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Automatisierte Systeme Smarter, schneller, relevanter: Künstliche Intelligenz macht E-Mail-Marketing zum Erfolgsfaktor

Ein Gastbeitrag von André Görmer 3 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz hebt E-Mail-Marketing auf ein neues Level: präzisere Inhalte, smartere Inboxen, schnelleres Lernen. Doch echter Erfolg entsteht erst durch saubere Daten, starke Systeme und barrierefreie Kommunikation.

(Bild:  © onephoto/stock.adobe.com)
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DARUM GEHT'S

Smarte Inboxen: Künstliche Intelligenz hilft dabei, Versandzeitpunkte, Betreffzeilen und Frequenzen an Nutzungsmuster anzupassen. Relevanz entscheidet, ob eine E-Mail überhaupt wahrgenommen wird, nicht die Größe des Verteilers.

Personalisierte Inhalte: KI wertet Verhaltensdaten, Interessen und Transaktionen aus, um Inhalte passgenauer auszusteuern. Wertvoll wird Personalisierung erst, wenn sie echte Relevanz statt zusätzliche Komplexität schafft.

Testing und Segmentierung: KI erkennt Muster schneller als klassische A/B-Tests und ermöglicht kontinuierliches Lernen statt einmaliger Testergebnisse.

Barrierefreiheit als Basis: Klar strukturierte, verständliche und technisch saubere E-Mails verbessern sowohl das Leseerlebnis für Menschen als auch die Auswertbarkeit für KI-Systeme – gestützt durch verbindliche Vorgaben wie das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.

Künstliche Intelligenz eröffnet Unternehmen neue Möglichkeiten, die Qualität ihrer Kundenkommunikation gezielt zu verbessern. Während oft noch über neue Tools diskutiert wird, entstehen die größten Effekte dort, wo Daten und Systeme intelligent zusammenspielen. Wer die richtigen Voraussetzungen schafft, sichert sich wichtige Wettbewerbsvorteile.

Die nächste Entwicklungsstufe von KI im E-Mail-Marketing liegt in Systemen, die Inhalte und Varianten vor dem Versand intelligenter bewerten und personalisierte Kommunikation vorausschauend optimieren.

André Görmer, Vorsitzender der Working Group E-Mail im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW)

Drei Bereiche, in denen KI im E-Mail-Marketing heute echten Mehrwert schafft

Im E-Mail-Marketing unterstützt künstliche Intelligenz nicht nur dabei, Prozesse zu automatisieren. Sie hilft, Inhalte präziser auszusteuern, Nachrichten sichtbarer zu machen und Kampagnendaten schneller auszulesen. So lassen sich Entscheidungen datenbasiert verbessen. Die folgenden drei Anwendungsbereiche zeigen deutlich, welche Voraussetzungen Unternehmen schaffen sollten, um dieses Potenzial zu nutzen.

  • 1. Smarte Inboxen: Postfächer werden zunehmend durch intelligente Filter und Relevanzsignale strukturiert. Erfolgreiches E-Mail-Marketing beginnt nicht erst beim Versand, sondern bei der Frage, ob eine Nachricht überhaupt als relevant erkannt wird. KI hilft dabei, Versandzeitpunkte, Betreffzeilen und Frequenzen besser an Nutzungsmuster anzupassen. Voraussetzung ist jedoch eine disziplinierte Versandpraxis, die aus Empfängerreaktionen lernt, statt Verteilergröße mit Relevanz zu verwechseln.
  • 2. Personalisierte Inhalte: KI kann Verhaltensdaten, Interessen und Transaktionen auswerten, um Inhalte und Empfehlungen passgenauer auszusteuern. Der Fortschritt liegt dabei weniger in automatisch erzeugten Texten als in einer besseren Fit zwischen Inhalt und Bedarf. Personalisierung wird erst dann wertvoll, wenn sie mehr Relevanz statt mehr Komplexität schafft.
  • 3. Testing und Segmentierung: Klassische A/B-Tests bleiben relevant, stoßen bei dynamischen Kampagnen jedoch an Grenzen. KI erkennt Muster schneller, optimiert laufend und ermöglicht vor allem schnelleres Lernen statt nur schnellerer Tests. Dafür braucht es verknüpfte Datenquellen, klare KPI-Logiken und integrierte Systeme. Wo diese Grundlagen vorhanden sind, verbessert KI nicht nur die operative Aussteuerung, sondern auch die Qualität von Entscheidungen sowie Ergebnissen.

Barrierefreiheit wird entscheidend

Damit KI in allen drei Bereichen wirkt, braucht es eine Grundlage, die oft unterschätzt wird: Barrierefreiheit. Barrierefreie E-Mails sind klar strukturiert, verständlich formuliert und technisch sauber aufgebaut. Das verbessert nicht nur das Leseerlebnis für den Menschen, sondern auch die Auswertbarkeit für Systeme. Strukturierte Inhalte, Alt-Texte, ausreichende Kontraste, verständliche Sprache und Screenreader-Kompatibilität sind deshalb kein Zusatz, sondern ein Qualitätsstandard digitaler Kommunikation. Was barrierefrei gestaltet ist, ist meist auch robuster und lesbarer.

Mit den regulatorischen Anforderungen ist das Thema zudem verbindlicher geworden. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz und der European Accessibility Act schaffen verbindliche Anforderungen an die Barrierefreiheit digitaler Produkte und Dienstleistungen. Diese müssen so gestaltet sein, dass sie für Menschen mit Behinderungen leicht zugänglich und nutzbar sind.

Technologie allein reicht nicht

Die nächste Entwicklungsstufe von KI im E-Mail-Marketing liegt in Systemen, die Inhalte und Varianten vor dem Versand intelligenter bewerten und personalisierte Kommunikation vorausschauend optimieren. Entscheidend sind die Grundlagen: saubere Daten, integrierte Systeme und Kommunikation, die für Menschen wie Systeme gleichermaßen verständlich ist.

E-Mail Marketing – KI – Künstliche Intelligenz – BarrierefreiheitAndré Görmer
ist Vorsitzender der Working Group E-Mail im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW).

Bildquelle: BVDW

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