Bei der KI-Nutzung machen viele Unternehmen rasante Fortschritte. Doch veraltete Infrastrukturen und eine fehlende Mitarbeiterqualifikation sorgen oftmals für Probleme.
(Bild: putilov_denis / Adobe Stock)
Künstliche Intelligenz ist in den meisten Unternehmen mittlerweile angekommen. Die Möglichkeit, damit Geschäftsprozesse zu optimieren, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, Innovationen zu beschleunigen und das Erlebnis für Mitarbeiter sowie Kunden zu verbessern, hat viele Unternehmenslenker überzeugt. Doch um von der KI-Nutzung so richtig zu profitieren, fehlt es vielen Unternehmen an der nötigen Infrastruktur und Qualifikation der Mitarbeiter.
Die Studie „The State of Enterprise AI and Modern Data Architecture“ von Cloudera zeigt, dass die größten Hindernisse bei der Einführung von KI die Sorge um Sicherheits- und Compliance-Risiken (74 Prozent), das Fehlen einer angemessenen Schulung oder von Fähigkeiten für die Verwaltung von KI-Tools (38 Prozent) und zu hohe Kosten für die Technologie (26 Prozent) sind. De Datenplattform-Betreiber Cloudera befragte hierfür 600 IT-Führungskräfte aus den USA sowie den EMEA- und APAC-Regionen.
Für die Mehrheit der Unternehmen ist die Qualität ihrer Daten unzureichend, da sie über verschiedene Infrastrukturen verteilt und nicht effizient dokumentiert sind.
Abhas Ricky, Cloudera
KI-Nutzung: Ohne vertrauenswürdige Daten geht nichts
Eine Erkenntnis aus der Umfrage ist, dass KI-Maßnahmen auf vertrauenswürdige Daten angewiesen sind. Obwohl 94 Prozent der Befragten angeben, ihren Daten zu vertrauen, äußern sich 55 Prozent negativ über die Zugriffsmöglichkeiten auf alle Daten ihres Unternehmens. Als Ursache dafür geben sie widersprüchliche Datensätze (49 Prozent), die Unfähigkeit einer plattformübergreifenden Datenverwaltung (36 Prozent) und zu große Datenmengen (35 Prozent) an. Die Ergebnisse legen nahe, dass vielen Unternehmen eine moderne Datenarchitektur fehlt, die einen Zugriff auf die Daten unabhängig von ihrem Speicherort ermöglicht.
Von der Automatisierung und Optimierung von IT-Prozessen über die Entwicklung von Chatbots, die Kundenbedürfnisse schnell und effektiv erfüllen, bis hin zu Analysen zur Förderung einer besseren Entscheidungsfindung – die Umfrage stuft die folgenden drei Anwendungsfälle für die KI-Nutzung als besonders wichtig ein:
Verbesserung des Kundenerlebnisses (60 Prozent): Unternehmen setzen KI-Technologie ein, um Sicherheit und Betrugserkennung zu verbessern (59 Prozent), den Kundensupports zu automatisieren (58 Prozent), einen vorausschauenden Kundenservice zu bieten (57 Prozent) und Chatbots zu betreiben (55 Prozent) – alles mit dem Ziel, Kunden ein sichereres, einfacheres und intuitiveres Erlebnis zu bieten.
Steigerung der betrieblichen Effizienz (57 Prozent): Künstliche Intelligenz wird bereits in fast allen Bereichen von Unternehmen integriert. Denn die Umfrage zeigt, dass nicht nur IT-Abteilungen KI nutzen. 52 Prozent der Befragten geben an, sie für den Kundenservice anzuwenden, zum Beispiel für besser informierte Chatbots. 45 Prozent geben an, KI im Marketing einzusetzen, zum Beispiel für die Analyse von Callcenter-Daten, um Kunden gezieltere Angebote zu machen.
Beschleunigung von Analysen (51 Prozent): Der Zugang zu Analysen, der durch den Einsatz von KI noch schneller, einfacher und zuverlässiger ist, verschafft Unternehmen durch eine fundiertere Entscheidungsfindung einen Wettbewerbsvorteil. Fast 80 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen alle zur Verfügung stehenden Daten für intelligentere Geschäftsentscheidungen nutzt. Daher ist der Zugang zu den gesamten Daten eines Unternehmens entscheidend.
„Für die Mehrheit der Unternehmen ist die Qualität ihrer Daten unzureichend, da sie über verschiedene Infrastrukturen verteilt und nicht effizient dokumentiert sind. Wir sehen die Auswirkungen davon in den Herausforderungen, die in der Umfrage identifiziert wurden“, so Abhas Ricky, Chief Strategy Officer von Cloudera. Das Wichtigste bei der Umsetzung von KI-Maßnahmen sei, die Daten dort zu verwalten, wo sie sich befinden, das heißt. Modelle kosteneffizient dort auszuführen, wo die Daten bereits vorhanden sind. Anstatt die Daten zu den Modellen zu bringen, würden Rocky zufolge immer mehr Unternehmen KI-Modelle zu ihren Daten bringen.
Stand: 16.12.2025
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