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Alternative zu Palantir Neo4j übernimmt GraphAware und startet Analyseplattform

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Neo4j, Anbieter einer Graph-Intelligence-Plattform, wird GraphAware übernehmen. Das Unternehmen entwickelt Analysesoftware für Ermittlungsbehörden. Mit der Übernahme wird der Grundstein für eine neue Generation KI-gestützter Graph-Lösungen auf Basis offener Standards gelegt – als Alternative zu Palantir Gotham.

(Bild:  Neo4j)
(Bild: Neo4j)

KI und geopolitische Spannungen rücken souveräne Daten- und KI-Infrastrukturen in den Fokus. Organisationen – insbesondere Behörden – müssen die Kontrolle über ihre Daten behalten, um nationale Compliance- und Sicherheitsanforderungen zu erfüllen und neue KI-Anwendungsfälle sicher zu unterstützen. Proprietäre Black-Box-Lösungen haben in diesem Umfeld ausgedient. Stattdessen wird eine zertifizierte, offene Standardarchitektur benötigt, die modular aufgebaut ist und sich in Enterprise-KI-Plattformen integrieren lässt, wie sie Neo4j bietet.

Mit der Übernahme von GraphAware will Neo4j die Entwicklung souveräner Daten- und KI-Infrastrukturen weiter vorantreiben und die Analysefähigkeiten der GraphAware-Hume-Lösung in die eigene Graph-Intelligence-Plattform integrien Organisationen erhalten damit ab sofort eine zuverlässige Lösung für kollaborative Ermittlungen und nachvollziehbare Entscheidungsunterstützung in komplexen, vernetzten Datenbeständen.

GraphAware Hume ergänzt Graph-Intelligence-Plattform

Emil Eifrem ist Gründer und CEO von Neo4j.(Bild:  Neo4j)
Emil Eifrem ist Gründer und CEO von Neo4j.
(Bild: Neo4j)

Emil Eifrem, Gründer und CEO von Neo4j, erklärt: „Seit über einem Jahrzehnt setzen Regierungen bei der Datenanalyse auf Palantir. GraphAware Hume in Kombination mit der Graph-Intelligence-Plattform von Neo4j bietet nun eine echte Alternative. Wir schaffen nicht einfach nur ein Konkurrenzangebot zu Palantir Gotham. Wir übernehmen eine im Behördenumfeld etablierte und erprobte Lösung, die auf offenen Standards basiert und international bereits im Einsatz ist.“

GraphAware Hume ist eine Graph-basierte Analyseplattform für den operativen Einsatz bei Sicherheitsbehörden. Sie führt komplexe und fragmentierte Daten zu einem vernetzten Lagebild zusammen. Analysten und Ermittler können dadurch Zusammenhänge untersuchen, Kontext aufbauen und teamübergreifend zusammenarbeiten. Die Lösung ist speziell auf die Anforderungen von Strafverfolgungsbehörden, Verteidigungsorganisationen und Einheiten zur Bekämpfung von Finanzkriminalität zugeschnitten.

Zehnjährige Partnerschaft von Neo4j und GraphAware

Neo4j und GraphAware verbindet eine über zehnjährige Partnerschaft. Gemeinsam unterstützen die beiden Unternehmen Kunden im Bereich sicherheitskritischer Intelligence-Analysen. Zu den Kunden zählen unter anderem die Europäische Kommission und die US-Steuerbehörde IRS. Weitere Anwendungsfälle der gemeinsamen Analyseplattform:

Strafverfolgung: Das Zuständigkeitsgebiet der Polizei im Bundesstaat Westaustralien gilt als eines der größten Polizeigebiete der Welt. Beide Anbieter helfen den dortigen Einsatzkräfte, Daten aus zahlreichen getrennten Systemen zusammenzuführen. Ermittler gewinnen dadurch eine einheitliche Sicht auf Personen, Fälle und Zusammenhänge, können verdeckte Verbindungen schneller erkennen und Abfragen nahezu in Echtzeit durchführen.

Verteidigung: Das US-Verteidigungsministeriums nutzt GraphAware und Neo4j in einer offiziell akkreditierten DevSecOps-Umgebung auf USAF Cloud One, der Cloud-Plattform der U.S. Air Force. Die Lösung läuft in einem nach DoD IL5 abgesicherten Hochsicherheitsnetzwerk und ermöglicht die Entwicklung Graph-gestützter KI-Anwendungen für missionskritische Analysen.

Cyberabwehr: Eine nationale europäische Cyberabwehrbehörde setzt beide Anbieter ein, um Cyberbedrohungen frühzeitig zu erkennen, ihre Zusammenhänge zu verstehen und mögliche Auswirkungen auf kritische Infrastrukturen, Unternehmen und die Öffentlichkeit zu bewerten.

Integration von GraphAware Hume in das Neo4j-Ökosystem

Michal Bachman ist Gründer und CEO von GraphAware.(Bild:)
Michal Bachman ist Gründer und CEO von GraphAware.
(Bild:)

Michal Bachman, Gründer und CEO von GraphAware, erklärt: „Die Zukunft sicherheitsrelevanter Analysen und nachrichtendienstlicher Ermittlungsarbeit ist Graph- und KI-gestützt. Nach mehr als zehn Jahren als Partner von Neo4j ist die Integration von GraphAware Hume in das Neo4j-Ökosystem daher nur konsequent. Wir setzen seit Langem auf die Plattform, um Analysten die Möglichkeiten vernetzter Daten direkt zugänglich zu machen. Durch den Zusammenschluss können wir nicht nur die Integration weiter vertiefen und Innovationen schneller vorantreiben. Wir können auch bestehenden wie neuen Kunden wegweisende KI-Funktionen bereitstellen.“

Die Übernahme markiert einen wichtigen Schritt in der KI-Strategie von Neo4j. Das Unternehmen hatte im Oktober 2025 angekündigt, 100 Millionen US-Dollar in KI-Produktinnovationen und strategische Initiativen zu investieren. Hintergrund ist die wachsende Nachfrage nach Graph-Intelligence: Neo4j verzeichnet mittlerweile viermal so viele Kunden, die Graphtechnologie für KI-fähige Datenanwendungen nutzen – viele davon bereits im produktiven Einsatz. Zu den angekündigten Initiativen zählen unter anderem die Markteinführung von Aura Agent, MCP Server und der Start des KI-nativen  Startup-Programms mit mittlerweile über 700 registrierten Unternehmen.

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