Bereits zum dritten Mal haben der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. und die Bayern Innovativ GmbH den Corporate Digital Responsibility (CDR) Award verliehen. Bei der Preisverleihung am 29. Januar in Berlin wurden 15 Projekte in fünf Kategorien ausgezeichnet.
Die Siegerteams des Corporate Digital Responsibility Award 2024.
(Bild: Bayern Innovativ GmbH)
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. und die Bayern Innovativ GmbH (BI) haben zum dritten Mal den Corporate Digital Responsibility Award vergeben. Die feierliche Preisverleihung fand am 29. Januar 2025 in der Vertretung des Freistaates Bayern in Berlin statt. 15 Projekte, die durch digitale Innovation und gesellschaftliche Verantwortung überzeugten, wurden in fünf Kategorien ausgezeichnet.
Anna Kopp ist die Jurypräsidenten des diesjährigen Corporate Digital Responsibility Award.
(Bild: Microsoft)
„Digitale Verantwortung kann sehr unterschiedlich aussehen“, unterstreicht die diesjährige Jurypräsidentin Anna Kopp: „Für uns als Jury war es entscheidend, nicht nur technologische Innovationen zu bewerten, sondern auch den tatsächlichen gesellschaftlichen Mehrwert der Projekte in die Bewertung einfließen zu lassen.“
CDR-Award: Vielfalt bei den Gewinner-Projekten
Dr. Moritz Holzgraefe ist Vizepräsident des BVDW e.V.
(Bild: BVDW e.V.)
Vom Start-up über kommunale Projekte bis zum Großkonzern findet sich eine breite Vielfalt in den Gewinner-Projekten wieder. Dr. Moritz Holzgraefe, Vizepräsident des BVDW e.V., erklärt: „Was es heißt, digitale Verantwortung zu übernehmen, zeigen nicht nur große Initiativen. Auch kleinere Projekte und Organisationen können durch mutige Ideen und pragmatische Umsetzungen eine enorme Wirkung entfalten. Der diesjährige Award ist ein Beweis dafür, dass digitale Verantwortung keine Frage der Größe, sondern der Haltung ist.“
Die Verleihung des CDR-Awards wurde von einer Fachkonferenz begleitet, die den Austausch über Zukunftstechnologien und verantwortungsvolle Digitalisierung förderte. Die Workshops, die im Rahmen der Konferenz stattfanden, wurden von namhaften Experten aus dem CDR-Bereich geleitet: Claudia Ricci (Fraunhofer IAO), Rosmarie Steininger (Chemistree) sowie Carla Polaczek und Paul van der Veen (denkwerk).
CDR-Award steht für Dialog und Wissenstransfer
Dr. Rainer Seßner, Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH, erklärt: „Der CDR-Award steht nicht nur für Auszeichnungen, sondern auch für Dialog und Wissenstransfer. Die Workshops der Fachkonferenz haben deutlich gemacht: Digitale Verantwortung beginnt mit der Offenheit, innovative und manchmal unerwartete Lösungen anzunehmen.“
Was alle Gewinner eint, ist ihre Zielsetzung. Sie verknüpfen digitale Innovation mit gesellschaftlicher Verantwortung. Ob es um die digitale Teilhabe, die Sicherung von Daten oder die Bewältigung des Klimawandels geht – jedes der Projekte zeigt, wie Technologie aktiv zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft beitragen kann. Nachfolgend eine Übersicht über die diesjährigen Erstplatzierten in den jeweiligen Kategorien:
CDR-Award: Kategorie Digitales Wohlbefinden & Inklusion
Die alangu GmbH wurde für ihren Kommunalen Gebärdensprach-Avatar-Baukasten (KGAB) mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Das Projekt nutzt Künstliche Intelligenz, um digitale Inhalte automatisch in Gebärdensprache zu übersetzen und so digitale Teilhabe für gehörlose Menschen zu ermöglichen. Die Jury lobte das Projekt als eine grandiose, inklusive CDR-Lösung, die reale Barrieren abbaut und einen entscheidenden Schritt zu einer gerechteren digitalen Gesellschaft darstellt.
Kategorie Verantwortungsvolle Innovation
Das Team des Open Search Foundation e.V. freut sich mit der Jury über den CDR-Award für "Verantwortungsvolle Innovation": Maike Scholz (Deutsche Telekom AG), Ursula Gmelch und Stefan Voigt (Open Search Foundation) und Anna Kopp (Microsoft).
(Bild: Bayern Innovativ GmbH)
Der Open Search Foundation e. V. entwickelt einen offenen Webindex als Grundlage für eine ethische und vertrauenswürdige Internetsuche. Mit diesem zukunftsweisenden Projekt überzeugte der Verein die Jury, die die besondere Relevanz des Projekts als „absolutes Zeitgeistthema“ betonte, das gesellschaftlich stärker verankert werden muss.
Kategorie Zukunft der Arbeit
Die Markt Weisendorf sicherte sich mit dem Projekt „Kommune innovativ und attraktiv“ den ersten Platz. Trotz begrenzter Ressourcen zeigt die kleine Kommune, wie durch digitale Innovationen gesunde Arbeitsbedingungen geschaffen und die Verwaltung transparenter gestaltet werden kann. Die Jury sah das Projekt als Paradebeispiel für „David gegen Goliath“: eine kleine Stadt, die durch konkrete und innovative Lösungen die Herausforderungen der Digitalisierung meistert.
Kategorie Daten, Privatsphäre & Sicherheit
Das Projekt „Privacy by Design (PbD)“ der TelemetryDeck GmbH belegte den ersten Platz in der Kategorie Daten, Privatsphäre & Sicherheit. Das Augsburger Unternehmen ermöglicht die datenschutzkonforme Analyse von Nutzerverhalten in Apps und Webseiten, ohne auf personenbezogene Daten zurückzugreifen zu müssen. Die Jury hob die breite Anwendbarkeit der Lösung hervor, die gerade in der heutigen Zeit viele Unternehmen anspricht. Das Projekt setzt mit seiner Breiten- und Signalwirkung ein klares Zeichen für verantwortungsvollen Datenschutz.
Kategorie Umwelt & Ressourcen
Die Virtual City Systems überzeugte die Jury mit ihrem Projekt „Städtebauliche Klimaanpassung mit Urbanen Digitalen Zwillingen“. Das innovative Konzept ermöglicht es Städten, mithilfe von digitalen Zwillingen Maßnahmen zur Klimaanpassung zu planen und umzusetzen. Die Jury lobte das überzeugende Gesamtkonzept und sah das Potenzial, durch diese Technologie Städte zukunftsfähig und resilient gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels zu gestalten.
Stand: 16.12.2025
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