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Orchestrierung statt Insellösungen

KI in Geschäftsprozessen: Warum Integration über Erfolg entscheidet

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Der Perspektivwechsel: Von Automatisierung zu Orchestrierung

Führende Unternehmen beginnen daher umzudenken. Der Fokus verschiebt sich weg von isolierten KI-Funktionen hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung von Geschäftsprozessen. Im Mittelpunkt steht eine einfache, aber oft unterschätzte Erkenntnis: Der Wert von KI entsteht nicht im einzelnen Anwendungsfall, sondern im Zusammenspiel von Prozessen, Daten und Entscheidungen.

Statt weitere Einzellösungen zu implementieren, setzen Organisationen zunehmend auf integrierte Plattformansätze, die Prozesse durchgängig abbilden, Daten konsistent verfügbar machen und Entscheidungen im jeweiligen Kontext treffen. KI wird in diesem Modell nicht als zusätzliche Technologie verstanden, sondern als eingebettete Intelligenz, die Prozesse aktiv steuert, priorisiert und unterstützt.

Wer KI als isoliertes Werkzeug betrachtet, wird ihren Nutzen begrenzen. Wer sie als integralen Bestandteil der Prozesssteuerung versteht, erschließt ihren tatsächlichen Wert.

Dr. Rafael Arto-Haumacher, Managing Director DACH bei Esker

Erklärbare KI als Voraussetzung für Skalierung

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist dabei die Fähigkeit, KI-gestützte Entscheidungen transparent zu machen. Nur wenn nachvollziehbar ist, warum ein System eine bestimmte Handlung empfiehlt oder ausführt, kann Vertrauen entstehen. Das gilt sowohl für Anwender als auch für Compliance- und Audit-Anforderungen. Entscheidungen müssen dokumentiert und rückverfolgbar sein. Modelle und Regeln müssen in bestehende Governance-Strukturen eingebettet werden. Fachbereiche müssen in der Lage sein, Ergebnisse zu interpretieren und aktiv zu steuern. Erst unter diesen Voraussetzungen wird KI von einem Experimentierfeld zu einem belastbaren Bestandteil operativer Prozesse.

Integration statt Insellösungen: Die Rolle der IT

Für IT-Organisationen ergibt sich daraus eine klare Aufgabe. Sie müssen den Rahmen schaffen, in dem KI kontrolliert und integriert eingesetzt werden kann. Dazu gehört die Reduktion von Tool-Landschaften zugunsten konsistenter Plattformen ebenso wie die Sicherstellung von Datenqualität und die Etablierung klarer Governance- und Sicherheitsmechanismen. Gleichzeitig wächst die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen IT und Fachbereichen. KI ist längst kein isoliertes Innovationsthema mehr, sondern ein integraler Bestandteil der operativen Wertschöpfung.

Fazit: KI wird erst durch Kontrolle wertvoll

Die nächste Phase der Digitalisierung wird nicht durch mehr KI entschieden, sondern durch bessere Integration. Unternehmen stehen vor einer klaren Wahl: Entweder sie erweitern ihre bestehenden Landschaften um weitere isolierte KI-Funktionen und erhöhen damit Komplexität, Risiko und Steuerungsaufwand. Oder sie schaffen die Grundlage für durchgängige, kontrollierbare Prozesse, in denen KI gezielt und nachvollziehbar wirkt.

Der Unterschied liegt nicht in der Technologie, sondern im Betriebsmodell. Wer KI als isoliertes Werkzeug betrachtet, wird ihren Nutzen begrenzen. Wer sie als integralen Bestandteil der Prozesssteuerung versteht, erschließt ihren tatsächlichen Wert. Am Ende entscheidet nicht die Innovationsgeschwindigkeit über den Erfolg, sondern die Fähigkeit, Komplexität zu beherrschen und Wirkung messbar zu machen.

KI in GeschäftsprozessenDr. Rafael Arto-Haumacher
ist Managing Director DACH bei Esker.

Bildquelle: Esker

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