellen für unsere Experimente sowie Bedien- und Wartungsschnittstellen nach Industriestandard. Darüber hinaus kann es Datenverarbeitungsaufgaben direkt an Bord ausführen und so die Kommunikation zwischen Raumfahrzeug und Bodenstation reduzieren.“

Fernwartung der Data-Management-Infrastructure-Plattform

Die Cloud-inspirierte Implementierung erlaubt auch eine komfortable Fernwartung der Data-Management-Infrastructure-Plattform vom Boden aus, sodass Updates, Konfigurationen und Systempflege ohne Eingriffe an Bord durchgeführt werden können. Außerdem können Daten aus Experimenten bereits im Orbit vor der Datenübertragung verarbeitet werden, was die Effizienz steigert und die Bandbreitennutzung optimiert. Darüber hinaus ermöglicht sie mehreren Payloads die effiziente gemeinsame Nutzung einer virtualisierten Dateninfrastruktur und bietet so zuverlässige Speicherdienste.

Dr. Marc Brüggen, Vice-President bei CGI, ergänzt: „Mit CDMI bringen wir eine moderne Dateninfrastruktur auf die ISS, die eine zuverlässige Verarbeitung an Bord sowie die Fernverwaltung des Systems ermöglicht. Das steigert die Verlässlichkeit des Systems und vereinfacht die Wartung gegenüber dem Vorgängersystem.“

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