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Lünendonk-Listen 2026

IT-Dienstleister: Nachfrage in Deutschland stagniert 2025

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Lünendonk-Liste „IT-Service“ im Überblick

Die Lünendonk-Liste „IT-Service“ zeigt ein ähnliches Bild wie das Segment der „IT-Beratung und Systemintegration“. So sind die IT-Serviceunternehmen in Deutschland organisch um durchschnittlich 1,4 Prozent gewachsen. Auch in diesem Marktsegment wird die Gesamtentwicklung vor allem durch einzelne Anbieter mit deutlichen Umsatzrückgängen geprägt – teils im hohen einstelligen bis zweistelligen Bereich. Rang eins belegt wie im Vorjahr T-Systems mit einem geschätzten Umsatz in Deutschland von 2,95 Milliarden Euro (2024: 2,9 Milliarden Euro). Auf dem zweiten Platz folgt NTT Data mit einem Umsatzrückgang laut Lünendonk-Schätzungen um 8,7 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro.

Auf Rang drei und acht stehen mit Infosys und Wipro zwei Neueinsteiger in dieser Lünendonk-Liste. Während beide IT-Dienstleister in den letzten Jahren dem Segment IT-Beratung und Systemintegration zugeordnet waren, liegt nun ein deutlich größerer Schwerpunkt der am deutschen Markt erbrachten Services auf IT-Operations. Mit einem Umsatzplus von geschätzten 13 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gehört Infosys 2025 zu den am stärksten gewachsenen IT-Dienstleistern im deutschen Markt, während der Umsatz von Wipro nach Lünendonk-Schätzungen um 7,8 Prozent auf 530 Millionen Euro zurückging.

Neben NTT Data und Wipro konnten auch DXC (-3,0 Prozent), Atos (-12,8 Prozent) und Kyndryl (plus /- 0 Prozent) innerhalb der Top 10 in Deutschland im Jahr 2025 kein Umsatzwachstum erzielen. Dagegen gelang es Datagroup (plus 6,8 Prozent) und Arvato Systems (plus 5,2 Prozent organisch) ihre Top-10-Platzierungen sowohl zu festigen als auch zu den vorderen Plätzen aufzuschließen. Die Unternehmen mit dem stärksten organischen Wachstum in Deutschland sind HCL (plus 14,9 Prozent), Infosys (plus 13,0 Prozent), Tech Mahindra (plus 10,0 Prozent), akquinet (plus 11,0 Prozent) sowie TechniData (plus 18,4 Prozent). Neu im Ranking sind Spirit/21 (Rang 20; 72,8 Millionen Euro) und LTIMindtree (Rang 21; 70 Millionen Euro).

CIO-Agenda: Fokus auf IT-Innovationen statt IT-Betrieb

CIO sehen hohes Potenzial in KI-basierter Effizienzsteigerung in den Bereichen Softwareentwicklung, Wissensmanagement und Cybersecurity.(Bild:  Lünendonk & Hossenfelder)
CIO sehen hohes Potenzial in KI-basierter Effizienzsteigerung in den Bereichen Softwareentwicklung, Wissensmanagement und Cybersecurity.
(Bild: Lünendonk & Hossenfelder)

Das Jahr 2025 zeigte eine konstant hohe Nachfrage nach externen IT-Dienstleistungen – insbesondere in den Bereichen IT-Modernisierung, S/4HANA-Einführungen und der Cloud-Transformation. „Die Nachfrage nach KI-Lösungen war zwar sehr hoch, die Projektvolumina sind derzeit jedoch noch vergleichsweise gering. Das wird sich in den kommenden Jahren allerdings mit zunehmenden KI-Reifegrad in den Unternehmen verändern“, beschreibt Zillmann die Struktur der Nachfrage im Jahr 2025.

Die CIO-Agenda für die Jahre 2026/2027 zeigt eine hohe Priorisierung zentraler IT-Themen. Im Fokus stehen vor allem Cyber Security, IT-Modernisierung, Cloud-Transformation, IT-Integration, Digitale Souveränität und Data Prozent AI. Entsprechend optimistisch sind die befragten IT-Entscheider mit Blick auf ihre IT-Budgets: 55 Prozent rechnen 2026-2027 mit steigenden Budgets, weitere 36 Prozent gehen von stabilen Ausgaben auf hohem Niveau aus. Interessant ist die Verteilung der Budgets: So wollen mehr als 40 Prozent mehr Geld in IT-Innovationen sowie die IT-Modernisierung investieren, während für den Erhalt der IT nur 23 Prozent mehr Geld ausgeben wollen.

IT-Dienstleister: Vorsichtiger Ausblick auf 2026

Für das Jahr 2026 zeigen sich die von Lünendonk befragten IT-Dienstleister etwas vorsichtiger als in den Vorjahren. Dennoch erwarten sie ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 7,5 Prozent. Zum Vergleich: Anfang 2025 lag die durchschnittliche Umsatzprognose für 2026 noch bei 10,4 Prozent. Mario Zillmann betont: „CIOs müssen in konjunkturell schwachen Zeiten mehr aus ihrem zur Verfügung stehenden Budget rausholen und setzen dabei auf Automatisierung und Künstliche Intelligenz. Gerade im IT-Betrieb zeigen sich bereits heute enorme Einsparpotenziale durch KI-basierte Delivery-Modelle – Kapital, das in die notwendigen Transformationsaufgaben investiert werden kann.“

Zur Methodik der Lünendonk-Listen: Die neuen Lünendonk-Listen „Führende IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland“ und „Führende IT-Service-Unternehmen in Deutschland“ sind Teil der Lünendonk-Studie „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“, für welche über 100 IT-Dienstleister und knapp 200 IT-Verantwortliche aus dem gehobenen Mittelstand sowie Großunternehmen befragt wurden. IT-Dienstleister und deren Kunden erhalten dadurch wichtige Kennzahlen für ihre Planung. Die umfangreiche Marktstudie erscheint Ende Juli 2026.

Die Lünendonk & Hossenfelder GmbH mit Sitz in Mindelheim analysiert seit 1983 die europäischen Business-to-Business-Dienstleistungsmärkte. Im Fokus der Marktforscher stehen die Branchen Digital Prozent IT, Business Consulting, Audit Prozent Tax, Real Estate Services, Personaldienstleistung und Weiterbildung.

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